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| FL18 - Frontline18 .:. Die deutschen Kolonien - Deutsch-Ostafrika |
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Die deutschen Kolonien - Deutsch-Ostafrika
Vorgeschichte
Deutsche Firmen waren im 19.Jahrhundert auch in Afrika tätig geworden, um ihren Einfluss zu mehren. Im Bereich Ostafrika wurde Sansibar zum Hauptanlaufpunkt der hanseatischen Schiffe. Sansibar gehörte zu dem damals mächtigsten arabischen Sultanat Oman und wurde 1856 in einen afrikanischen und einen arabischen Teil gespalten. Der 1870 zum Sultan gekührte Seyid Bargasch ben Siad war den Engländern feindlich gesinnt, da diese sich gegen den dortigen Sklavenhandel stellten und Sansibar als ihr Interessensgebiet betrachteten.
Im Jahre 1875 bat er das Deutsche Reich aus Sorge vor der britischen Annexion, sein Land unter kaiserliches Protektorat zu stellen, was aber von der deutschen Regierung abgelehnt wurde. Der deutsche Handel mit Sansibar war in den Siebzigern sehr aufgeblüht und betrug das dreifache des englischen. Die Initiative zur Gründung einer deutschen Kolonie kam aber nicht aus Handelskreisen, sondern von Dr. Carl Peters, der eigens hierfür 1884 die "Gesellschaft für deutsche Colonisation" (G.f.d.C.) ins Leben rief mit dem Ziel, Ackerbau- und Handelskolonien zu gründen und hierfür das Kapital zu beschaffen. Der Name Peters ist allerdings der mit Abstand umstrittenste Name in der deutschen Kolonialgeschichte. Trotz seiner Antriebskraft bei der Gründung Deutsch-Ostafrikas waren seine konquistadorischen Methoden und seine rücksichtslosen und machtmenschlichen Züge immer höchst umstritten. Seinen Zielen musste sich alles unterordnen, was besonders die Afrikaner mit rüden Methoden zu spüren bekamen. Auch Bismarck nahm Abstand von seinen Praktiken. Aufgrund eines Disziplinarverfahrens wurde Peters 1895 aus dem Reichsdienst entlassen. Er unternahm 1884 eine Expedition, um das ostafrikanische Hinterland zu erforschen. Diese oblag strengster Geheimhaltung und war ohne Reichsschutz durchgeführt worden, um nicht mögliche Konkurrenten aufhorchen zu lassen. Peters gelang es, mit Häuptlingen Verträge zu schlie�en und Ländereien zu erwerben. Es glückte ihm auch, Bismarck dazu zu bewegen, hierfür einen Schutzbrief des Reiches auszustellen und ihm trotzdem fast uneingeschränkte Macht zu garantieren.
Der Sultan von Sansibar sah seine Handelsinteressen jetzt zunehmend gefährdet und vollzog eine Kehrtwende in seiner Politik, indem er sich mehr England zuwandte. Zum ersten Mal kollidierten hier britische und deutsche Kolonialinteressen, da die Briten den Suezkanal gefährdet sahen. Diese wurden aber in beiderseitigem Einvernehmen ausgeräumt, auch um sich nicht durch den Sultan gegeneinander ausspielen zu lassen. Dieser lenkte nun auch unter der Drohung deutscher Schiffe ein und erkannte 1885 den Anspruch der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (Nachfolger der G.f.d.C.) auf Gebiete in seinem Einflussbereich an. Trotzdem wuchsen im selben Jahr wieder die Spannungen zwischen den Mächten Deutschland, England und Frankreich über die koloniale Situation, weswegen eine
Kommission einberufen wurde, diese beizulegen. 1886 wurde dann schlie�lich die Interessensgrenzen zwischen England und dem Reich gezogen und vertraglich abgerundet, wobei der Sultan von Sansibar quasi entmachtet wurde. Auch Frankreich und Portugal traten diesem Vertrag bei, der zeigte, mit
wie viel Arroganz sich die imperialen Mächte gegen schwächere Länder
durchzusetzen wussten.
