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FL18 - Frontline18 .:. Die "Paris-Geschütze"

:: Die "Paris-Geschütze" ::

Die "Paris-Geschütze"

Die Absicht: Granaten auf Dover

Im Herbst 1914 stellte die deutsche Oberste Heeresleitung angesichts des stürmischen Vormarsches in Richtung Ärmelkanal Überlegungen an, ob und wie man den englischen Hafen Dover von der französischen Kanalküste aus beschießen könnte. Die kürzeste Distanz lag mit etwa 33 km zwischen Kap Gris-Nez bei Calais und Dover. Als Schußweite waren demnach mindestens 35-40 km erforderlich. Angesichts der maximal 15 km Reichweite der Standard-Feldkanone 10 cm K 14 eine scheinbar abstruse Forderung!
Andererseits hatten Rechnungen für die neuen 38 cm-Kanonen der im Bau befindlichen Dreadnoughts der Bayern-Klasse beeindruckende 28 km Reichweite bei Verwendung spezieller Granaten und einer Rohrerhöhung von 45° ergeben. Inwieweit diese Rechnungen realistisch waren, wußte jedoch niemand, denn die Marine schoß aus technischen Gründen nur mit maximal 20° Erhöhung.

Daher wurde eine offizielle Anfrage an die Firma Krupp gestellt, wie man die Reichweite großkalibriger Marinegeschütze auf 35-40 km vergrößern könnte. Der Leiter der artilleristischen Abteilung von Krupp Professor Fritz Rausenberger schlug daraufhin vor, ein spezielles luftwiderstandsarmes Haubengeschoß mit dem firmeneigenen 35,5 cm-Experimentalgeschütz zu verschießen. Mit einer besonders starken Treibladung und 45° Erhöhung müßten so rechnerisch 39 km erreichbar sein.
Gesagt, getan: Am 21. Oktober 1914 bebte der Schießplatz der Firma Krupp in Meppen unter einem gewaltigen Donnerschlag, als die 35,5 cm-Waffe ihr Spezialgeschoß auf die Reise schickte. Doch das Ergebnis verblüffte selbst die Artillerie-Fachleute von Krupp, denn das Geschoß verschwand spurlos! Auf 40 km Länge waren entlang der voraussichtlichen Flugbahn Beobachter aufgestellt worden, und keiner konnte einen Einschlag vermelden. Erst Stunden später erfuhr man durch ein Telephonat, daß die Granate wiedergefunden worden war - nahe einem Dorf 49 km vom Schießplatz entfernt!

Eilige Berechnungen von Seiten der Firma Krupp ergaben, daß man offenbar den Gradienten des Luftwiederstandes in großen Höhen unterschätzt hatte, d.h. die Luftdichte war auf weiten Strecken der Geschoßbahn offenbar so niedrig gewesen, daß sie das Geschoß kaum bremste. Eine Erkenntnis die den Ballistikern vor dem Krieg weitgehend fremd gewesen war.
Entsprechend angepaßte Rechnungen für das 38 cm-Geschütz der Marine ergaben 38,7 km Reichweite bei 45° Erhöhung und Verwendung der entsprechenden Haubengeschosse. Somit wäre die ursprüngliche Forderung der OHL nach 35-40 km Reichweite als erfüllbar anzusehen gewesen, wäre nicht der deutsche Vormarsch mittlerweile weit vor Calais steckengeblieben und damit alle Vorraussetzungen hinfällig geworden...


Eines der Paris-Geschütze im Bau bei Krupp

Die Vision: Hundert Kilometer Reichweite

Die Geschichte hätte hier enden können, aber der überraschende Weitschuß vom 21. Oktober 1914 ließ Prof. Fritz Rausenberger und seinen Assistenten D. Otto von Eberhard nicht ruhen. Wenn schon beim ersten Testschuß 49 km erreicht wurden, was für Reichweiten ließen sich dann erst auf den neuen Erkenntnissen aufbauend erreichen?
Die beiden beabsichtigten, ein überlanges 21 cm-Rohr als Seelenrohr in ein größerkalibriges Rohr (zur Stabilisierung) einzubauen. Mittels entsprechnde starker Treibladungen hofften sie so, eine reguläre 100 kg-Granate auf bis zu 1.500 m/s Mündungsgeschwindigkeit zu beschleunigen. Voraussetzung war jedoch die Unterstützung der OHL, denn wegen der schwachen Geschosse konnte eine derartige Kanone höchstens als Demoralisierungswaffe, nicht jedoch als vollwertiges Geschütz angesehen werden. Diese Unterstützung erhielt Rausenberger schließlich 1917 von Feldmarschall von Hindenburg, jedoch unter der Bedingung, daß die Kanone wegen der unsicheren Frontlinien 120 km Reichweite haben sollte!

