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FL18 - Frontline18 .:. Eine kleine Geschichte des Ersten Weltkrieges

:: Eine kleine Geschichte des Ersten Weltkrieges ::

Eine kleine Geschichte des Ersten Weltkrieges

Die Vorgeschichte

Die Geschichte dieses Krieges begann eigentlich mit der Entstehung des Deutschen Reiches 1871. Durch sie war das beim Wiener Kongress nach der Niederlage Napoleons 1815 austarierte Gleichgewicht der europäischen Mächte ernsthaft beeinträchtigt worden: anstelle der vielen kleinen deutschen Staaten stand in der Mitte Europas plötzlich ein Koloß, wirtschaftlich und militärisch sehr stark und sehr bevölkerungsreich. Doch durch die kluge Politik Bismarcks mit einem weit vernetzten Bündnissystem, das sich gegen Frankreich richtete und Rußland und England umfaßte, blieb zunächst alles ruhig. Mit dem immer weiter ausgreifenden Imperialismus, in dessen Zuge die europäischen Mächte die Welt unter sich aufteilten, wollte aber auch Deutschland Schritt halten und betrieb unter dem jungen Wilhelm II. den Bau einer großen Flotte und den Erwerb von Kolonien, was es in Gegensatz zu England brachte. Auch mit Rußland entstanden Differenzen, so daß Deutschland bald von Ost und West eingekreist war und England zum Gegner hatte, es entstand eine Art Belagerungsmentalität. England und Frankreich vereinigten sich im Bündnis der "Entente", die 1904 gegründet wurde. Deutschland suchte sein Heil im "Dreibund" mit dem morschen Österreich und Italien. Die europäischen Staaten waren ungeheuer hoch gerüstet und sehnten fast den Beginn eines allgemeinen Krieges herbei, der es ihnen ermöglichen würde, ihre Machtbereiche und Kolonien auf Kosten der anderen auszudehnen.

In diese Situation platzt die Nachricht von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajewo am 28. Juni 1914 durch einen serbischen Terroristen wie eine Bombe. Österreich stellt Serbien ein unannehmbares Ultimatum, auf dessen fruchtloses Verstreichen die Kriegserklärung erfolgt. Daraufhin macht Rußland teilweise mobil, was von Deutschland seinerseits mit der Mobilmachung beantwortet wird. England versucht sich zunächst aus dem Krieg herauszuhalten, was auch für Deutschland von großem Interesse ist. Jedoch plant Deutschland bereits eine großangelegte Offensive gegen Frankreich, um es schnell niederzuwerfen und einen Zweifrontenkrieg möglichst zu vermeiden. Der Krieg gegen Frankreich wird am 3. August 1914 erklärt, am nächsten Tag beginnt der deutsche Einmarsch in Belgien, dessen Territorium zur Umgehung der französischen Befestigungen in Lothringen erforderlich ist. Daraufhin erklärt auch England Deutschland den Krieg.

Alle beteiligten Mächte rechnen mit einer kurzen Kriegsdauer, ein längerer Konflikt wird für unwahrscheinlich gehalten. Überall heißt es "Bis Weihnachten sind wir wieder zu Hause!" In allen Ländern ziehen die Menschen mit ungeheurer Begeisterung in den Krieg. Die Mittelmächte können dank ihrer territorialen Kompaktheit den Vorteil der "inneren Linie" ausnutzen und immer wieder Truppen von einer Front an die andere verlegen. Die Entente beherrscht hingegen die See und hat fast unerschöpfliche Rohstoffvorräte zur Verfügung, die den Mittelmächten im fortschreitenden Krieg immer mehr fehlen. Schwaches Glied in der Kette ist bei ihnen Rußland, das unzureichend ausgerüstet und durch politische Unruhen im Inneren im Gefolge der Niederlage im Japanisch-Russischen Krieg 1904/05 und der anschließenden gescheiterten Revolution geschwächt ist. Auch besitzt es kaum Industrie, die einen längeren Krieg mit Nachschub unterstützen könnte, und wird von den Mittelmächten mit einer Seeblockade belegt.

Das Jahr 1914

Die Deutschen rücken durch Belgien hindurch gegen Frankreich vor, das dem deutschen Ansturm nicht standhalten kann. Durch einen Fehler der Deutschen bei der Dislozierung ihrer Truppen können die Franzosen ihnen jedoch kurz vor Paris an der Marne eine Niederlage beibringen und ihren Vormarsch stoppen, die Front erstarrt für die nächsten vier Jahre im Stellungskrieg.