Entgegen der Politik Bismarcks, der kein Freund deutscher Kolonien war, trieb Peters seine Aktionen immer weiter und drang in britische, französische und italienische Interessensgebiete ein, was zwangsläufig zu Konflikten führte. Bismarck distanzierte sich immer weiter von Peters, um nicht seine eigene Au�enpolitik zu gefährden, die auf Entspannung zwischen den Gro�mächten angelegt war. 1888 kam es zu einem Araberaufstand gegen die Deutschen, der die ganze Ostküste gefährdete und einige Zeitgenossen schon
den Verlust der Kolonie fürchten lie�. Bismarck konnte eine multinationale Seeblockade gegen die Araber auf die Beine stellen, die als Kreuzzug gegen die Sklaverei deklariert wurde.
Hauptmann Hermann Wissmann wurde am 3.Februar 1889 zum ersten Reichskommissar für Ostafrika ernannt und direkt dem Reichskanzler unterstellt. Er hatte die Oberaufsicht über die Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft und wurde beauftragt, eine Kampftruppe aus afrikanischen Söldnern und eine Flotte aufzustellen. Wissmann war gerade unter den afrikanischen Kämpfern sehr beliebt, da er immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Bedürfnisse hatte. Am 8. Mai 1889 wurde der Angriff von Land mit der Einnahme eines arabischen Lagers eingeläutet. Innerhalb eines Jahres war der Aufstand von Wissmann niedergeschlagen und ihr Führer unter Mithilfe der Bevölkerung gefangen genommen und hingerichtet worden. Nun galt der Fokus dem Wiederaufbau der zerstörten Gegenden.
Der berühmte und damals umstrittene Sansibarvertrag wurde am 1. Juli 1890 unterzeichnet. Hierbei verzichtete das Deutsche Reich auf Witu und Sansibar zugunsten der Briten und erhielt im Gegenzug die Nordseeinsel Helgoland. Dieser Tauschhandel erntete viel Kritik im Reich, weil man meinte, zuviel für zuwenig gegeben zu haben. Auf der anderen Seite konnte die deutsche Marine jetzt allerdings über einen günstigen Hochseehafen verfügen und hatte alle kolonialen Spannungen mit Gro�britannien beigelegt. Später wurden auch noch mit Belgien und Portugal genaue Grenzziehungen zwischen den Kolonien getroffen.
Die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft hatte 1890 ihre Tätigkeiten nach der Niederschlagung wieder aufgenommen, war aber durch die erlittenen Verluste zu schwach, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Daher
musste das Reich die Verwaltung übernehmen und erklärte Deutsch-Ostafrika am 1. April 1891 offiziell zum deutschen Schutzgebiet. Als Hauptstadt wurde Daressalam aufgrund seines guten Tiefseehafens gewählt. Die ersten Amtshandlungen dienten der Erkundung des Hinterlandes, welche durch �berfälle von kriegerischen Stämmen erschwert wurden. Auch gab es heftige Auseinandersetzungen mit den alten Sultanen des Landes, die die endgültige deutsche Herrschaft nicht anerkennen wollten. Sobald ein Gebiet befriedet wurde, baute man eine Zivilverwaltung auf, die Daressalam zwar unterstellt war, aber weitgehende Vollmachten besa�. Auch blieben die vorhandenen sozialen Strukturen in vielen Gebieten weitgehend erhalten. Eingegriffen wurde hierbei nur soweit wie nötig, da eingesehen wurde das das ruckartige Aufdrücken eines europäischen Herrschaftssystems zu gro�en Konflikten führen würde. Um das Land verkehrstechnisch zu erschlie�en und militärisch abzusichern, baute man Dampferlinien auf den drei gro�en Seen des Landes auf. Auch der Bau von Eisenbahnlinien kam langsam in Fahrt, so wurde 1894 die erste 14 km lange Strecke zwischen Tanga und Pongwe eröffnet.
In Deutsch-Ostafrika hatten die Kolonialherren mit ganz besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die tropischen Bedingungen und die üppige Vegetation boten gute Möglichkeiten für Plantagen, das Hinterland war aber aufgrund seiner Unerschlossenheit und des ungesunden Klimas quasi nicht zu nutzen. Daher konnten nur im Norden Farmen effektiv gegründet werden. Auch die Viehzucht war durch die gefährliche Tse-Tse-Fliege nur eingeschränkt zu betreiben. Im Unterschied zu Deutsch-Südwestafrika gab es dicht besiedelte Landesteile, in denen wehrhafte Stämme den Eindringlingen energischen Widerstand leisteten. Auf die 384.000 Quadratkilometer verteilten sich rund 7.500.000 Einwohner. Durch den Sklavenhandel vor Ankunft der Deutschen war die Bevölkerung jedes Jahr in hohem Ausma� dezimiert worden, weshalb es eine der dringlichsten Aufgaben für die neuen Besatzer war, diesem Treiben ein Ende zu setzen.
