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| FL18 - Frontline18 .:. Deutscher Schlachtkreuzer der "Derfflinger"-Klasse |
 | :: Deutscher Schlachtkreuzer der "Derfflinger"-Klasse :: |  |
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Deutscher Schlachtkreuzer der "Derfflinger"-Klasse

Die Derfflinger auf hoher See
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Die drei Schlachtkreuzer dieser Klasse (Derfflinger, Lützow und Hindenburg) wurden in den Jahren 1911-1913 auf Stapel gelegt und waren die ersten in der Hochseeflotte, die mit 30,5 cm-Geschützen statt der bis dahin üblichen 28 cm-Geschütze ausgestattet wurden. Sie waren etwa um die Hälfte größer als das erste derartige deutsche Schiff Von der Tann. Man entschied sich bei ihnen für eine neuartige Geschützaufstellung und Antriebsart. Alle Geschütze wurden vorn und achtern aufgestellt und nicht mehr wie bisher auch mittschiffs. Aufgrund des gesteigerten Kalibers wurden nur acht Geschütze eingebaut statt der zehn auf der älteren Seydlitz. Statt der bisher verwendeten Kohlefeuerung wurden diese Schiffe mit einer effektiveren Ölfeuerung versehen, was ihnen zu einer höheren Geschwindigkeit und größeren Reichweite verhalf. Durch den Verzicht auf die Geschütztürme an den Längsseiten konnte das Schiff sehr schlank und schnittig gestaltet werden. Jedes Schiff kostete zwischen 56 und 59 Millionen Goldmark.
Derfflinger trat im September 1914 in den Dienst der Flotte, Lützow im August 1915, während die Hindenburg erst 1917 in Dienst gestellt wurde. Sie gehörten zu den Aufklärungskräften der Hochseeflotte. Die Derfflinger nahm am Gefecht auf der Doggerbank teil und entkam den Briten mit nur einem erhaltenen Treffer. In der Skagerakschlacht versenkte sie die britischen Schlachtkreuzer Invincible und Queen Mary, erhielt selbst siebzehn schwere und vier mittlere Treffer und bewältigte schwerbeschädigt und mit 3000 Tonnen Wasser im Schiff aus eigener Kraft den Weg zurück nach Wilhelmshaven. Die beiden achteren Geschütztürme wurden durch Volltreffer zur Explosion gebracht, die Pulverkammerschotts hielten aber dicht und retteten das Schiff. Zeitweilig waren alle Geschütztürme außer Aktion.
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Derfflinger nach der Skagerakschlacht. Die Kreuze bezeichnen schwere Treffer.
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Die Lützow war in der Schlacht das Flaggschiff Vizeadmiral Hippers, der die Aufklärungsgruppe kommandierte. Sie assistierte bei der Versenkung der Invincible, erhielt 24 schwere Granat- und einen Torpedotreffer und mußte aus der Gefechtslinie ausscheren. Hipper stieg auf ein Torpedoboot über. Die Lützow versuchte sich mit schweren Schäden und 7500 Tonnen Wasser im Schiff nach Hause zu schleppen, jedoch wurde der Wassereinbruch durch die zahlreichen Lecks immer stärker, so daß das Schiff verlassen und vom Torpedoboot G 38 selbst versenkt werden mußte. Die Besatzung konnte bis auf die in der Schlacht ums Leben gekommenen 116 Besatzungsmitglieder gerettet werden. Die Hindenburg nahm nie an größeren Gefechten teil.
Die beiden überlebenden Schiffe wurden mit dem Rest der Hochseeflotte in Scapa Flow interniert und versenkten sich am 21. Juni 1919 gleich den anderen Schiffen selbst. Ihre Wracks wurden in den 30er Jahren gehoben und verschrottet.