Währenddessen greifen die Österreicher Rußland an, erleiden aber eine schwere Niederlage und werden im Gegenangriff aus Galizien vertrieben. Rußland greift auch Ostpreußen an, erleidet aber gegen die zahlenmäßig weit unterlegenen deutschen Truppen bei Tannenberg eine verheerende Niederlage. Deutschland rückt im russischen Polen ein und kann den gegnerischen Vormarsch stoppen.

Die österreichischen Angriffe auf Serbien und Montenegro scheitern zunächst am starken Widerstand der Gegner, es laufen jedoch bereits Geheimverhandlungen für einen Kriegseintritt Bulgariens und der Türkei. Die Türkei tritt im November in den Krieg ein, um die Russen anzugreifen, ihre Offensive bleibt aber bald liegen.

Auf See jagen die britischen Flotten die in Übersee befindlichen deutschen Schiffe. Die deutschen Kolonien werden in ihrer Mehrzahl schnell besetzt, nur Kamerun, Südwestafrika und Ostafrika leisten Widerstand, Kioutschau fällt nach längerer Belagerung durch die Japaner. Das ostasiatische Geschwader unter Admiral Graf Spee vernichtet bei Coronel in Chile ein englisches Geschwader, wird aber seinerseits von einem britischen Verband bei den Falklandinseln vernichtet. Das deutsche Mittelmeergeschwader tritt in türkische Dienste und nimmt, als die Türkei auf deutscher Seite in den Krieg eintritt, weiter am Krieg im Schwarzen Meer teil. Die Briten blockieren die Eingänge zur Nordsee und zur Adria und schneiden Deutschland und Österreich-Ungarn vom Welthandel ab.

Das Jahr 1915

An der Westfront versuchen die Franzosen, die vorgeschobenen deutschen Stellungen in der Champagne einzudrücken und die Invasoren zu vertreiben, scheitern aber am starken deutschen Widerstand und den guten Verteidigungsmöglichkeiten, die Artillerie und Maschinengewehr bieten. In diese Zeit fallen auch die ersten Gasangriffe, die Deutschen trachten mit Hilfe der neuen Waffe an den Kanal vorzustoßen. Die Wirkung ist verheerend, kann jedoch wegen mangelnder Vorbereitung nicht ausgenutzt werden, und schon bald kopiert die Entente das neue Kampfmittel.

Im Osten gelingt es den Mittelmächten, sich gegen die russische Übermacht durchzusetzen und große Teile Polens zu erobern. Auch Teile Galiziens können zurückerobert werden. Die österreichisch-ungarische Armee leidet allerdings unter Auflösungserscheinungen, weil viele slavische Soldaten nicht für den Kaiser kämpfen wollen, sie laufen in großem Stil zu den Russen über. Die Russen sind zwar zahlenmäßig deutlich überlegen, leiden jedoch unter mangelnder technischer Ausrüstung und zu wenig Nachschub, auch an Munition. Hunderttausende ihrer Soldaten werden getötet oder gefangen oder geben einfach auf, der Mangel an Nachschub und Munition nimmt immer dramatischere Züge an.

Im Mai 1915 tritt Italien auf Seiten der Entente in den Krieg ein und wirft sich in mehreren erfolglosen Offensiven gegen die Österreicher. Die Front bewegt sich bis 1917 kaum, obwohl die Österreicher zahlenmäßig deutlich unterlegen sind. Aber die durch das Gebirge geschaffenen Abwehrmöglichkeiten sind zu günstig, die italienischen Angriffe schlagen nicht durch.

Auf dem Balkan tritt Bulgarien auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg ein und zerschlägt zusammen mit Österreich und Deutschland Serbien, die serbische Armee wird aus ihren Land vertrieben. Fast der ganze Balkan ist jetzt in der Hand der Mittelmächte. Unter Bruch der griechischen Neutralität landeten Briten und Franzosen Truppen in Saloniki, um die Serben nicht völlig zusammenbrechen zu lassen, und erhalten die Balkanfront am Leben.

Die Briten versuchen eine amphibische Operation auf Gallipoli durchzuführen, mit dem Ziel, Konstantinopel zu erobern und mit der Kontrolle von Dardanellen und Bosporus den Seeweg nach Rußland zu öffnen, um dem bedrängten Zarenreich Unterstützung zukommen lassen zu können. Jedoch läuft sich der Angriff schon bald unter hohen Verlusten an den türkischen Stellungen fest, und Gallipoli wird nach einigen Monaten wieder geräumt, der Angriff auf die Dardanellen ist gescheitert. Britische Angriffe im Irak scheitern am zähen türkischen Widerstand, im Gegenangriff bringen die Türken ihnen schwere Verluste bei.