Verschiedene wirtschaftliche Förderungsprogramme wie das Ansiedeln von Buren oder deutschstämmigen Russen, Zwangsarbeit und eine koordinierte Siedlungspolitik schlugen allesamt fehl und führten eher zu Spannungen mit den Einheimischen. Die Kolonie schaffte es nie, sich auf eigene wirtschaftliche Beine zu stellen und musste ihren Handel immer zu gro�en Prozentzahlen mit dem Mutterland abwickeln und von diesem hoch subventioniert werden. So brachte Ostafrika noch nicht mal die Hälfte seiner eigenen Ausgaben auf, obwohl die Kosten für die Schutztruppe schon vom Reich getragen wurden. Auch das Bevölkerungsgemisch machte es nicht leichter, die bestehenden Probleme zu lösen. Die Afrikaner hatten den Arabern nie die Sklaverei verziehen, und auch die Inder erfreuten sich keiner gro�en Beliebtheit. Eine besondere Förderung erhielt deswegen das Suaheli, eine leicht lernbare altarabische Sprache in lateinischen Buchstaben, deren Ursprung in Sansibar liegt. Mit dem Beginn des Imperialismus nahm die Sprache auch europäische Ausdrücke auf und afrikanisierte sich im Laufe der Zeit. Somit war für alle Parteien (Afrikaner, Araber, Inder, Deutsche) ein gutes gemeinschaftliches Kommunikationsmittel geschaffen.

Der Bahnhof von Tanger um 1908/09
Der Maji-Maji-Aufstand
Auch Deutsch-Ostafrika hatte während der Kolonialzeit mit gro�en Aufständen zu kämpfen. Neben dem Araberaufstand und dem Wahehe-Aufstand war die Maji-Maji Rebellion von 1905 ein schwerer Schlag für die Kolonie. Sie verfolgte das Ziel der Vertreibung der Kolonialherren, anders als in Südwestafrika war dies aber ein Massenaufstand einer heterogen zusammengesetzten Millionenbevölkerung und nicht einzelner Stämme. In Ostafrika einigten sich vorher nie verbündete Volksgruppen über alle politischen und sozialen Grenzen hinweg zu einer Allianz, die sich gegen alles Fremde stellte. Auch war hier im Unterschied zu anderen Erhebungen Aberglaube und Fanatismus der treibende Motor. Einzelne Personen verstanden es, die leichtgläubige Masse mit einer einenden Religion zusammenzufassen und gegen Deutsche, Inder, Araber, verfeindete afrikanische Stämme und Missionare aufzuhetzen. Die Ursachen lagen in dem Glauben, die traditionellen �berlieferungen gegen die neuen imperialistischen Kulturen verteidigen zu müssen und Gängelungen, Steuern und Missstände durch die deutschen Besatzer zu beenden.
Besonders die ungeliebte Hüttensteuer und die Zwangsarbeit auf den Baumwollfeldern machten es den Einheimischen leicht, sich mit der Rebellion zu identifizieren. Nicht umsonst brach der Aufstand zur Zeit der Baumwollernte aus. Somit hatte der Maji-Kult reichlich Anziehungskraft auf Unzufriedene, erreichte aber auch viele, die einfach ihre Kultur bedroht sahen, aber nicht unmittelbar von den Fremden umgeben waren. Die Brandherde lagen im Süden der Kolonie, besonders in Teilen in denen die Deutschen noch nicht vollständig etabliert waren. Der Name Maji leitet sich ab aus einer angeblichen Medizin, eine Art gesegnetes Wasser, die nach Verabreichung Sorgenfreiheit und Unverwundbarkeit hervorrufen sollte. Mit dem Schlachtruf "Maji-Maji" stürzten sich die afrikanischen Krieger auf ihre Feinde.
