Frontline18
    Frontline18    |    BF1918    |    History    |    Forum [ ? ] User Online    |    Login    German English
Menu - FALSE
Forum
18:17 [B] Games Co... (11)
13:58 [N] Birthday... (0)
13:32 Call to arms (4)
10:05 Interesting ... (6)
00:18 about the in... (0)
18:57 Monatsspam (5)
19:28 NEW BLOOD (1)
18:10 [N] In Kürze... (1)
09:26 Gas? (2)
19:22 [A] 2. Septe... (12)
17:50 Österreich?!... (1)
18:32 [A] Die Woch... (0)
17:50 LEVELS fehle... (4)
17:51 Pushable MGs? (17)
12:57 [N] Geburtst... (24)
Suchen
Buddyliste [0/0]
Du musst eingeloggt sein um die Buddyliste zu nutzen.
FL18 - Frontline18 .:. Deutsches Torpedoboot Etatjahr 1913

:: Deutsches Torpedoboot Etatjahr 1913 ::

Deutsches Torpedoboot Etatjahr 1913


Zeichnung eines Torpedobootes 1913

In der Behandlung ihrer schnellen Torpedoträger gab es einen fundamentalen Unterschied zwischen der Royal Navy und der Hochseeflotte. Schon immer hatte die deutsche Marine ihre Torpedoboote als Offensivwaffe betrachtet, die dazu bestimmt war, den Gegner mit Torpedos anzugreifen. Der Schwerpunkt der Bewaffnung lag deshalb auf der Torpedowaffe, die Artillerie diente hauptsächlich zur Selbstverteidigung. Demgegenüber sahen die Briten in ihren Zerstörern primär eine Verteidigungswaffe zur Abwehr von Torpedobootangriffen, weshalb der Schwerpunkt auch auf der Artilleriebewaffnung lag und die Torpedos eher vernachlässigt wurden. Aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln entspringen auch die unterschiedlichen Bezeichnungen für diese schnellen, kleinen Schiffe: die Deutschen nannten sie �Torpedoboot�, weil sie hauptsächlich für Torpedoangriffe bestimmt waren, die Briten dagegen �Destroyer� bzw. �Torpedobootzerstörer�, um anzuzeigen, dass sie Torpedoboote abwehren sollten.

Nach schlechten Erfahrungen mit den relativ kleinen Hochseetorpedobooten der Baujahre 1910 und 1911 wurden die Boote des Jahres 1913 wieder größer ausgelegt ("GTB" steht für "Großes Torpedoboot"). Sie waren die ersten deutschen Torpedoboote mit reiner Ölfeuerung, was eine hohe Geschwindigkeit ermöglichte, jedoch auch eine Abhängigkeit von Ölimporten bewirkte. Die gesteigerte Größe erlaubte auch eine Verstärkung der Bewaffnung. Es wurden nun drei langrohrige 88mm-Kanonen montiert, die eine deutlich höhere Reichweite und Durchschlagkraft als die vorangegangenen Kurzlaufwaffen hatten. Einige Boote erhielten sogar noch stärkere 10,5 cm-Geschütze. Auch neue Torpedos konnten an Bord genommen werden, die erheblich weiter reichten als ältere Modelle.

Insgesamt einundsiebzig Boote dieses Typs wurden zwischen 1914 und 1916 in zwei unterschiedlichen Varianten gebaut. Die eine wurde von der Vulkan-Werft in Stettin gebaut, die andere bei Schichau in Elbing., etliche gingen auch bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel. Sie unterschieden sich nur in der Art der eingebauten Turbinen und in leicht abweichenden Abmessungen, waren sonst aber gleich. Sie wurden während des Krieges intensiv verwendet, und etliche Boote gingen verloren. So versanken beispielsweise S 35 und V 27 durch Artillerietreffer britischer Kreuzer während der Skagerakschlacht, und V 29 erhielt im gleichen Gefecht einen Torpedotreffer des britischen Zerstörers HMS Petard und sank ebenfalls. Einige Boote gingen auch durch Minentreffer verloren, so V 25 am 13. Dezember 1915. Die verbliebenen Boote wurden nach dem Waffenstillstand mehrheitlich mit dem Rest der Flotte in Scapa Flow interniert und versenkten sich dort am 21. Juni 1919 wie die anderen Schiffe selbst. Sie wurden in den 20er Jahren nach und nach gehoben und abgewrackt. Andere Boote wurden an die Sieger ausgeliefert und verschrottet. Lediglich S 63 und V 79 entgingen diesem Schicksal: S 63 wurde an Italien übergeben, wo sie unter dem neuen Namen Ardimentoso diente und erst 1939 abgewrackt wurde, V 79 ging an Frankreich und wurde unter dem neuen Namen Pierre Durand in die französische Marine übernommen. 1933 wurde auch sie verschrottet.