Auf See kommt es zu für die Deutschen verlustreichen Gefechten in der Nordsee, der U-Bootkrieg gegen Großbritannien beginnt. Ihm fällt auch der Luxusliner Lusitania zum Opfer, der auch viele amerikanische Staatsbürger transportiert und deren Tod einer der Gründe für den Eintritt der USA in den Krieg im Jahr 1917 ist - wobei vermutet wird, die britische Admiralität habe das Schiff den Deutschen genau vor die Rohre gelotst, um eben das zu erreichen. Bei der Dardanellenunternehmung der Entente fallen viele ihrer Kampfschiffe deutschen und österreichischen U-Booten, Landartillerie und Minen zum Opfer.

Erstmals finden in größerem Ausmaß Luftkämpfe statt, die Luftwaffen mausern sich von bloßen Beobachtern immer mehr zu einer selbständigen Teilstreitmacht. Die ersten Kampfflugzeuge erscheinen und unterstützen die Aufklärer bei ihren Einsätzen, Luftschiffe und Bomber fliegen die ersten Bombenangriffe. Gegen Ende des Krieges ist die Luftwaffe aus keiner Armee mehr wegzudenken. Die Luftüberlegenheit schwankt durch die technischen Neuentwicklungen immer wieder hin und her, wird aber zum Ende des Krieges wegen ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit durch die Entente errungen.

In diesem Jahr muß sich Deutsch-Südwestafrika der südafrikanischen Übermacht beugen, auch Kamerun hält nur bis Januar 1916. Jetzt leistet nur noch Deutsch-Ostafrika Widerstand und hält sich sogar länger als Deutschland selbst, die Schutztruppe kapituliert erst nach dem allgemeinen Friedensschluß.

Das Jahr 1916

Im Westen versuchen die Deutschen, die Franzosen mit massierten Angriffen auf die Festung Verdun "auszubluten", was allerdings in einer Niederlage endet. Jedoch sind die Bedingungen dort so hart, daß verschiedentlich französische Verbände meutern. Ein Angriff der Briten an der Somme bleibt unter schwersten Verlusten liegen, eine deutsche Gegenoffensive stellt den ursprünglichen Frontverlauf bald wieder her.

Im Osten versuchen die Russen, in massiven Angriffen die Österreicher und Deutschen aus Polen und Galizien zu vertreiben, was jedoch nach beträchtlichen Anfangserfolgen scheitert. Im Gegenzug gelingt es den Deutschen, noch weiter nach Osten vorzurücken.

Auf dem Balkan tritt Rumänien auf Seiten der Entente in den Krieg ein, wird jedoch durch eine kombinierte deutsch-österreichisch-bulgarische Blitzoffensive in kurzer Zeit fast völlig erobert.

Im Nahen Osten greifen die Engländer im Irak verstärkt an, die Türken müssen sich allmählich zurückziehen. Ein deutsch-türkischer Angriff auf den Suezkanal kommt kurz vor dem Ziel zum Stehen. Im Juni treffen die britische Grand Fleet und die deutsche Hochseeflotte in der größten Seeschlacht der Geschichte aufeinander. Den zahlenmäßig stark unterlegenen Deutschen gelingt es, sich der Übermacht der Briten zu entziehen und ihnen hohe Verluste beizubringen, auch durch die technische Überlegenheit ihrer Schiffe.

Der Mangel durch die Seeblockade macht sich in den Ländern der Mittelmächte allmählich bemerkbar. Es kommt zu Engpässen in der Nahrungsversorgung, verschiedentlich auch zu Hungerunruhen, Kriegsmüdigkeit macht sich breit - ähnlich ist es allerdings auch in Frankreich und England und vor allem Rußland. Dort kündigt sich die Revolution an, die politischen Ereignisse beeinträchtigen die Kampfkraft der russischen Truppen erheblich.

Das Jahr 1917

An der Westfront starten Franzosen und Engländer in Flandern große Offensiven, die die Deutschen unter beiderseitigen hohen Verlusten zum allmählichen Rückzug zwingen. Einer der Höhepunkte ist der erste große Panzerangriff der Geschichte, die Briten greifen mit 378 Tanks die deutsche Front bei Cambrai an, der Erfolg ist jedoch eher mäßig. Eine Herbstoffensive der Deutschen kann das verlorene Gebiet größtenteils zurückgewinnen. Mit dem Eintritt der Amerikaner in den Krieg erhalten die Ententestreitkräfte Unterstützung durch ihre Truppen.

