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Diese Klasse von Kleinen Kreuzern war Teil des Bauprogrammes von 1912 und umfasste zwei Schiffe; Wiesbaden und Frankfurt. Begonnen wurden sie 1913, ihre Fertigstellung verzögerte sich jedoch, weil nach Kriegsbeginn die Fertigstellung von Hochseetorpedobooten und der neuen Schlachtschiffe der König-Klasse vorgezogen wurden, deshalb gingen sie erst 1915 vom Stapel. Sie waren die ersten deutschen Kleinen Kreuzer, die von Anfang an mit 15 cm-Kanonen ausgerüstet waren, und folgten damit dem Vorbild der Briten, welche auf ihren Kreuzern bereits seit längerem 152 mm-Geschütze führten, die eine größere Reichweite und Durchschlagkraft als die bisher von den Deutschem verwendeten 105 mm-Kanonen hatten. In ihrer Konstruktion ähnelten sie sonst sehr der vorangegangenen Graudenz-Klasse, waren jedoch mit etwas stärkeren Maschinen ausgestattet, um die vorgesehene Geschwindigkeit trotz größerer Verdrängung halten zu können, was aber nicht ganz gelang. Diese Kreuzer waren ihren englischen Gegenstücken in jeder Hinsicht leicht überlegen – schneller, besser gepanzert und bewaffnet. Dafür gab es aber auch weniger von ihnen, und sie mussten fast immer mit einer Übermacht rechnen.
Beide Schiffe der Wiesbaden-Klasse wurden 1915 in Dienst gestellt und waren Teil der Aufklärungsstreitkräfte der Hochseeflotte. Sie nahmen als Teil der II. Aufklärungsgruppe an verschiedenen Vorstößen in die Nordsee teil, um Blockadebrecher einzubringen oder beschädigte Luftschiffe zu retten. Auch an der Skagerakschlacht waren beide Schiffe beteiligt, die Wiesbaden geriet dabei in schweres Feuer britischer Schlachtkreuzer und erhielt mehrere Artillerie- und einen Torpedotreffer, welche sie manövrierunfähig werden ließen. Sie wurde danach heftig von den Schiffen der britischen 3. Leichten Kreuzerschwadron, dem Zerstörer Onslow sowie den Panzerkreuzern Warrior und Defence beschossen und schwer beschädigt, blieb aber schwimmfähig und traf ihrerseits mit einem Torpedo das britische Schlachtschiff Marlborough, das manövrierunfähig wurde und fast verlorengegangen wäre. Im schweren Feuer fast der gesamten britischen Grand Fleet wurde die Wiesbaden völlig zusammengeschossen und versank in den Morgenstunden des 1. Juni 1916 mit 589 Mann, nur ein Heizer konnte von einem norwegischen Dampfer gerettet werden. Zu den Toten an Bord gehörte auch der deutsche Dichter Johann Kinau, besser bekannt als Gorch Fock, nach dem das Schulschiff der Bundesmarine benannt ist.
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Die Frankfurt überlebte die Schlacht und nahm im weiteren Verlauf des Krieges noch an mehreren Gefechten gegen britische Verbände und Aktionen in der Ostsee teil. Bei einem Gefecht während einer Aufklärungsmission im Skagerak am 16. November 1917 wurde sie mehrfach getroffen, konnte aber entkommen. Sie wurde nach dem Waffenstillstand in Scapa Flow interniert und versuchte sich zusammen mit den anderen Schiffen selbst zu versenken, konnte jedoch von den Briten in flaches Wasser geschleppt werden, so dass sie nicht verloren ging. Im Sommer 1921 wurde die Frankfurt an die USA übergeben und fand ihr Ende am 18. Juli 1921 auf hoher See bei Bombenzielübungen der amerikanischen Luftwaffe, wobei sie durch Bombentreffer versenkt wurde.
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