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| FL18 - Frontline18 .:. Die Grippeepidemie von 1918/19 |
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Die Grippeepidemie von 1918/19
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Das Jahr 1918 war nicht nur in politischer und militärischer Hinsicht ein ereignisreiches Jahr. Während in Europa der Erste Weltkrieg in den letzten Zügen lag und die politische Landkarte des Kontinents sich zu ändern anschickte, nahm die vermutlich tödlichste Pandemie seit der Schwarzen Pest Mitte des 14. Jahrhunderts ihren Anfang. Nach neueren Erkenntnissen war es ein Virus der Vogelgrippe, das mutierte und mit verheerender Wirkung auf den Menschen übersprang, das für die weltweite blitzartige Verbreitung der sogenannten "Spanischen Grippe" sorgte. Die ersten Berichte kamen aus Spanien, was der Krankheit ihren Namen einbrachte, jedoch glauben Wissenschaftler heute, daß die Epidemie in Kansas ihren Anfang nahm und mit amerikanischen Truppentransporten nach Europa und von dort aus in alle Welt übersprang. Die Seuche verbreitete sich in drei Schüben, die Anfang 1918, Ende desselben Jahres und 1919/20 um den Globus liefen und sowohl alle kriegführenden wie auch alle neutralen Staaten erfaßte. Besonders der zweite Schub des immer wieder mutierenden Virus war ungemein tödlich und raffte insbesondere junge Menschen in großer Zahl dahin. Insgesamt forderte die Pandemie in aller Welt in den ersten beiden Jahren Schätzungen zufolge 20 bis 50 Millionen Menschenleben. Zum Vergleich: der gerade zu Ende gegangene Krieg hatte insgesamt zehn Millionen Menschen das Leben gekostet.
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Grippekranke im US-Armeelager Funston, Kansas
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Von diesen enormen Opferzahlen entfielen allein fünf bis zwölf Millionen Menschen auf Indien, wo die Seuche am schwersten wütete. Aber auch Europa blieb nicht verschont, und die von Nahrungsknappheit und den Entbehrungen des Krieges geschwächten Menschen fielen der Krankheit in großer Zahl zum Opfer. Allein in Deutschland erkrankten zehn Prozent der Bevölkerung, und im ersten Jahr starben etwa 186.000 Infizierte. In den nächsten beiden Jahren erhöhte sich diese Zahl auf knapp 300.000. Rätselhafterweise starben nicht nur schwache Menschen wie Alte und Kinder an der Krankheit, sondern auch und in besonderem Maße junge, kräftige Menschen - das Durchschnittsalter der an der Krankheit Verstorbenen lag zwischen 15 und 20 Jahren. Zusammen mit den 1,8 Millionen gefallenen Soldaten und etwa 750.000 infolge von Unterernährung Gestorbenen macht dies einen Verlust von fast zwei Millionen Menschen allein für das Deutsche Reich infolge des Krieges und der Seuche. In der Zeit von 1910 bis 1925 verringerte sich die Zahl der jungen Menschen in Deutschland durch diesen Aderlass um etwa 25 %.
Auch andere Länder wurden von der Epidemie erfaßt und viele Menschen starben. So überlebten in den USA etwa eine halbe Million Menschen die Krankheit nicht, in Frankreich waren es 96.000 und in Großbritannien 112.000, während Italien 500.000 Todesopfer zu beklagen hatte. Etwa 80% der amerikanischen Verluste im Ersten Weltkrieg gingen auf die Influenzaepidemie zurück. In den USA wurden Särge und Totengräber knapp, und Gesichtsmasken wurden an die Bevölkerung ausgegeben, um einer Ansteckung vorzubeugen. Etwa ein Viertel der Bevölkerung war angesteckt, und selbst Präsident Wilson litt während der Friedensberatungen zu Versailles an der Grippe.
Dabei blieb die Seuche zumindest in Deutschland weitgehend unbemerkt, und die staatlichen Stellen unternahmen kaum etwas gegen die immer weiter anschwellende Zahl von Neuinfektionen. Die Epedimie drang nicht ins Bewußtsein der Zeitgenossen ein, andere Ereignisse erschienen wichtiger. Immerhin wurden im weiteren Verlauf Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen. Die damalige Medizin hatte die für die Seuche verantwortlichen Viren gerade erst entdeckt und konnte noch keine Therapien anbieten, und bis heute gibt es kaum Medikamente gegen virale Krankheiten. Die Mediziner verwiesen die hohe Rate an Todesfällen auf die von den Ententemächten gegen Deutschland verhängte "Hungerblockade", welche zu einer allgemeinen Nahrungsmittelknappheit bei den Mittelmächten geführt hatte. Tatsächlich starben, wie bereits erwähnt, aber nicht nur geschwächte Personen, sondern auch solche in gutem Allgemeinzustand.