Im Osten versuchen die Russen in einer letzten Offensive, die Eindringlinge zu vertreiben, scheitern jedoch schon bald. Im Gegenzug erobern die Deutschen und Österreicher das Baltikum, Galizien, Teile Weißrußlands und der Ukraine. In einer amphibischen Unternehmung besetzen die Deutschen auch die Ostseeinseln Dagö und Ösel. Die russischen Truppen brechen durch die in ihrem Rücken wütende Revolution, Mangel an Nachschub und Nahrung sowie die allgemeine Kriegsmüdigkeit bald völlig zusammen, die Mittelmächte diktieren den Frieden, die Verhandlungen beginnen im Dezember. Polen, die Baltenstaaten und Finnland werden unabhängig, Rußland scheidet aus dem Krieg aus, der Bürgerkrieg zwischen kommunistischen Sowjets und den konterrevolutionären Weißen beginnt. Die Deutschen unterstützen die nach Unabhängigkeit strebenden Balten und Finnen mit Truppen und Kriegsschiffen.

An der italienischen Front kommt zum ersten Male stärkere Bewegung in die Kämpfe. Die Mittelmächte können durch das Ausscheiden Rußlands aus dem Krieg starke Verbände an diese Front verlegen und drängen die Italiener durch Venetien zurück.

Auf dem Balkan tritt Griechenland auf Seite der Entente in den Krieg ein, die Angriffe der Orientarmee auf die Positionen der Mittelmächte scheitern jedoch.

Im Nahen Osten sind die Engländer auf dem Vormarsch. Es gelingt ihnen, Bagdad und Jerusalem einzunehmen, während die Türken mit dem von den Briten angezettelten Araberaufstand zu kämpfen haben. Auf See beginnt Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg, jedes England ansteuernde Schiff wird Freiwild für die immer erfolgreicheren deutschen Boote, die England schwer zu schaffen machen. Das ist einer der Gründe für den Kriegseintritt Amerikas im April auf Seiten der Entente. Die Engländer führen das Konvoisystem ein, das die Verluste durch den U-Bootkrieg deutlich senken hilft.

Der allgemeine Mangel und die Kriegsmüdigkeit bei den Mittelmächten nimmt immer mehr zu, auch geraten sie in Hinsicht auf Ausrüstung und Nachschub gegenüber der Entente immer mehr ins Hintertreffen. Die britische Blockade ist dabei das Haupthindernis, daß die Mittelmächte durch ihre Unterlegenheit zur See nicht beseitigen können.

Das Jahr 1918

Im Westen stehen den Deutschen mit dem Zusammenbruch Rußlands erheblich stärkere Truppen zur Verfügung, die mit mehreren aufeinanderfolgenden Großoffensiven versuchen, Frankreich zu zerschlagen. Jedoch reicht mit dem Eintreffen der Amerikaner und dem mangelnden Nachschub ihre Kraft dazu nicht mehr aus, sie werden einmal mehr kurz vor Paris gestoppt. Die alliierten Gegenoffensiven treiben die erschöpften Deutschen vor sich her und bringen ihnen schwere Verluste bei, so daß die Heeresleitung sich genötigt sieht, um Waffenstillstand nachzusuchen, um eine Katastrophe zu vermeiden.

Im Osten flammen die Kämpfe noch einmal auf, Deutschland unterstützt die Loslösung der Baltenstaaten und Finnlands von Rußland mit Truppen und Kriegsschiffen. Die Sowjetregierung unterzeichnet den Friedensvertrag von Brest-Litovsk.

In Italien scheitern die Offensiven der Mittelmächte nach einer letzten Kraftanstrengung, ihre Reserven sind verbraucht. Die Gegenoffensive der Italiener scheitert, jedoch ziehen sich die Angreifer auf die Landesgrenzen zurück, ihre Kraft ist erschöpft. Österreich schließt im November Waffenstillstand mit Italien.

Im Nahen Osten gelingt es den Türken, die Engländer im Irak bei Mossul zu stoppen. Dafür fallen Syrien und Palästina in britische Hände. Die durch Rußland besetzten Gebiete Armeniens und das Kaukasusgebiet werden nach dem Frieden von Brest-Litovsk von den Türken besetzt.

Auf dem Balkan gelingt es der Entente, durch großangelegte Offensiven Bulgarien und die Türkei zum Waffenstillstand zu zwingen. Dadurch wird die Lage auch für für Deutschland und Österreich unhaltbar.

