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| FL18 - Frontline18 .:. Britischer Zerstörer der "M"-Klasse |
 | :: Britischer Zerstörer der "M"-Klasse :: |  |
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Britischer Zerstörer der "M"-Klasse

HMS Mansfield, ein Schiff der "Hawthorne Leslie Special"-Ausführung
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Im Gegensatz zu den deutschen Torpedobooten waren die englischen Zerstörer eher auf defensive Aufgaben ausgelegt – sie sollten die eigene Schlachtflotte vor den Attacken der flinken und gefährlichen Torpedoboote schützen. Deshalb erhielten sie eine relativ starke Artilleriebewaffnung und nur relativ wenige Torpedos. Bei den Deutschen war dies genau umgekehrt: nur geringe Artilleriebewaffnung und dafür viele Torpedos. Dieser Unterschied in der Handhabung kleiner, schneller Torpedoträger resultierte auch aus den unterschiedlichen Stärken der Flotten: die Briten besaßen bei den schweren Schiffen eine starke Überlegenheit, und diese Einheiten waren gegen Torpedoangriffe sehr verwundbar. Die Deutschen hingegen besaßen weniger schwere Schiffseinheiten und versuchten deshalb, ihre Unterlegenheit durch die Torpedoboote auszugleichen, die den schweren Schiffen sehr gefährlich werden konnten. Die Briten verließen sich in Sachen der Seeüberlegenheit auf ihre vielen schweren Schiffe und sahen ihre Zerstörer nicht als Offensivwaffe an - ihre Aufgabe war es, die eigene Flotte vor den leichten gegnerischen Einheiten zu schützen.
Diese Klasse britischer Zerstörer wurde in den Jahren 1913-1914 auf Stapel gelegt und war ihren Vorgängern der L-Klasse sehr ähnlich. Lediglich eine Änderung der Rumpfform wurde vorgenommen, um die Schiffe auf höhere Geschwindigkeit zu trimmen, was einen Zuwachs von bis zu sechs Knoten brachte. Da die internationalen Spannungen immer mehr zunahmen, beschleunigte die Admiralität die Fertigstellung der Schiffe bis zu dem Punkt, an dem sie die Werften bedrängte, mit dem Bau schon zu beginnen, bevor die Verträge ausgehandelt waren. Bauplätze waren die Werften Thornycroft, White, Yarrow und Hawthorne Leslie.
Die ursprüngliche Planung sah für die Zerstörer der M-Klasse moderne Getriebeturbinen vor. Jedoch trafen die Testergebnisse der beiden Probebauten Leonidas und Lucifer (modifizierte L-Klasse-Zerstörer mit dem neuen Antriebssystem), nicht rechtzeitig ein, so dass man stattdessen normale Turbinen einbaute. Jede der vier Werften hatte bei der Erstellung der Boote weitgehend freie Hand, so dass sich einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Schiffen ergaben – das war bei der Royal Navy so üblich, um die Innovationsfreude der verschiedenen Werften nicht zu beschränken. Insgesamt wurden dreizehn Zerstörer dieser Klasse fertiggestellt. Vorgesehen waren eigentlich zwanzig, eine volle Flottille, jedoch reichte das Budget dieses Jahres für diese Zahl durch unerwartete Kostensteigerungen beim Bau der neuen Kreuzer der Arethusa-Klasse nicht mehr aus.
Das Typschiff Miranda lief im Mai 1914 in der Yarrow-Werft vom Stapel, die anderen folgten bis Dezember. Es zeigte sich, dass die Leistungen der Schiffe aufgrund der Unterschiede in der Konstruktion und bei den Antriebsanlagen recht erheblich voneinander abwichen, die Miranda war mit 33 Knoten das langsamste, die Minos mit 36 Knoten das schnellste Schiff. Insgesamt vier Typen konnten unterschieden werden:
„Yarrow Specials“ mit nur zwei Schornsteinen,
„Hawthorne Leslie Specials“ mit vier Schornsteinen,
„Thornycroft Specials“ mit drei hohen und sehr flachen Schornsteinen,
„Admirality designs“ mit drei recht kurzen Schornsteinen.
Die meisten Boote dienten 1914-17 in der Harwich Force im Ärmelkanal, lediglich 1916/17 wechselten vier Boote kurzzeitig zur Dover Patrol. 1917-18 gingen sie zur Mediterranean Fleet, um danach entweder zur Grand Fleet oder zur Dover Patrol zurückzukehren. Die Meteor wurde 1917 zum Minenleger umgerüstet und blieb dann bei der berühmten 20th Flotilla. Als Flottillenführer der M-Klasse fungierte während der meisten Zeit die Marksman aus der Lightfoot-Klasse. Kein Boot dieser Klasse ging im Kriegseinsatz verloren.
Die M-Klasse wurde nach Kriegsausbruch mit geringfügigen Modifikationen als „Repeat M-class“ zur Massenfertigung im Rahmen des Kriegsbauprogrammes ausgeschrieben. Die meisten der neunzig im Kriegsverlauf fertiggestellten Zerstörer wurden nach dem „Admirality design“ gefertigt. Alle dienten bei der Grand Fleet als Bestandteil der 11th, 12th, 14th und 15th Destroyer Flotilla.
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HMS Obdurate, die zur Repeat-M-class gehörte
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| Technische Daten |
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Die Daten gelten für die Ausführung "Admirality design", die wohl typischste Ausformung.