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Menschen mit Atemmasken zur Schutz gegen Infektion in den USA
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Seit der Grippeepidemie von 1918/19 hat es mehrere weltweite Pandemien gegeben, etwa in den Jahren 1957 und 1968, die aber bei weitem nicht so tödlich ausfielen wie die berüchtigte Spanische Grippe. Was dieser besonderen Abart der Influenza ihr besonderes Potential verlieh, ist bis heute nicht geklärt, und die Gesundheitsorganisationen überall auf der Welt warnen vor einer möglichen neuen Seuche dieser Art in den nächsten Jahren, welche bei der heutigen starken Vernetzung der Welt durch internationalen Luftverkehr wohl erheblich schneller und heftiger auftreten würde als ihr Vorgänger und wiederum Millionen Opfer fordern könnte. Ausbrüche von Krankheiten wie SARS und Vogelgrippe in den letzten Jahren haben, besonders in Südostasien, diese Möglichkeit deutlich vor Augen geführt, insbesondere als SARS bis nach Amerika und Europa weitersprang und nur mit Mühe eingedämmt werden konnte.
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| Autor |
Thema: Die Grippeepidemie von 1918/19 |
 | Kaiserjäger Goldi |
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Clan: [BEF]
Postings: 6163
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warum hat die seuche geendet? einfach so?
ansonsten toller artikel
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 | nA |
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Clan: 0
Postings: 3500
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Penecilin vllt !? Kenn mich mit Medizin net aus aber ich glaub dass des nur gegen Bakterien is oder??
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 | Ernst Friedrich |
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Clan: [DFA] Death From Above
Postings: 363
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Ich bin zwar kein Seuchenmediziner, aber ich geb trotzdem mal meinen Senf dazu:
So eine Grippe läuft sich irgendwann einfach tot, weil die Leute, die sie befallen hat entweder gestorben sind, oder überlebt haben und Resistenzen gebildet haben. Viele Leute trifft die garnicht, weil sie aus irgendwelchen Gründen schon resistent sind, oder nicht in Kontakt mit Personen gekommen sind, die den Virus in sich tragen.
Heutzutage werden solche Grippe-Epedemien mehr oder minder erfolgreich verhindert, indem schnell mit dem aufgetretenen Grippe-Erreger geimpft (also die Leute Resistent gemacht werden) wird, wenn irgendwo ein neuer Grippe-Erreger autaucht.
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Penicillin nützt gegen virale Erkrankungen gar nichts, weil Viren nicht darauf ansprechen. Damit kann man allenfalls bakterielle Sekundärinfektionen angehen, die im Windschatten der viralen Erkrankung auftreten, gewissermaßen Trittbrettfahrer, die die Tatsache nutzen, daß das Abwehrsystem beschäftigt ist.
Gegen virale Erkrankungen ist bis heute kein Kraut gewachsen, es gibt nicht ein einziges Medikament, das zuverlässig Viren bekämpft. Alles was man heute machen kann, sind unterstützende Maßnahmen für das Abwehrsystem. Die Gentechnik wird hoffentlich eines Tages dahinterkommen, noch so ein Grund nicht grün zu wählen .
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | Kaiserjäger Goldi |
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Clan: [BEF]
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aber (ich könnte mich jetzt irren)
aber zerstört antibiotika ned die zellwände der
vieren
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 | Radetzky |
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Clan: european.Xtreme.elite
Postings: 570
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das terstört die zellwände von bakterien.
Viren sind im prinzip tote viecha, und wie willst du tote zum Sterben bringen?! Viren san so gefährlich, da ,wie gesagt, sie nicht "leben" aber trotzdem ihr Erbgut in unseres einbaun können und sich dadurch vermehren bzw unsre Zellen zerstören
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Austriae est imperare orbi universo
Motto einer Österreichischen Minensucheinheit im Kosovo:
"Wer suchet der findet, wer drauftritt verschwindet."
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 | nA |
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Clan: 0
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Deshalb kann man leider auch nicht AIDS wirkungsvoll bekämpfen.
Antibiotika zerstört zwar net die Viren aber deine Verdauung. Kriegste Scheisserei von
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 | Kaiserjäger Goldi |
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Clan: [BEF]
Postings: 6163
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ups danke radetzky hab mal wieder viren und
bakterien verwechselt 
[Editiert von Kaiserjäger Goldi666666 am 12.Feb.2006 um 15:34]
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 | HJvK |
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Clan: 0
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Hmm,
Das ist etwas neues fur mich, es ist schade das ich diese dingen nicht an der schule lern...
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Deswegen hast du ja uns... 
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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