Diese Forderung ließ sich mit Mühe und Not auch noch realisieren, und im Herbst 1917 wurde schließlich das erste Geschütz fertiggestellt: In das reguläre 38 cm-Rohr eines Eisenbahn-Bettungsgeschützes vom System 'Langer Max' war ein 28 m langes 21 cm-Rohr eingebaut. An deren Mündung befand sich noch ein glattes Ansatzstück, genannt "die Tüte" von 6 m Länge (später auf 9 m verlängert), welches für den Transport abgenommen werden konnte. Um das überlange Rohr gegen Durchbiegung zu sichern, wurde auf seiner Oberseite noch ein Spannwerk aus Stahlseilen montiert. Die Pulverkammer des Seelenrohres war erweitert worden, um die regulären Kartuschen der 28 cm-Marinegeschütze aufzunehmen. Die Mündungsgeschwindigkeit einer 106 kg-Granate lag bei gigantischen 1.610 m/s!

Am 20. November 1917 war es schließlich soweit: Auf dem Marineschießplatz Altenwerder bei Cuxhaven wurde der erste Schuß abgefeuert. Die Geschoßbahn verlief über etwas mehr als 100 km parallel zur Küste über die Inseln Wangerooge, Norderney, Juist und Borkum. Die Versuche wurden bis zum 30. Januar 1918 fortgesetzt, und es wurden dabei mit 50° Erhöhung Mündungsgeschwindigkeiten von 1.645 m/s und Reichweiten von 126 km erzielt. Solche riesigen Reichweiten verlangten bei der Berechnung von Höhen- und Seitenrichtwinkel sogar die Berücksichtigung der Erdrotation und -krümmung!
Parallel dazu wurden die Geschosse stetig weiterentwickelt, denn als unerwartetes Problem trat eine enorme Rohrabnutzung mit jedem Schuß auf. Zum Ausgleich mußten die Zentrierringe jedes Geschosses jeweils ein bißchen dicker sein, als die des vorhergehenden: die Granaten hatten also eine strikt einzuhaltende Reihenfolge!
Die herkömmlichen Messing- und Kupfer-Führungsringe der Granaten hatten außerdem schon nach Durcheilen der halben Rohrlänge durch die Reibung so viel Spiel, daß es sich massiv auf die Zielgenauigkeit auswirkte. Daher ging man schließlich zu Stahlringführungen über.


Ein Paris-Geschütz in Feuerstellung

Der Einsatz: Ziel Paris

Nach Ewigkeiten des Experimentierens war es am 22. März 1918 schließlich soweit: Eine Batterie von drei neugebauten Wilhelmgeschützen (wie die Waffe auch genannt wurde) ging in der Nähe von Crépy in Stellung, um die 120 km entfernte französische Hauptstadt zu beschießen. Wegen der größeren Erfahrung mit Fernartillerie lag die Leitung der Batterie in Händen eines Marineoffiziers: Vizeadmiral Rogge, vormals Direktor des Waffendepartements im Reichsmarineamt.
Am 23. März 1918 um 7:15 Uhr fiel der erste Schuß gegen Paris, flog 121 km und explodierte mitten auf dem Place de la République! Trotz des eigentlich geringen Schadens war die moralische Wirkung gigantisch: Die Pariser Zeitungen spekulierten schon, das binnen fünf Monaten in der Stadt kein Haus mehr stehen würde.

Die Franzosen machten es den Deutschen jedoch nicht leicht: Da sie wußten, aus welcher ungefähren Gegend die Geschütze feuerten, setzten sie schon am folgenden Tag vier 30,5 cm-Eisenbahngeschütze in Marsch, die alle möglichen Feuerstellungen auf gut Glück abstreichen sollten. Der Erfolg war jedoch minimal, denn von über 1.000 Schüssen in den folgenden Wochen richtete keiner auch nur Splitterschaden an.
Dazu trug auch bei, daß eine große Zahl von Attrappen zur Verwirrung französischer Flieger in der Umgebung verteilt waren. Außerdem wurden gleichzeitig mit dem Abschuß eines der drei Paris-Geschütze jeweils auch immer etwa dreißig Batterien verschiedenster Kaliber in der weiteren Umgebung abgefeuert, um die Schall- und Lichtmeßeinheiten des Gegners zu verwirren.