Abmessungen
Verdrängung: 1100 t (max)
Länge: 83,3 m
Breite: 8,1 m
Tiefgang: 2,6 m
Besatzung: 80 Mann
Bewaffnung
10,2 cm/45: 3
1-pdr Pom-Pom: 2
21"-Torpedorohre: 4 (2x2)
Antrieb
Wellen: 3
Turbinen: 3
Typ: Parsons
Leistung
Gesamtleistung: 25.000 wps
Höchstgeschwindigkeit: 34 Knoten
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| Hinweis: Herzlichen Dank an Parabellum für seine großartige Recherche!
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| Autor |
Thema: Britischer Zerstörer der "M"-Klasse |
 | heni2000 |
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Clan: Schweizer
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Das Schiff ist sehr schmal mit 8,1 m im vergleich zur länge!
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
Postings: 5411
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Das ist bei Zerstörern und Torpedobooten allgemein üblich: Je schmaler der Rumpf im Vergleich zur Länge, desto höher die Geschwindigkeit bei gegebener Antriebsleistung. Üblich war ein Verhältnis von ca. 10:1.
Größere Schiffe sind dagegen meist deutlich kürzer in Relation, weil bei ihnen ein Effekt zum tragen kommt, den man als sagging (='durchhängen') bezeichnet: Bug und Heck haben wesentlich weniger Auftrieb als das Mittelschiff, darum müßten sie eigentlich viel tiefer im Wasser liegen. Verhindert wird dies durch Längsspanten im Schiff. Je größer und schwerer nun das Schiff, desto höher sind die Zugkräfte, die die Längsspanten absorbieren müßten. Entsprechend tendieren große Schiffe dazu, im Verhältnis kürzer gebaut zu werden.
Bei gepanzerten Schiffen kommt noch dazu, daß ein längeres Schiff auch mehr Panzerung braucht. Deshalb wurde die Länge hier schon alleine aus Kostengründen etwas geringer gehalten.
Die britischen Dreadnoughts hatten im Schnitt ein L/B-Verhältnis von ca. 6,5:1, die Schlachtkreuzer ca. 7,8:1 und die Leichten Kreuzer ca. 9,3:1.
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Kann auch was damit zu tun haben, daß breite Schiffe ruhiger im Wasser liegen und eine stabilere Geschützplattform abgeben. Bei den kleinen Torpedoträgern ist das nicht so wichtig, wohl aber bei den großen Schlachtschiffen, die auf große Entfernung ihr Ziel treffen müssen.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
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Jup, hatte ich vergessen zu erwähnen.
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 | SMS Württemberg |
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Clan: xTNT
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Immerhin drückte eine Breitseite die Bismarck etwa 3m zur Seite. Viel Spaß mit 15m Breite.
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Das deutsche Volk, es lebe in Ewigkeit, in guten wie in schlechten Zeiten.
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
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Die Bismarck war allerdings auch im Verhältnis zu ihrem Gesamtgewicht erheblich schwerer bewaffnet als so ein Zerstörer, der nur drei 10,5 cm-Knallbüchsen mit sich herumschleppte und keine acht Monstergeschütze! Entsprechend wird bei dem erheblich geringeren Gewicht der Breitseite im Verhältnis zum Schiffsgewicht auch die Abdrift nicht so groß gewesen sein. Dazu kommt, daß bei den geringen Gefechtsentfernungen die Abweichungen nicht so ins Gewicht fielen wie bei einer auf 30 km abgefeuerten 38 cm-Salve.
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 | Asperagus |
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Clan: Kein Clan
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Nur eine Frage hätt ich zu dem Pott noch: Hatte der Über- oder Unterwasserrohre für seine Torpedos?
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
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Überwasserrohre. Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem Achterdeck die beiden doppelten Rohrsätze sehen, mit denen die Torpedos nach backbord oder steuerbord gefeuert werden konnten.
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
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Auf diesem Bild der Taurus ('R'-Klasse => Nachfolger der 'M'-Klasse mit 2 statt 3 Antriebswellen) sieht man die Zwillings-Torpedorohrsätze sehr gut. Die britischen Zerstörer hatten üblicherweise in jedem Rohr einen 21in Mk II oder Mk IV-Torpedo, Reservetorpedos wurden nicht mitgeführt.
Ein paar Daten zum 21in Mk IV:
Durchmesser: 53,3cm
Länge: 6,90m
Gewicht: 1.450kg
Sprengladung: 254kg TNT
Leistungsdaten: 3 Einstellung: 7.300m/35kn, 9.200m/29kn oder 12.400m/25kn
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 | Asperagus |
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Clan: Kein Clan
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Danke für die Information. Scheint wohl so, als fänden sich die Unterwasser-Torpedorohre wohl nur (?) bei den deutschen leichten Kreuzern, z.B. SMS "Emden" & SMS "Königsberg".
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
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Drehbare Torpedorohrsätze an Deck gab es auf Zerstörern, Torpedobooten und moderneren Kleinen Kreuzern. Großkampfschiffe und ältere Kreuzer hatten nur Unterwasserrohre (die sie auch nur selten einsetzten).
Die moderneren Kleinen Kreuzer (im englischen of als 'Light Cruisers' bezeichnet) hatten manchmal sowohl Rohrsätze an Deck, wie auch seitliche Unterwasserrohre, selten auch stattdessen fest eingebaute Überwasserrohre (z.B. Calliope-Klasse oder Chikuma-Klasse).
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