Die Deutschen sahen dies erst als lokale Rebellion an, bis sie sich des Ausma�es
bewusst wurden und entsprechende Gegenma�nahmen ergriffen. Es gelang ihnen, wichtige Sultane und Stämme durch Nichtantasten ihrer Strukturen loyal zu halten, was dem Aufstand viel Dynamik nahm. Die Rebellen erkannten schnell,
dass sie mit ihrer Bewaffnung im offenen Feld nicht viel Aussichten auf Erfolg hatten, und verlagerten ihre Aktivitäten nach verlustreichen Schlachten in den Guerilla-Krieg, um mit dem Anzünden von Plantagen und �berfällen für empfindliche Verluste zu sorgen. Bei gro�en Angriffen auf deutsche Lager und Städte erlitten die Rebellen hohe Verluste, denn neben Gewehren griffen viele immer noch mit traditionellen Waffen an. Auch bedrohten sie wichtige Städte und Militäreinrichtungen im ganzen Kolonialgebiet und zerstörten Dörfer von neutralen oder deutschfreundlichen Stämmen.
Trotz der vielen Erfolge der Rebellen war ihr Vorgehen insgesamt ineffizient, da es an führenden Persönlichkeiten und modernen Waffen fehlte. Daher war die Gefahr einer existenziellen Bedrohung für die Deutschen schnell gebannt, wenngleich die Lage für die Substanz der Kolonie bedrohlich war. Ziel war es, den Aufstand mit Hilfe von Askaris im Kerngebiet niederzuschlagen. Die Schutztruppe konnte die Kämpfe gegen gro�e feindliche Ansammlungen mit ihrer technischen �berlegenheit und geringen Verlusten für sich entscheiden und die Rebellen immer weiter demotivieren.
Die Einsicht, dass die Wundermedizin ihrem Anspruch nicht gerecht wurde, raubte dem Aufstand schlie�lich die ideologische Grundlage. Aufgrund der zahlenmä�igen Unterlegenheit der Deutschen und ihren Askaris allerdings gelang es ihnen selten, in eroberten Gebieten genug Männer zur Absicherung zurückzulassen, womit diese bald wieder den Rebellen zufielen. Durch die beiderseitig angewandte Strategie der verbrannten Erde mit der Zerstörung von Nahrungsspeichern und
Erntereifen Feldern waren Hungersnöte vorprogrammiert, die besonders die Kampfmoral der Aufständischen spürbar senkten. Im Oktober 1905 begann mit dem Angriff auf den Wangonistamm der grö�te und kraftraubendste Kampf. Bis zum April 1906 waren diese am Nyasasee eingekesselt und wurden am 21. April vernichtend geschlagen. Während im gesamten Aufstand wenig deutsche Verluste zu beklagen waren, hatten gerade ihre Gegner und die Zivilbevölkerung am meisten unter den Kämpfen zu leiden.
Anders als in Deutsch-Südwestafrika wurden keine Strafexpeditionen ausgeführt und das zerstörte Land wieder aufgebaut. Kleine Scharmützel gab es noch bis 1907, danach herrschte bis zum Kriegsausbruch eine vergleichsweise friedliche Stimmung.

Inspektion von Askaris in Daressalam vor dem Kriege
Die Lage bei Kriegsausbruch
Kurz vor Kriegsausbruch verfügte die Schutztruppe über 270 wei�e Offiziere und Unteroffiziere sowie ca. 4.600 Askaris. Dies war die reine Friedensbesatzung, die lediglich die Ordnung in der Kolonie garantieren sollte. Wegen des Kriegsfalls wurde noch einmal eine Aufstockung um 2.700 wei�e Reservisten, 500 aktive Marinemannschaften und 9.000 farbigen Askaris durchgeführt (später konnten weitere Truppen hinzugefügt und die Zahl der Askaris auf 12.000 erhöht werden).
Die Bewaffnung der einzelnen Soldaten lie� eher zu wünschen übrig. Viele Truppenteile verwendeten noch die rauchstarke "Jägerbüchse 71" und nur drei Kompanien waren mit modernen Waffen ausgestattet. Auch die Anzahl der Maschinengewehre und Geschütze, die wenn vorhanden meist kleinkalibrig waren, war eher gering und sie waren nur mit wenig Munition versehen. Lediglich ein Flugzeug stand den Verteidigern zur Verfügung, das vorher für Schauflüge eingesetzt wurde. Die Küsten und Grenzen waren nicht ausreichend gesichert gegen den erwartungsgemä� überlegenen Feind, ebenso verstreuten sich die 14 Feldkompanien über die ganze Kolonie.
Auch in Deutsch-Ostafrika musste man sich nach der Doktrin richten das der Kampf in den Kolonien nur sekundär sei und der Krieg in Europa entschieden werde würde. Es konnte hier aber auf natürliche Hindernisse wie den vier gro�en Seen im Westen zurückgegriffen werden, die strategisch äu�erst wertvoll waren und die Ausgangslage günstiger gestalteten als zum Beispiel in Kamerun. Allerdings gab es nur auf dem Tanganjikasee eine �berlegenheit an Schiffen, die anderen waren mit schwach armierten Dampfen versehen, die für den modernen Seekrieg nicht gerüstet waren.