Auf See nehmen die Erfolge der deutschen U-Boote durch die verbesserte Abwehr der Entente immer mehr ab, die Verluste der Deutschen dagegen wachsen. In der Ostsee unterstützt die Flotte die um ihre Unabhängigkeit ringenden Balten und Finnen im Kampf gegen die Sowjets. Im Oktober soll die Hochseeflotte noch einen letzten Vorstoß gegen England unternehmen, der von vielen als Selbstmordaktion angesehen wird. Die Matrosen meutern, und der Aufstand weitet sich zur Revolution aus, die das Kaiserreich zerbrechen läßt, die Republik wird in Deutschland ausgerufen. Im weiteren Verlauf können sich die gemäßigten Kräfte durchsetzen, die kommunistischen Aufständischen werden von der Reichswehr und den rechtsgerichteten "Freikorps" niedergekämpft.

Friedensschluß und Nachspiel

Aufgrund fortgesetzter Niederlagen und völliger Erschöpfung ihrer Mittel müssen die Mittelmächte um Frieden bitten. Die Bedingungen des Friedensvertrages von Versailles sind hart: Deutschland wird als am Kriege Alleinschuldiger erklärt und verliert den Korridor und Oberschlesien an Polen und Elsaß-Lothringen an Frankreich sowie Nordschleswig an Dänemark, Eupen-Malmedy an Belgien und das Memelgebiet an Litauen, zudem muß es alle Kolonien abgeben. Es muß alle Kriegskosten begleichen, die Raten sollen bis in die 80er Jahre gezahlt werden. Deutschland darf keine Luftstreitkräfte und keine schweren Waffen mehr besitzen, die Flotte wird in Umfang und erlaubter Größe der Schiffe erheblich reduziert. Das Heer wird auf 100.000 Mann verkleinert, das Rheinland von den Franzosen besetzt, in der Nähe seiner Grenzen darf Deutschland keine Befestigungen bauen. Die deutsche Flotte soll an die Sieger verteilt werden, entzieht sich dem jedoch größtenteils durch Selbstversenkung in der Internierung in Scapa Flow 1919. Österreich-Ungarn zerfällt in viele kleine Staaten, der Kaiser wird zur Abdankung gezwungen. Die neue Vormacht auf dem Kontinent ist nun Frankreich, daß mit den neuen Staaten Mittel- und Osteuropas Bündnisse abschließt. Rußland wird zur Sowjetunion, die sich mit Hilfe einer rücksichtslos betriebenen Industrialisierungs- und Kollektivierungspolitik zur Großmacht aufschwingt.

Durch die harten Friedensbedingungen fühlen sich die Deutschen gedemütigt, der Krieg hat das Land auch wirtschaftlich ruiniert. Die neue Weimarer Republik findet niemals breite Anerkennung im Volk, Radikale wie Kommunisten, Deutschnationale und die aufstrebenden Nationalsozialisten betreiben offen ihre Zerstörung. Ein Grund dafür ist die sogenannte"Dolchstoßlegende", die von der Obersten Heeresleitung ausgestreut wurde: die siegreichen Streitkräfte seien von den republikanischen und sozialistischen Kräften durch Streiks und die Revolution um den sicheren Sieg gebracht wurden. Die Inflation von 1923 bringt viele um alle Ersparnisse, die Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 gibt der jungen Republik den Rest und ermöglicht den Aufstieg Hitlers, der allen alles verspricht. Mit einer weiseren und großzügigeren Friedenslösung nach dem Großen Krieg hätte sich das vielleicht verhindern lassen, so aber ist der Erste Weltkrieg auch die Keimzelle des Zweiten. Manche betrachten die Zeit zwischen 1914 und 1945 auch als eine Art neuen "Dreißigjährigen Krieg", mit einer Unterbrechung, in der es aber niemals wirklich friedlich war. Das Militärwesen hat grundlegende Umwälzungen erfahren, das Flugzeug, der Panzer und das U-Boot sind zu vollwertigen Waffengattungen geworden und sorgen für eine zunehmende Technisierung und Industrialisierung des Krieges, welche die alten Taktiken bald in Vergessenheit geraten läßt. Der Stellungskrieg und die Zeit der Schlachtflotten sind mit ihnen überwunden, die Grundlagen für die Schlachten des Zweiten Weltkrieges zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind gelegt. Der ungeheuer entbehrungsreiche Krieg hat eine ganze Generation geprägt und schafft ein neues Lebensgefühl, neue Kunst- und Kulturrichtungen der Moderne setzen sich durch und verdrängen die "gute alte Zeit". Tatsache ist, daß der Erste Weltkrieg die alte Welt des 19. Jahrhunderts untergehen ließ und die neue Welt des 20. Jahrhunderts heraufführte. Der Zweite Weltkrieg beseitigte die letzten Reste der alten Zeit und auch die Vormachtstellung Europas in der Welt, an ihre Stelle traten die Supermächte und ihre Machtblöcke. Die Schüsse von Sarajewo leiteten das Ende der alten Zeit ein und haben die heutige Welt mit geschaffen.


