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Frontline18 .:. Die "Dicke Bertha"

:: Die "Dicke Bertha" ::

Die "Dicke Bertha"

Der 42 cm-Mörser "Dicke Bertha" hatte seinen Ursprung noch vor dem Ersten Weltkrieg in einem Geheimauftrag der Obersten Heeresleitung an die Firma Krupp für ein überschweres Geschütz, das jede bekannte Festung vernichten konnte. Der erste Entwurf von Krupp folgte im September 1911 und im Juli 1912 wurden schließlich die ersten beiden Geschütze bestellt. Die "Dicke Bertha" erhielt ihren Spitznamen nach Bertha Krupp von Bohlen und Hallbach, der Enkelin des Krupp-Firmen- und Dynastiegründers Alfred Krupp, in dessen Unternehmen sie entwickelt und gefertigt wurde. Die Dicke Bertha war weder für hohe Reichweiten ausgelegt, noch war sie - entgegen landläufiger Meinung - das größtkalibrige Geschütz des Krieges. Andererseits dürfte sie das bekannteste Geschütz überhaupt sein, sowohl des Ersten Weltkrieges wie auch der gesamten Militärgeschichte. Oftmals wird sie allerdings mit dem berühmten "Paris-Geschütz" verwechselt.

Die Dicke Bertha läutete eine neue Ära der modernen Kriegsführung ein und ließ Festungen fast über Nacht veralten. Ihr offizieller Name war "M 42", M für Mörser und 42 für ihr Kaliber in Zentimetern. Da die Dicke Bertha ein Mörser oder auch Steilfeuergeschütz war, verschoß sie ihre Geschosse im hohen Bogen, und nicht in einer flachen, gestreckten Flugbahn wie eine Kanone. Die Granaten landeten dann fast genau von oben auf dem Ziel und richteten verheerende Schäden an. Dies machte sie zur idealen Waffe, um die im Weg der deutschen Armeen gelegenen Festungen Lüttich, Antwerpen, Namur und Verdun anzugreifen, deren schwächste Stellen die Decken der Festungsanlagen waren.

Am 12. August 1914 begannen zwei M 42 Mörser die Beschießung der Forts um Lüttich. Die Stadt wurde von zwölf Forts umringt und galt zu dieser Zeit als die bestbefestigste Stadt Europas. Die Forts selbst, die von den Belgiern oftmals bis zum letzten Mann verteidigt wurden, stammten aus den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts und waren für diese Zeit immer noch ziemlich modern - aber scheinbar nicht modern genug. Der erste Schuß zielte zu kurz und landete in den Feldern vor dem Fort Pontisse. Der ungeheure Abschußknall zertrümmerte in einem Umkreis von einem Kilometer um das Geschütz Fensterscheiben und brachte Dächer zum Einsturz. Der Einschlag der Granate erzeugte ein kleines Erdbeben, das kilometerweit gespürt werden konnte. Der zweite Schuß lag bereits direkt im Ziel und durchschlug das drei Meter starke Gewölbe des Forts, tötete viele Angehörige der Besatzung und füllte die Gänge und Räume mit giftigen Rauchschwaden. Am 14. August durchschlug eine 42 cm-Granate mit dem ersten Treffer das Dach des Munitionsmagazins im Fort Loncin, die dadurch hervorgerufene ungeheure Explosion tötete auf der Stelle 350 Männer der 550 Mann starken Besatzung, zerstörte das Fort total und zwang die Überlebenden - mitsamt dem Festungskommandanten General Leman - zur Übergabe. Das Ergebnis der Beschießung war ungeheuerlich. In nur fünf Tagen wurden alle zwölf Forts der stärksten Festung Europas niedergekämpft und in Schutt und Asche gelegt, die Belgier wurden auf Antwerpen zurückgeworfen. Dasselbe Schicksal wie Lüttich erwartete nun Antwerpen mit seinen 48 veralteten Werken, und auch die Festung Namur entging ihrem Schicksal nicht. Durch diese Erfolge sowie eine massive Propaganda erreichten die „Dicken Berthas“ eine immense Popularität. Es wurden ihr viele Erfolge zugesprochen, auch vom Gegner, obwohl sie an betreffender Stelle gar nicht eingesetzt worden war. Viele Gegner ergaben sich sogar, um mit heiler Haut zu entkommen.