Auch im Norden war durch das Kili-Massiv die Verteidigung vereinfacht und durch die anfängliche Neutralität Portugals die Südgrenze vorläufig gesichert. Die Hauptgefahr drohte aus Britisch-Ostafrika und durch die überlegene britische Flotte von See her. Die Briten ihrerseits waren aber ebenso wenig auf einen Krieg eingestellt und verfügten zu diesem Zeitpunkt nur über das Dreifache an Soldaten. Die deutsche Schutztruppe war hier bei den schweren Waffen anfangs sogar überlegen, womit die Briten die Bedrohlichkeit ihrer Angriffe nur an der Küste voll ausspielen konnten. Neben den für Europäer ungewöhnlichen Kriegsschauplatz gab es auch weitere Besonderheiten für sie. So waren die Askaris auf deutscher Seite nicht bereit zu kämpfen, ohne ihre Frauen in der Nähe zu wissen. Zudem waren auf beiden Seiten jeweils hunderttausende Farbige als Träger aktiv oder führten andere Hilfsdienste aus.
Bereits zu Friedenszeiten wurde auf deutscher Seite ein Mobilmachungsplan ausgearbeitet, der die Verteidigung mit Offensivstö�en vorsah. Als der Verteidigungsfall eintrat, kam es zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kommandeur der Schutztruppe Paul von Lettow-Vorbeck und dem Gouverneur Dr. Albert Schnee, die beinahe in einem völligen Zerwürfnis endeten. Lettow-Vorbeck wollte die Kolonie nicht um jeden Preis halten, sondern den Briten grö�tmöglichen Schaden zufügen und somit durch Bindung von gegnerischen Truppen den europäischen Kriegsschauplatz entlasten. Dabei sollte sich die Schutztruppe unter Entblö�ung der restlichen Kolonie am Kilimandscharo versammeln und auf Kenia vorgehen. Schnee hielt dies unter Betrachtung der eigenen Stärke für unmöglich und wollte eine innere Verteidigung des Schutzgebietes. Au�erdem war für ihn die Gefahr eines Bevölkerungsaufstandes zu gro�. Erst als Lettow-Vorbeck ihm strategisch entgegenkam, erklärte sich Schnee einverstanden.

Paul von Lettow-Vorbeck als Major der südwestafrikanischen Schutztruppe (ca. 1904-07)
23. August 2005 - 10:51 ( Team FL18 - Frontline18 )
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| Autor |
Thema: Die deutschen Kolonien - Deutsch-Ostafrika |
 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Artikel noch einmal leicht überarbeitet und Karte Ostafrikas hinzugefügt.
Und wo bleiben die Lobeshymnen? Der gute Vellern hat sich hier weiß Gott redliche Mühe gegeben, das wünsche ich honoriert zu sehen...
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | Gamma |
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 Moderator
Clan: Kein Clan
Postings: 5428
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Dann würde ich als erstes empfehlen die Absätze kleiner zu machen. Die Texte sind soooo lang.
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Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen!
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 | Vellern |
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Clan: The Ameland Rockers
Postings: 1943
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Danke für die Karte JP 
Sorry Gamma, aber dat is so ein komplexes Thema. Da macht eine verkürzte Fassung wenig Sinn 
Oder wir brauchen mal schnell 1000 Fotos 
[Editiert von Vellern am 09.Sep.2005 um 13:10]
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Nur der exzessive Konsum von Kyuss wird euch Frieden und Wohlstand bringen !
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 | ChrmChrm |
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Clan: 0
Postings: 186
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Also ich hab ihn gelesen, er war sehr interessant nur leider wären ein paar Absätze (oder 1000 Bilder ) wirklich nicht schlecht gewesen.
Jedenfalls ein sehr schöner Artikel.
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Friedrich II. der Große
König von Preußen (1712 - 1786)
Es heißt, daß wir Könige auf Erden die Ebenbilder Gottes seien. Ich habe mich daraufhin im Spiegel betrachtet. Sehr schmeichelhaft für den lieben Gott ist das nicht.