27. Oktober 2003 - 16:29
( Jagdpanther )

Deutsche Foren >> Kommentare > Eine kleine Geschichte des Ersten Weltkrieges
Antwort erstellen
 Autor Thema: Eine kleine Geschichte des Ersten Weltkrieges
Hokuto No Ken
28.10.2003 um 00:58 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 476

hmm jetzt kommts wieder! gut alles nochma gelesen zu haben!
 
Hokuto No Ken
28.10.2003 um 00:58 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 476

thx für die arbeit!
 
Die Bärtige
28.10.2003 um 13:41 QuoteProfileSend PM

Clan: -|PBF|- Funteam
Postings: 132

313. Panzerknacker Regiment "Murmler"
Danke an alle History-Leute für die Arbeit und die Präsentation hier. Es macht schon etwas aus, wenn man genau weiss, wie sich der 1. Weltkrieg in die Geschichte einfügt. Ich meine, nicht dass ich im Geschichtsunterricht darüber nichts gehört hätte, aber das ist schließlich schon mehr als 5 Jahre her. Man vergisst so schnell!
__________________
"Im Hafen sind Schiffe besser aufgehoben, aber dafür wurden sie nicht gemacht"
-Epiktet-

Member im PlanetBattleField (-|PBF|-) Funteam (Battlefield-Funteam)

Member im Fliegendes SuizidKommando (=FSK=) Funteam (Black Hawk Down-Funteam)

 
Hokuto No Ken
29.10.2003 um 00:51 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 476

und aus den ereignissen des WWI und der zeit direkt dannach erklären sich auch viele,viele geschehnisse in späteren zeiten!
 
Out$!der
02.11.2003 um 20:04 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 50

Exzellente Zusammenfassung über den 1.Weltkrieg
 
-Demon-
10.11.2003 um 08:21 QuoteProfileSend PM

Clan: 83.Infantrie Regiment
Postings: 482

Gar net mal so schlecht ! Finde ich gut das ihr, hier den WW1 auch näher bringt !
Ganz gute zusammen fassung !
weiter so ...
__________________

 
Prime Evil
15.10.2004 um 14:00 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 1

kleinere klugscheißerei meinerseits

gute übersicht, auch wenn man in dieser kürze natürlich nicht alles einbringen kann.

zur vorgeschichte: deutschland hat erst mobil gemacht, nachdem die russischen truppen bereits 4 tage in ostdeutschland einmarschiert waren. so viel zum thema, wer zwischen rußland und deutschland die ersten schüsse abgegeben hat und wer wen angegriffen hat

zur schlacht bei tannenberg: die war übrigens nie bei der stadt tannenberg, sondern ganz woanders, ich such das zur not noch mal raus, der kaiser hatte nur die geschichtsschreiber gebeten, es als die schlacht bei tannenberg zu bezeichnen, weil es da noch eine kleine scharte auszuwetzen gab, irgend so eine verlorene schlacht von 18hundertschlagmichtot

für alle interessierten bücherwürmer: http://images-eu.amazon.com/images/...03.LZZZZZZZ.jpg super buch, behandelt auch sehr ausführlich auf basis von international anerkannten frei zugänglichen quellen den 1. wk als vorgeschichte zum 2.wk.

zumindest die alleinige schuld deutschlands am ersten wk steht imho auf sehr wackeligen füßen, trotzdem zahlen wir bundesrepublikaner noch bis 2010 die reparationen aus dem ersten wk ab...
 
Jagdpanther
15.10.2004 um 14:25 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348

He's watching YOU...
Die verlorene Schlacht von Tannenberg, auf die du dich beziehst, war 1410, als die Armeen des Deutschen Ordens gegen die Polen unterlagen. Dieser Sieg wird heute noch von den Polen gefeiert... irgendwie auch traurig, daß man sich nicht vom Nationalismus alten Schlages lösen kann.
__________________
Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
Guy de Lombard
15.10.2004 um 15:19 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 850

Avez-vous vu le cacadu?
Oh ja, sicher ein Hauptproblem der EU, dass sich fast alle unsere Nachbarländer geschichtlich als Deutschlands Feinde identifizieren bzw. sich als Opfer Deutschlands darstellen müssen. Wann, dass wohl mal wieder abflaut ...
__________________
"Wer nicht am Trinken Freude hat, der ist ein Narr." Euripides

"Mit oder ohne sie würden gute Menschen gutes tun und schlechte Menschen schlechtes. Aber damit gute Menschen schlechtes tun, dafür braucht es Religion." - Steven Weinberg
 