Es gab zwei verschiedene Typen der Dicken Bertha. Zum einen die Feldversion (M-Gerät), die 42,6 Tonnen wog und in fünf Teile zerlegt werden konnte, zum anderen die Eisenbahnversion (Gamma-Gerät), die nicht weniger als 140 Tonnen schwer war. Beide Versionen hatten dasselbe Kaliber, 420 mm, aber unterschiedliche Leistungsdaten. Die Eisenbahnversion erlaubte einerseits eine größere Rohrerhöhung und damit eine größere Reichweite als die Feldversion, benötigte andererseits aber auch erheblich mehr Aufwand bei Aufbau und Betrieb. Die Feldversion konnte außerdem mehrere unterschiedliche Granatentypen verschießen, deren Gewicht zwischen 810, 930 und 1160 kg schwankte. Die Granaten waren so gewaltig, das nur vier von ihnen in einen Eisenbahnwagen paßten, sowohl aus Gewichts- als auch aus Sicherheitsgründen. Aufbau und Positionierung stellten bei beiden Versionen erhebliche Schwierigkeiten dar, ganz speziell bei der Eisenbahnversion - der Aufbau und der Transport erforderten bei ihr nicht weniger als 1000 Arbeiter. Das Eisenbahngeschütz wurde naturgemäß per Bahn transportiert und benötigte doppelte Gleise, um sein Ziel zu erreichen. Einmal dort angekommen, mußte ein großer eisenbahngestützter Kran die Einzelteile zusammensetzen, es erforderte außerdem eine speziell vorbereitete Betonbettung, um aufgebaut zu werden. Die wesentlich leichtere Feldversion wurde ebenfalls per Bahn transportiert, wurde aber dann durch Pferde in Position gebracht und an Ort und Stelle aufgebaut. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, daß die Geschützrohre nur maximal 2000 Schuß abgeben konnten, bevor sie abgenutzt waren und jeder Schuß inklusive Treibladungen im Schnitt knappe 1500 Goldmark kostete, kann man sich vorstellen, wie sorgfältig jeder Einsatz vorbereitet werden mußte, und daß diese Waffe nicht leichtfertig eingesetzt werden konnte - es bedurfte schon eines besonderen Grundes, den Einsatz zu rechtfertigen. Die Feldversion (M-Gerät) fand in den Belagerungen von Lüttich, Antwerpen und Namur Verwendung. Es blieb den beiden M-Geräten überlassen, in der ersten Phase des Feldzuges im Westen gegen die auf dem Weg liegenden Festungen vorzugehen, da die Eisenbahnlinien, welche die Gamma-Geräte hätten heranbringen können, mit Nachschubtransporten verstopft waren. Die eisenbahngestützte Version wurde später im Krieg an anderer Stelle eingesetzt, so etwa gegen Verdun. Es zeigte sich allerdings, daß die überschweren Mörser sich mit den erheblich stärkeren Forts von Verdun sehr schwer taten, und der Einsatz wurde als Mißerfolg angesehen. Für den Rest des Krieges wurden die Dicken Berthas von der Front abgezogen.