Insgesamt verfeuerten die drei Paris-Geschütze von März bis August 1918 351 Granaten auf Paris, die 256 Tote und 620 Verwundete unter der Stadtbevölkerung forderten. Da die Geschützrohre nach etwa 65 Schuß ausgebrannt waren, mußte jede der Waffen im Laufe der Monate einmal neuberohrt werden.
Nimmt man noch das später zu Krupp nach Meppen verlegte erste Geschütz dazu, so wurden zusammen vier Lafetten und sieben Rohre gefertigt.


Die Bedienungsmannschaft eines Paris-Geschützes

Das Ende: Spurlos verschwunden

Als im August 1918 klar wurde, daß das Kriegsende bevorstand, wurden alle vier Wilhelmgeschütze zurückgezogen und bei Krupp zerschnitten und eingeschmolzen. Firmenunterlagen und die persönlichen Aufzeichnungen von Prof. Rauschenberger wurden beschlagnahmt und waren fortan unauffindbar. Die einmarschierenden Entente-Truppen fanden lediglich eine halbzerstörte Anschießlafette auf dem Schießplatz Altenwalde und drei 24 cm-Eisenbahngeschütze, deren Rohre aus den ausgeschossenen ersten Rohren der drei Paris-Geschütze von Crépy aufgebohrt worden waren, vor. Selbst eine Klage der Witwe Rauschenbergers nach dessen Tod 1926 förderte kein verwertbaren Unterlagen zu Tage.

Dennoch waren die Unterlagen und das Wissen nie verloren, denn im Zweiten Weltkrieg sollten sich die Alliierten erneut mit einem verbesserten Paris-Geschütz herumschlagen: Der K 12 [E]. Das ist jedoch eine andere Geschichte...


Trefferbild der drei Paris-Geschütze auf einer Karte von Paris
- Technische Daten -

Kaliber:

21 cm

Rohrlänge:

34 m mit 'Tüte',
28 m ohne 'Tüte'

Seitenrichtbereich:

360° mit Drehscheibenbettung,
123° mit eingesenkter Bettung

Höhenrichtbereich:

0° bis +55°

Geschützgewicht:

140 t

Geschoßgewicht:

106 kg

Treibladungsgewicht:

200 kg

Mündungsgeschwindigkeit:

1.645 m/s

Reichweite:

126 km

23. Mai 2004 - 14:53
( Parabellum )

Deutsche Foren >> Kommentare > Die "Paris-Geschütze"
Antwort erstellen
 Autor Thema: Die "Paris-Geschütze"
Vellern
02.06.2004 um 23:40 QuoteProfileSend PM


Clan: The Ameland Rockers
Postings: 1943

yo, das ist doch mal ein sauberer Einstieg
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Nur der exzessive Konsum von Kyuss wird euch Frieden und Wohlstand bringen !

 
BlackJack
03.06.2004 um 00:39 QuoteProfileSend PM


Clan: Kein Clan
Postings: 2735

mhh so nen geschütz könnte ich brauchen, dann kann ich endlich meinen bruder auf n mond schiessen
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Cold|Heat
03.06.2004 um 02:29 QuoteProfileSend PM

Clan: The Ameland Rockers
Postings: 983

Jules Verne lässt grüßen was? Netter Artikel
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Denn Mord, hat er schon keine Zunge, spricht mit wundervollen Stimmen.

- Ave Caesar, morituri te salutant! -
 
$ugarDaddy
03.06.2004 um 08:43 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 379

Sehr lesenswert!
Mal ein paar Fragen:-ist der Gradient der Höheneinstellung bei 45° der Optimalste, sprich schießt man damit am weitesten? (Balistiker unter euch?)
-wurden zu der Zeit schon erste Experimente mit raketengetriebenen Geschossen durchgeführt, oder fing das erst im WK2 an?
__________________

 
Kaiserjäger
03.06.2004 um 08:52 QuoteProfileSend PM

Clan: Kommando Sniper Feuersturm
Postings: 370

Man sieht aus wie ein Kran, ansonsten saubere Arbeit.
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Jedesmal wenn ich einen Engländer abgeschossen habe ist mein Jagdsinn für eine Viertelstunde besänftigt.
 