De_little_Bubi
15.10.2004 um 16:13 QuoteProfileSend PM

Clan: 83.Infantrie Regiment
Postings: 310

So viele Männer für so wenig Land
ich glaub net das wir das noch erleben
__________________

 
Cold|Heat
15.10.2004 um 19:07 QuoteProfileSend PM

Clan: The Ameland Rockers
Postings: 983

Naja ich finde wir haben das doch alle schon erlebt. Früher war das wohl hundertmal schlimmer wie man das so hört.. ich z.B. hab das natürlich aber selbst nie mitgekriegt, da ich da noch zu jung war. Unser Verhältnis insbesondere zu Frankreich is doch nich schlecht und auch wenn die Polen mal hier und da aufmucken weil z.B. irgendwelche Typen von ihnen Gelder für ihre Vertreibung kassieren wollen (lol ja wer wollte denn den totalen Krieg?) nunja damit müssen wir halt leben. Die restliche Politik ist zwar auch meist kapitalistisch und egoistisch geprägt, aber nicht feindlich oder "Einmal Feinde immer Feinde". Das existiert nur noch in den (insbesonders deutschen) Köpfen mancher Leute, die sich auch z.B. nicht trauen etwas gegen Israels Politik (wohlgemerkt nicht gegen Juden) zu sagen, welche meiner Meinung nach definitiv nicht okay ist und das eben weil wir damals sehr unrühmlich agiert haben.

[Editiert von Cold|Heat am 15.Oct.2004 um 19:10]
__________________
Denn Mord, hat er schon keine Zunge, spricht mit wundervollen Stimmen.

- Ave Caesar, morituri te salutant! -
 
Jagdpanther
15.10.2004 um 19:32 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348

He's watching YOU...
Das Aufbauen gegenseitigen Vertrauens erfordert meiner Ansicht allerdings Entgegenkommen von BEIDEN Seiten. Es kann nicht angehen, daß die Deutschen immer nur fleißig Entschädigungen zahlen, während unsere osteuropäischen Nachbarn ihre eigenen Verbrechen (Vertreibung mit immerhin etwa 1-2 Millionen damit verbundenen Todesfällen, Annexion von etwa 1/3 des deutschen Territoriums) fein unter den Teppich kehren oder mit dem guten alten vae victis begründen! Wenn es jemals zu Freundschaft kommen soll, darf man auch erwarten, daß auch Polen, Tschechen und was weiß ich wer noch alles ihre Leichen aus dem Keller holen - wir haben in dieser Hinsicht bereits vorgeleistet. Es geht dabei überhaupt nicht um Entschädigungen oder gar die Rückgabe von Territorien oder Besitz - das würde erheblich mehr Probleme schaffen, als es löst. Aber auch die neuen Partner sollen bitte zugeben, daß sie auch keine Heiligen waren und ihr Maß an Verbrechen begangen haben. Dann hört vielleicht auch das ewige Gemecker wegen angeblich von uns zu zahlender Entschädigungen mal auf. Mit dem Besitz der Vertriebenen und einer ungeheuren Menge Land, komplett mit voller Infrastruktur, haben Polen und Tschechen bereits mehr als genug Kriegsentschädigung erhalten, denke ich. Der Verlust eines integralen Bestandteils deutschen Territoriums, die Vertreibung von über fünfzehn Millionen Deutschen, bei der viele Menschen unter elenden Verhältnissen zugrundegingen, und die Auslöschung von 700 Jahren deutscher Kultur- und Siedlungsleistung durch die Politik der Siegermächte (insbesondere Stalins) sind wohl auch etwas wert und sollten nicht unter den Tisch fallen. Das hat nichts mit Aufrechnung zu tun, sondern damit, daß alle Beteiligten offen auf den Tisch legen, was sie einander angetan haben. Das ist der Weg zu mehr Ehrlichkeit und zu einem unverkrampften Umgang miteinander, denke ich.

[Editiert von Jagdpanther am 15.Oct.2004 um 19:33]
__________________
Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
WiTaimre
15.10.2004 um 19:59 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 2

drachix
Hi :.)
Eine(r) von Euch postete:
@"zur schlacht bei tannenberg: die war übrigens nie bei der stadt tannenberg, sondern ganz woanders, ich such das zur not noch mal raus, der kaiser hatte nur die geschichtsschreiber gebeten, es als die schlacht bei tannenberg zu bezeichnen, weil es da noch eine kleine scharte auszuwetzen gab, irgend so eine verlorene schlacht von 18hundertschlagmichtot..."