Zu Beginn des Krieges waren nur vier Gamma-Geräte und zwei M-Geräte einsatzbereit. Im Verlauf des Krieges wurden insgesamt zehn solche Geschütze eingesetzt, außerdem wurden noch acht Reserverohre zum Austausch hergestellt. Nach dem Krieg wurden sie alle an die Sieger ausgeliefert, die mit ihnen einige Versuche anstellten und sie dann verschrotteten. Lediglich ein Geschütz überlebte, versteckt und zerlegt, auf dem Krupp-Schießplatz Meppen - die Waffenstillstandskommision der Siegermächte hatte es nicht aufspüren können. Es fand im Zweiten Weltkrieg Verwendung bei der Belagerung von Sewastopol 1942 und der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes 1943, sein Verbleib ist unklar. Alles was von der Dicken Bertha blieb, sind einige Granaten, von denen eine im Eisenturmmuseum von Diksmuide zu sehen ist, eine weitere befindet sich zur Zeit im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Der Name "Dicke Bertha" lebt allerdings fort, genau wie die Erinnerung an diese monströse Waffe. Seit die Dicke Bertha zu ersten Mal ihre mächtige Stimme erhob, war die Kriegführung auf immer verändert. Die gewaltigen Festungen gehörten nun der Vergangenheit an, der uralte Wettlauf zwischen Geschütz und Befestigung war endgültig entschieden; die Zukunft gehörte den modernen Waffen.

Technische Daten
Offizieller Name: M 42
Spitznamen: Big Bertha, Dicke Bertha, Große Bertha, Fleißige Bertha
Kaliber: 420 mm (16,5 Inch)
Maximale Reichweite: 12,5 km (M-Gerät) oder 15km (Gamma-Gerät)
Gesamtgewicht: 42,6 Tonnen (M-Gerät) oder 140 Tonnen (Gamma-Gerät)
Geschoßgewicht: variierend von 810 bis 930 und 1160 kg
Mündungsgeschwindigkeit: um 450m/sec
(Originalartikel von X_VanTagE_X, übersetzt und ergänzt von Jagdpanther)

07. June 2004 - 23:08
( Jagdpanther )


Forum >> Kommentare > Die "Dicke Bertha"
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 Autor Thema: Die "Dicke Bertha"
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De_little_Bubi
27.08.2004 um 16:28 QuoteProfileSend PM

Clan: 83.Infantrie Regiment
Postings: 310

So viele Männer für so wenig Land
ja es wirkte nicht auf die moral der eigenen leute, aber die moral der gegner war nach einem tag beschuss derbe im arsch
__________________

 
Parabellum
27.08.2004 um 17:28 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

De_little_Bubi hat folgendes geschrieben:
ja es wirkte nicht auf die moral der eigenen leute, aber die moral der gegner war nach einem tag beschuss derbe im arsch

Für die gilt das gleiche: Die bekamen vom Einsatz der Fernartillerie meist auch nur die indirekten Folgen mit.
Ich glaube, Dir fehlt irgendwie das Gefühl für die Großräumigkeit der Kriegsschauplätze...?

__________________
Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
oSo
27.08.2004 um 17:42 QuoteProfileSend PM

Clan: Doomsdaywarriors.com
Postings: 885

Naja, wenn im Bereitstellungsraum 38cm Schrapnellgranaten einschlagen und mit einem Schlag Dutzende töten/verwunden hat das schon Auswirkungen auf die Truppen. Muss ja nicht gleich die ganze französische Armee demoralisieren...
__________________

 
Parabellum
27.08.2004 um 18:16 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

Eine Schrapnellgranate schlägt nicht ein, sonst hat sie ihren Sinn verfehlt...
__________________
Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
oSo
27.08.2004 um 18:53 QuoteProfileSend PM

Clan: Doomsdaywarriors.com
Postings: 885

Um Himmelswillen, sorry. War ich doch tatsächlich so unakkurat nicht zu erwähnen das die Schrapnells einschlagen und nicht die Granate an sich. Schande über mich, ich werde sofort 10 Ave Marias beten und sicherheitshalber noch ein Rind schlachten um es Thor zu opfern.
Nun muss ich mit dieser schrecklichen Schande weiterleben bis ans Ende meiner Tage. Hoffentlich leiden meinen Angehörigen nicht zu sehr darunter, dass ich ab jetzt ein Aussätziger bin.

Ich kann es immer noch nicht fassen wie ich mir eine derartige Verfehlung leisten konnte *schnief*.