Die deutsche 9. Torpedobootflottille auf dem Marsch (links) und Abfeuern eines Torpedos (rechts)
Technische Daten
Die vorderen Zahlen bezeichnen den Vulkan-Typ, die hinteren den Schichau-Typ.

Abmessungen
Verdrängung: 975 t / 971 t (max)
Länge: 78,5 m / 79,6 m
Breite: 8,3 m
Tiefgang: 3,3 m / 2,8 m
Besatzung: 83

Bewaffnung
8,8cm/45: 3 (auf einigen Booten stattdessen 3x 10,5 cm)
50 cm-Torpedorohre: 6 (2x2, 2x1)
Minen: 12-24

Antrieb
Wellen: 2
Turbinen: 2
Typ: AEG Vulkan / Schichau

Leistung
Gesamtleistung: 23.500 wps
Höchstgeschwindigkeit: 33,5 Knoten
Reichweite: 1100-1810 Seemeilen bei 20 Knoten

Hinweis: Die Webseite www.german-navy.de war für diesen Artikel sehr hilfreich, von dort stammt auch das obere Bild. Herzlichen Dank an Parabellum für die ausführliche Recherche!

05. Mai 2004 - 11:03
( Jagdpanther )

Deutsche Foren >> Kommentare > Deutsches Torpedoboot der "GTB 1913“-Klasse
Antwort erstellen
 Autor Thema: Deutsches Torpedoboot der "GTB 1913“-Klasse
Parabellum
07.05.2004 um 17:38 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Kleiner Nachtrag:
JP schreibt seine Artikel so fix, da kommt man mit dem Recherchieren garnicht mehr hinterher!
Darum gibt's hier nochmal ein bischen Bildernachschub zum Großen Torpedoboot 1913 und seinen Nachfolgern aus dem Mobilmachungsprogramm von 1914:


Ein Modell der V 25


S 33 während des Krieges


V 43 kurz nach Fertigstellung


V 67 im Jahre 1917

__________________
Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
SMS Württemberg
01.06.2004 um 21:25 QuoteProfileSend PM

Clan: xTNT
Postings: 10

Könnte mir jemand die Anzahl der Torpedoboote der deutschen Hochseeflotte nennen, wäre sehr dankbar.
__________________
Das deutsche Volk, es lebe in Ewigkeit, in guten wie in schlechten Zeiten.
 
Cold|Heat
01.06.2004 um 21:44 QuoteProfileSend PM

Clan: The Ameland Rockers
Postings: 983

Die Dinger sehen zwar auf den Bildern aus wie Schrotthaufen die sich gerade so über Wasser halten aber ich freue mich schon darauf, die Dinger zu fahren
__________________
Denn Mord, hat er schon keine Zunge, spricht mit wundervollen Stimmen.

- Ave Caesar, morituri te salutant! -
 
Parabellum
02.06.2004 um 10:07 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Cold|Heat hat folgendes geschrieben:
Die Dinger sehen zwar auf den Bildern aus wie Schrotthaufen die sich gerade so über Wasser halten aber ich freue mich schon darauf, die Dinger zu fahren

Die meisten der Bilder stammen nunmal aus dem Krieg, wo man wenig Zeit für schmucke Anstriche etc. hatte. Der technische Zustand war aber bis 1917 stets hervorragend, danach begann auch hier der allgemeine Rohstoffmangel seine Spuren zu zeigen...

SMS Württemberg hat folgendes geschrieben:
Könnte mir jemand die Anzahl der Torpedoboote der deutschen Hochseeflotte nennen, wäre sehr dankbar.

Bei der Mobilmachung im August 1914 lag die Stärke bei 8 Flotillen mit je 11 Booten (1 Führerboot und zwei Divisionen zu 5 Booten). Dazu kamen noch 2 unvollständige Flotillen in der Ostsee (18 Boote) und 22 ältere Torpedoboote bei den Küstenschutz-Divisionen. Macht zusammen 106 moderne und 22 alte Boote.