- mein Vater war eben erst 1913 in Willenberg /Ostpr. in der Bahnhofs-Gaststaette geboren, daran schliesst sich ein lichter, weitläufiger Wald auf Sandboden. Als das russische Heer dort heranrueckte, weil man mit einer solchen H - aus Richtung Polen, flohen die Frauen mit den Kleinkindern eilig in diese Waelder - weil eine grosse Heeresmasse einfach gar nicht anders nach Ostpreussen hereinkann, wegen Suempfen, Jahreszeiten etc. - Es sei denn, die im Norden brechen durch, was ja geschah. Also die winzige Stadt wurde eifach umgerollt, etliches brannte ab, die Frauen mussten "herhalten", soweit sie nicht klug im Wald verschwunden waren, und "hinterher" nahmen die den Frauen immer die Unterwaesche weg, warum auch immer - nachher waren die Schuetzengraeben damit voll. (Nach dem 2.WK machten dieRussen das auch so, eigenartiger Ritus... - BÄH!)
- das war wohl "immer" so, so floh auch die Bevoelkerung Sued-Ostpreussens nach Kraeften davon - das hielt wiederum die Dt.Armee auf, weil sie dieselbe Strasse brauchten.

Zum Glueck war dann Willenberg trotzdem bald wieder frei - die Russen sassen da schon in Allenstein 30km noerdlicher oder so. Der General Samsonow wurde dan am Rande Willenbergs bestattet (heute poln. Wielbark) - er wurde dann noch im Krieg und noch vor der russ.Revolution auf Wunsch seiner Witwe nach Moskau verlegt.

also - das sogenannte "Tannenberg" muss man sich als Region gewaltiger Heeresausdehnung vorstellen, der Ort Hohenstein (heute poln.Olstynek) ist auch nur etwa 30 km weiter, westlich. Die Heere der Russen konnten in jenem sandigen Wals keine Aufstellung nehmen, aber den ganzen Wald drumherum einzukesseln war leicht machbar und passte grad zeitlich fuer die zur Weichsel strebende Dt.Armee, die geschlagen aus dem Norden zur Weichsel hin wollte, um wenigstens diese zu verschanzen.

Deshalb waren die ermlaendischen Ostpreussen so deprimiert, man sah in ihnen halbe Polen, die man nicht so zu verteidigen braeuchte, weil sie ja 1410 beim ersten "Tannenberg" an Polen fielen. Seinerzeit hatten sich Polen und Litauer uniert, sich die Mongolen-Russen dazugeholt und die Dt.Ordensheere voellig vernichtet ausser denen in der Marienburg, die der Belagerung mithilfe von Vitallien-Bruedern (Blockade-Brecher zu Schiffe) standhielten (erst waren die hilfreiche Schiffer-Initiativen, danach wurden sie raffig und dann wurden kurz nachher daraus die "boesen" mit Stoertebecker, die zur Nordsee flohen, nachdem sie als letzte Gute Tat die Dt.Ordensritter aus der Ostsee vertrieben.

Damals haetten die Polen-Litauer samt Mongolen-Russen ganz Ostpreussen kriegsueblich haben koennen, aber haben wie in Estland (Schlacht auf dem Peipussee) darauf verzichtet. Man braucht als Handels-Zone Reich doch einen Handelspartner aussen.

Jedenfalls nach der 1914-Schlacht schien Ostpreussen real zurueckgewonnen zu sein, nun maulten die Militaers aber darueber, dass das Volk durch sein Fluechten "beinahe" den Siegesmarsch aufgehalten habe - das brachte dann 1944 /45 die Tragoedie zustande, dass man dort nun nicht floh, als es wieder so weit war. Irgendein perfider Mit-Denker verfuegte dann die Grausamkeit, das Volk immer genau dann zur Flucht zu zwingen, wenn die Rote Armee die Gemarkung beruehrte (um diese nun derartig aufzuhalten, dass sie erst umwalzen, vom Weg schaffen, berauben, vergewaltigen, sortieren... man konnte sich so darauf verlassen - pfui! - und so kam es auch. Daran starb 1/3 der ganzen Bevoelkerung des Ermlands dann.

Menno, hier melden sich dauernd Programme und stoeren im Schreiben.
Ein andermal mehr.
mfG WiT :.)


__________________
((/*_*\)
mfG WiT :.)
... Euer "hochqualifizierter Universal-Dilettand" - oder so -
 
Jagdpanther
22.04.2005 um 15:47 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348

He's watching YOU...
Artikel noch mal leicht überarbeitet... da waren ein paar kleine Dreckecken, die es auszufegen galt.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
Jagdpanther
16.12.2005 um 04:05 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348

He's watching YOU...
Und nochmal generalüberholt.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
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