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 | Gamma |
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 Moderator
Clan: Kein Clan
Postings: 5428
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Vellern: darf ich mich mal an dem Artikel vergehen? Dann wirst du sehen was ich meine. Die Länge ist OK. Aber im Blocksatz ohne jeglichen Absatz ist der einfach so schwer zu lesen, das es nur wenige tun werden.
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Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen!
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 | Vellern |
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Clan: The Ameland Rockers
Postings: 1943
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Sehr gerne Gamma, ist wirklich ziemliche Textwüste !
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 | Cold|Heat |
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Clan: The Ameland Rockers
Postings: 983
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Schöner Artikel und Respekt vor der Mühe, die er sicherlich gefordert hat. Ich sollte mal häufiger auf den Verfasser schaun dann schrecken mich auch vielleicht nicht mehr längere Textzeilen ab .
Nur eine Frage... kurz vor dem Bild mit dem Zug heisst es: "Auch der Bau von Eisenbahnlinien kam langsam in Fahrt, so wurde 1894 die erste 14 km lange Strecke zwischen Tanga und Pongwe eröffnet." Im Bild darunter steht dann aber der Stadtname als "Tanger". Waren da deine Gedanken in jenem Moment gerade.... *hüstel* "woanders"? 
[Editiert von Cold|Heat am 09.Sep.2005 um 14:39]
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 | Gamma |
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 Moderator
Clan: Kein Clan
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Gründlich nachformatiert, Rechtschreibung umfassend korrigiert, Artikel auf 2 Seiten verteilt, wobei 4 wohl eher angebracht wären .
Ich hoffe du bist zufrieden Vellern.
Sehr geiler Artikel übrigens. Auch wenn ich das vom Ansatz her anders gelöst hätte.
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 | Cold|Heat |
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Clan: The Ameland Rockers
Postings: 983
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Gute Verbesserungen. Die kleineren Absätze sehen zwar leider nicht so gut aus wie die großen, aber ermöglichen es, besser den Überblick zu bewahren wo man gerade ist oder war. Und die Teilung auf zwei Seiten wirkt wohl ein wenig der "Abschreckung" entgegen, einen Ellenlangen Titel "auf einmal" durchlesen zu müssen.. bzw. wenn man erstmal angefangen hat und die wirklich spannende Geschichte mitverfolgt und zu dem Button "zur zweiten Seite" kommt, will man auch weiterlesen.
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 | Vellern |
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@Coldy: Die Bildunterschrift kam nicht von mir. Tanga ist definitv richtig, Tanger liegt in Marokko
@Gamma: Sieht so wirklich viel besser aus, vielen Dank. Und wie wäre dein Ansatz gelaufen ?
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 | Gamma |
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 Moderator
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Einleitende Fakten, das schon richtig so. Die Gefechte hätte ich temporär geordnet in einer Liste oder Tabelle. Wegens der Lesegemütlichkeit und der Übersichtlichkeit, aber vor allem wegens meiner Faulheit .
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 | Vellern |
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Mh, gut. Ich find es so besser. Nackte Fakten sehen halt "nackt" aus. Ausserdem können Zusammenhänge so besser erklärt werden. Und darauf sollte mMn größter Wert gelegt werden. Wobei es bei einfache Tabellen aufgrund der zahlreichen zeitlichen Überschneidungen auch unübersichtlich werden kann.
Aber jedem das seine. Dafür find ich deine Textanordnungen besser als meine 
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 | Cold|Heat |
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Clan: The Ameland Rockers
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Ich sehs so wie Vellern. So ist es generell lesegemütlicher. Gamma´s Version wär praktisch für alle, die schnell recherchieren wollen ohne lange Texte lesen zu müssen aber das ist ja glaube ich bei uns weniger oft der Fall.
Ideal wäre natürlich eine durch Flash erstelle Animation, die eine Karte zeigt, links erklärt was gerade zu jener Zeit passierte und dann anhand von Pfeilbewegungen optisch darstellt, welche Armeen sich wo verschieben und aufeinandertreffen und wie sich die Grenzen verschoben. Aber hey.. wer macht sich schon den Aufwand... ich finds sehr gut so wie es ist.
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 | ofw braam |
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Clan: The Ameland Rockers
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Sehr netter artikel.
Der gefällt mir sehr gut lieber ingo.
Wenn den der Kamp lesen würde wärste bestimmt sein darling schätzchen
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Tradition pflegen, heißt nicht Asche aufbewahren, sondern eine Flamme am Leben zu erhalten !
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