von Fuchs
03.06.2004 um 10:09 QuoteProfileSend PM

Clan: Jagdstaffel 99
Postings: 536

FuxX
45° ist unter optimalen Umständen (also ohne Reibung durch Atmosphäre, Wind etc.) der optimalste Winkel. In der Praxis ist das kaum anders.
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Hauptmann Daniel von Fuchs
Kommandierender Offizier
Jagdstaffel 99
 
Parabellum
03.06.2004 um 10:11 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

$ugarDaddy hat folgendes geschrieben:
- ist der Gradient der Höheneinstellung bei 45° der Optimalste, sprich schießt man damit am weitesten? (Balistiker unter euch?)

Wenn Du eine homogene Atmosphäre annimmst (für praktisch alle Geschütze eine gute Näherung) ist 45° der weitestreichende Schußwinkel.
Die "Paris-Geschütze" hatten aber so eine extrem hohe Flugbahn, daß die dünnere Atmosphäre in großen Höhen den Luftwiederstand merklich senkte und damit größere Reichweiten erlaubte. Daher wurde mit diesen Waffen üblicherweise mit Winkelbereich 50° bis 55° geschossen.

Um einen Eindruck von der Flugbahn zu bekommen, schau mal auf diese Skizze:



Zitat:
- wurden zu der Zeit schon erste Experimente mit raketengetriebenen Geschossen durchgeführt, oder fing das erst im WK2 an?

Klares nein!

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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
(EM)Lord_Vader
04.06.2004 um 14:19 QuoteProfileSend PM

Clan: Elite-Marines
Postings: 121

Sehr schöner Artikel.

Zumindest haben diese Geschütze, im Gegensatz zu Monstern wie der Dora, noch einen gewissen Nutzen gehabt (wissenschaftlich gesehen).

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“Selbst ein gutes Flugzeug mag einen schlechten Piloten nicht zu einem Ass machen. Ein schlechtes Flugzeug ist aber der Tod eines jeden Kriegers.”
 
Sentenza
04.06.2004 um 14:46 QuoteProfileSend PM

Clan: 0
Postings: 1344

eine flugbahn in einer höhe von 38 km....
manche heutigen "haubitzchen" schießen gerade mal so weit!!!

und das 1917/18....ich bin ziemlich beeindruckt!

kennt vl. einer von euch die doku über den kanonenforscher Gerald Bull (wird praktisch unendlich auf N24 wiederholt)?
der hat's geschafft, einen satelliten in den weltraum zu schießen, allerdings mit raketengranaten und über 50 jahre später....
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See the most beautiful jetfighter aircraft in action.

 
Wilmo
04.06.2004 um 14:57 QuoteProfileSend PM

Clan: Sturmfront-Kaarst
Postings: 2569

FCK
ja hab ich schon mal gesehen, mit den tollen kanonen ^^

[Editiert von Wilmo am 04.Jun.2004 um 14:57]
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Wir wissen, wo ein Krieg beginnt, aber wir wissen nicht, wo er endet - Otto von Bismarck

played for myChanges - BF2 EPS VII
 
Leibdragoner
04.06.2004 um 15:16 QuoteProfileSend PM

Clan: I.C.P.C.
Postings: 633

Was? kwl, wusst ich garnicht! Dachte immer des hätte nie jemand probiert was ins Weltall mit ner Kanone zu schießen/nur Fiktion vom alten Jules...
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heni2000
04.06.2004 um 16:05 QuoteProfileSend PM

Clan: Schweizer
Postings: 198

heni2000
höhö goil endlich etwas detailreicher als ich das ein mal geschrieben habe
heni2000 hat folgendes geschrieben:
hab eine Grosse Wumme gefunden aus WW1 das Pariser Gesütz

1. Weltkrieg - Deutschland:
"Pariser Geschütz":
Kaliber: 21 cm
Dabei wurde durch Einziehen eines Einlegerohres ein 38 cm-Geschütz auf 21 cm herunterkalibriert.
Geschoßgewicht 119 kg
Reichweite: über 90 km
Die Waffe verblüffte 1918 die Welt, als sie
119 kg schwere Granaten über eine Entfernung von mehr als 90 km auf Paris abfeuerte.
-

[Edit: heni2000 : 18.Dec.2003 - 19:09]


__________________



 
Parabellum
04.06.2004 um 16:27 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Naja, bis auf die etwas zu kurze Reichweite stimmte doch alles...
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Rommel
04.06.2004 um 16:37 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 260

Hm Die Waffe ist echt gut, da haben sich dir Franzosen sicher drüber "gefreut".