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Rißzeichnung der Derfflinger
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| Technische Daten |
Abmessungen
Verdrängung: 31.200 t
Gesamtlänge: 210,4 m
Länge (Wasserlinie): 210,0 m
Breite: 29,0 m
Tiefgang: 9,20 m
Besatzung: 1112-1182 Mann
Bewaffnung
30,5 cm L/50: 8
15 cm L/45: 12
8,8 cm: 12
50 cm Torpedorohre: 4
Panzerung
Deck: 30 mm
Gürtel: 300 mm
Kommandoturm: 300 mm
Türme: 270 mm
Antrieb
Wellen: 4
Turbinen: 4
Typ: Marine
Leistung
Gesamtleistung: 76634 wps
Höchstgeschwindigkeit: 25,8 kn
Reichweite: 5600 sm bei 12 kn
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Die Daten stammen von der Webseite www.german-navy.de.
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| Autor |
Thema: Deutscher Schlachtkreuzer der "Derfflinger"-Klasse |
 | SMS Württemberg |
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Clan: xTNT
Postings: 10
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Wieder mal sehr gelungener Artikel. Ohne großes Drumrum. Die Daten sind sehr gut und die Bilder, bzw. die technischen Zeichnungen ebenfalls.
Glückwunsch
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Das deutsche Volk, es lebe in Ewigkeit, in guten wie in schlechten Zeiten.
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
Postings: 5411
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So gehört es sich auch für das architektonisch schönste Schiff dieser Epoche... 
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Ein Gemälde, daß die Derfflinger im Hafen 1918 zeigt. Im Hintergrund SMS Hindenburg.

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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | Makin |
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Clan: Kein Clan
Postings: 1198
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Das waren wirklich gute Schiffe, wie sich ja in der Skagarrak Schlacht heraus gestellt hat. Mich würde mal interessieren wie die Schlacht verlaufen wäre, wenn man damals die später nie fertiggestellten Schlachtkreuzer der Mackensen oder York-klasse gehabt hätte
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Kein Plan überlebt die erste Feindberührung. (Helmuth von Moltke)
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 | Asperagus |
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Clan: Kein Clan
Postings: 2747
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| Makin hat folgendes geschrieben: | | Das waren wirklich gute Schiffe, wie sich ja in der Skagarrak Schlacht heraus gestellt hat. Mich würde mal interessieren wie die Schlacht verlaufen wäre, wenn man damals die später nie fertiggestellten Schlachtkreuzer der Mackensen oder York-klasse gehabt hätte |
Da die Hochseeflotte die meiste Zeit über nur im Hafen lag, wohl recht wenig.
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 | Makin |
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Clan: Kein Clan
Postings: 1198
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Das stimmt auch wieder, aber wäre trotzdem interessant, man stelle sich vor die Invincible vergleicht is das genauso wie ein Käfer im vergleich zum Z4.
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Kein Plan überlebt die erste Feindberührung. (Helmuth von Moltke)
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 | Derfflinger |
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Clan: Kein Clan
Postings: 8
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Im gegensatz zur Hindenburg waren die Schiffe der Mackensen-Klasse (8 x 35 cm Geschütze) und ebenfalls die Ersatz-Yorck-Klasse (8 x 38 cm Geschütze) so gut konstruiert und gebaut, daß sie es mit jedem Schlachtschiff der alliierten hätten aufnehmen können. Hätten die Rohstoffreserven und vorallem die Arbeitskräfte ausgereicht, wären zumindest Mackensen, graf Spee, Bayern und Baden, eventuell noch Würtemberg und Sachsen an der Skaggerak-Schlacht beteiligt gewesen. Zumindest im ersten Teil der Schlacht (gefecht der SK-Verbände) hätte diese einen gewaltigen Vorteil für die deutschen gegeben, der allerdings im 2. teil der schlacht genauso verloren gegangen wäre (Crossing the T). die einzige Möglichkeit, das Blatt zu wenden war da, und zwar indem man nach der Kehrtwende zugleich den hinteren Teil de englischen Flotte umlaufen und somit einen T-Strich gezogen hätte.
Die Skaggerak-Schlacht ist deshalb nicht erfolgreicher verlaufen, weil die deutschen zuwenig Schiffe besaßen, sondern weil die Aufklärung fehlte und somit voll ins konzentrierte Feuer der englischen Schlachtlinie fuhr. Unter anderen Umständen hätte der erfolg der Schlacht für die deutsche Flotte größer sein können. Aber auch dies hätte an der strategischen Lage (Blockade Shetland - bergen) nichts geändert.
grüße
Derfflinger
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