Die Gesamtzahl an Neuzugängen während des Krieges lag bei 82 Torpedobooten, 10 Zerstörern* und 92 kleinen Küsten-Torpedobooten. Dazu kamen je vier argentinische Zerstörer* und niederländische Torpedoboote, die sich in deutschen Werften im Bau befanden und beschlagnahmt wurden.
Die deutschen Verluste im Ersten Weltkrieg beliefen sich auf 53 Torpedoboote, 1 Zerstörer* und 21 Küsten-Torpedoboote. Unfertig auf den Werften lagen bei Kriegsende 27 Torpedoboote, 64 Zerstörer und 21 Küsten-Torpedoboote

2 der fertigen und 10 der unfertigen Zerstörer waren von einem besonders kampfstarken, fast kreuzerartigen Typ (2.060ts; 4x 15cm L/45, 4x 60cm TR).


*) Der Begriff "Zerstörer" war in der Kaiserlichen Marine auf vier Bootsklassen beschränkt: die russisch-beeinflußte B 97-Klasse, die ex-argentinische G 101-Klasse, die gigantischen Zerstörer des Typs 1916 und die nie gebauten Zerstörer des Typs 1917 (ähnlich B 97). Sie wurden stets getrennet von den Großen Torpedobooten als T-Boots-Jäger und für Sonderaufgaben eingesetzt und besaßen eine (für deutsche Verhältnisse) ausgesprochen starke Artillerie-Bewaffnung.

[Editiert von Parabellum am 02.Jun.2004 um 10:10]
__________________
Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
SMS Württemberg
02.06.2004 um 13:53 QuoteProfileSend PM

Clan: xTNT
Postings: 10

Vielen Dank @Parabellum!!!
__________________
Das deutsche Volk, es lebe in Ewigkeit, in guten wie in schlechten Zeiten.
 
Makin
13.08.2005 um 14:12 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 1198

Use the Dark Side and you are stronger than everything
So weit ich weiß stellte die Kaiserliche Marine insgesamt 14 Zerstörer in Diest und zwar die unter zu hilfe nahme von bei Deutschen Werften gebauten B97-B98, V99-V100 und B109-B112 welche von Blohm&Voss und Vulcan gebaut wurden.

Technische Daten:
Stapellauf: 1914-1915
Wasserverdrängung: 1843ts
Maße: L: 99,4m, B: 9,3m, T: 4,05m
Höchstgeschwindigkeit: 37,2kn
Bewaffnung: 4x8,8cm (bis 1916),4x10,5cm (ab 1916) , 6x50cm TR,
Zuladung: 12 Minen
Besatzung: 114 Mann

Die von Argentinien bei der Germania Werft bestellten G101-G104

Technische Daten:
Gebaute Einheiten: G101-G104
Stapellauf: 1914-1915
Wasserverdrängung:1734ts
Maße: L: 95,3m, B: 9,4m, T: 3,8m
Höchstgeschwindigkeit: 33,5kn
Bewaffnung: 4x10,5cm, 6x50cm TR
Zuladung:
Besatzung: 104 Mann

Sowie die 1916 bestellten S113-S115, V116-V118, G119-G121 und B122-B124
von denen wie du bereits gesagt hast nur zwei Indienstgestellt werden konnten (S113 und V116)

Technische Daten:
Stapellauf: 1917-1918
Wasserverdängung: 2415ts
Maße: L: 106,5m, B: 10,4m, T: 4,8m
Höchstgeschwindigkeit: 36,9kn
Bewaffnung: 4x15cm, 4x60cm TR
Zuladung: 40 Minen
Besatzung: 176-188 Mann

Dazu kamen noch Sechs in Sevastopol erbeute Russische Zerstörer, die jedoch nur wenige Monate/Tage lang in Deutschen Diensten standen


__________________
Kein Plan überlebt die erste Feindberührung. (Helmuth von Moltke)
 
Derfflinger
05.04.2006 um 15:42 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 8

hallo,

eine Bitte an alle interessierten:

Ich suche dringend Bilder von B98 bis- und V 25-Klasse, wen möglich bordbilder.
MZ-Modelle und dreadnought.org sind mir bereits bekannt.

'Wenn einer was hat, einfach PN an mich

Danke

Derfflinger
 
[ Antwort erstellen ]
  WebSystem © 2003 by Griffon · DOTLAN · info @ dotlan.net · www.dotlan.net