Aber auf dem Foto sind verdammt viele Leute, wieviel Leute waren es denn nun genau für so eine Artellerie?
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Stalin
The death of one man is a tragedy. The death of millions is a statistic
 
Parabellum
04.06.2004 um 18:01 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Wie hoch die genaue Bemannung war ist leider weder für das Paris-Geschütz noch für sein Gegenstück im 2.WK, die K 12 [E], überliefert.
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Kopernikus
04.06.2004 um 19:04 QuoteProfileSend PM


Clan: The Ameland Rockers
Postings: 2319

Was mich mal interressieren würde:

Wie haben die Schienen diese enorme Belastung eigentlich ausgehalten?
Erst die Masse des Geschützes und dann auch noch die Energie des Rückstoßes beim Abfeuern!
Waren da irgendwelche Stabilisierungsarbeiten an den Gleisen nötig?
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NOCKZ
04.06.2004 um 20:33 QuoteProfileSend PM

Clan: Anti - Clan
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Punk's not dead ! :|
das wird wohl für immer ein geheimniss bleiben

Ich denk mal das so wie ein heutiger modernen kran war, also mit stützen rechts und links....aber 38 km höhe...da braucht man schon echt "kraft" und der rückstoß muss demnach ENORM sein...
__________________
Früher oder später sterben wir alle - ihr früher, ich später ;-)
 
Kopernikus
04.06.2004 um 20:37 QuoteProfileSend PM


Clan: The Ameland Rockers
Postings: 2319

Eben. Die Schienen waren doch für so eine Belastung sicher nicht ausgelegt, die haben sich doch garantiert bei jedem Schuß verformt, oder?
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Parabellum
04.06.2004 um 20:37 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Die Eisenbahngeschütze des Ersten Weltkrieges zerfielen in drei Kategorien:
  • Bettungsgeschütze [B], bei denen das Geschütz zum Feuern auf eine Betonbettung abgesenkt wurde. Solche Geschütze konnten dank stabiler Montierung immer ihre volle Feuerkraft nutzen, waren aber natürlich wegen ihrer Unbeweglichkeit auch leichte Ziele für Flieger und Fernartillerie.
    Außerdem war der Bau der Betonbettung natürlich recht zeitaufwendig (ca. 2 Wochen).

  • Eisenbahngeschütze [E], die mit minimaler Vorbereitung (2-3 Stunden) direkt von den Gleisen abgefeuert werden konnten. Da größere Eisenbahngeschütze nur 1-2° Seitenrichtbereich hatten (sonst wären sie vom Rückstoß schlicht von den Gleisen gekippt!) waren sie aber auf geeignete Kurven oder Gleisklauen in Feindrichtung angewiesen, die wiederum aus der Luft sehr leicht zu entdecken waren.
    Außerdem konnten sie - wie du richtig erkannt hast - meist nur mit schwächeren Ladungen schießen, weil sonst die Gleise die Belastung nicht aushielten.

  • Eisenbahn-Bettungsgeschütze [EB] vereinten die Vorteile beider Gattungen in sich: Sie konnten je nach Bedarf auf einer zerlegbaren Eisenbettung montiert werden (maximale Feuerkraft) oder direkt auf den Gleisen feuern (hohe Beweglichkeit).
Die Parisgeschütze waren als Bettungsgeschütze gebaut, weil man bei ihnen auf jedes Quentchen Ladung und damit Mündungsgeschwindigkeit angewiesen war.

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Kopernikus
04.06.2004 um 20:39 QuoteProfileSend PM


Clan: The Ameland Rockers
Postings: 2319

Klasse, danke für die Info.
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Brain
05.06.2004 um 13:06 QuoteProfileSend PM

Clan: Kein Clan
Postings: 35

Wow, eine beeindruckende Waffe. Ich war beim Bund bei der Ari und weiss was es schon mit einer 155mm Feldhaubitze mit ca. 50kg Geschossen für ein Aufwand beim Schiessen ist.

 
Parabellum
05.06.2004 um 14:10 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Vor allem schießt ihr nicht absolut blind nach Schießtabelle und müßt alle paar Stunden die Richtwerte nach dem Wetterbericht korrigieren!!!
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