__________________

 
(EM)Lord_Vader
27.08.2004 um 19:00 QuoteProfileSend PM

Clan: Elite-Marines
Postings: 121

Parabellum du vergisst das Überschwere Geschütze nie für Störaktionen benutzt wurden, noch das man das auch nur erwägte.
Dafür sind die Kosten zu hoch. Ebenso vergisst du das die Reichweite nicht so gross ist das man sie dafür benutzte.

Überschwere sind nur dazu gedacht dickste Bunker zu knacken, jeder Schuss einzeln berechnet und beobachtet. Nichts anderes. Nach dem Misserfolg Verdun wurden die Berthas deswegen auch abgezogen.

Und deine Einschätzung der Moral stimmt da auch nicht.

Die Wirkung auf die Moral war unweit höher als die Wirkung der Geschütze selbst.

"Es wurden ihr viele Erfolge zugesprochen, auch vom Gegner, obwohl sie an betreffender Stelle gar nicht eingesetzt worden war. Viele Gegner ergaben sich sogar, um mit heiler Haut zu entkommen."

Das gleiche Phänomen beobachtete man vor Sewastopol als die Dora eingesetzt wurde. Allein ihre Anwesenheit verbreitete Furcht unter den Russen und Mut unter der deutschen Armee.

Der Abschussknall, der Einschlag und auch nur das Wissen um die Anwesenheit der dicken Geschütze war meist mehr wert als die Wirkung der Granaten ansich.


Bis auf die Moral konnte man aber mit kleineren und mobileren Geschützen wie dem 21er Mörser weitaus mehr erreichen.
Allein von der Masse die anstatt einer Bertha gebaut werden konnte, die Masse an Munition die man damit verschiessen konnte usw..

Die Geschichtsschreibung von der Bertha bis zur Dora lässt nur den Schluss zu das sie eine gigantische Ressourcenverschwendung waren und in keinem Verhältnis zum Nutzen standen.
__________________

“Selbst ein gutes Flugzeug mag einen schlechten Piloten nicht zu einem Ass machen. Ein schlechtes Flugzeug ist aber der Tod eines jeden Kriegers.”
 
-Demon-
27.08.2004 um 19:39 QuoteProfileSend PM

Clan: 83.Infantrie Regiment
Postings: 482

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
Die Geschichtsschreibung von der Bertha bis zur Dora lässt nur den Schluss zu das sie eine gigantische Ressourcenverschwendung waren und in keinem Verhältnis zum Nutzen standen.


absolut richtig !
aber Schrecken kann manchmal eine sehr effektive waffe sein, zumahl gefangene mehr Propaganda stoff liefern als tote feinde ...

__________________

 
Asperagus
27.08.2004 um 22:13 QuoteProfileSend PM


Clan: Kein Clan
Postings: 2747

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:

Die Wirkung auf die Moral war unweit höher als die Wirkung der Geschütze selbst.


Das ist bzw. war bei den Flammenwerfern so ähnlich. Laut dem, was man manchen Büchern entnehmen kann, reichte mehr als einmal schon die bloße Drohung, Flammenwerfer einzusetzen, um Soldaten zur Kapitulation zu bewegen.
 
Parabellum
27.08.2004 um 22:49 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

oSo hat folgendes geschrieben:
Schande über mich, ich werde sofort 10 Ave Marias beten und sicherheitshalber noch ein Rind schlachten um es Thor zu opfern.

, ich lausche...

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
Parabellum du vergisst das Überschwere Geschütze nie für Störaktionen benutzt wurden, noch das man das auch nur erwägte.
Dafür sind die Kosten zu hoch. Ebenso vergisst du das die Reichweite nicht so gross ist das man sie dafür benutzte.

Ok, wir scheinen hier an die Grenzen der Definition von "überschweren Geschützen" zu stoßen:

Großkalibrige Eisenbahngeschütze (z.B. Langer Max) wurden sehr oft für Störfeuer benutzt (ein Grund für die Abkehr vom Bettungsgeschütz zum E- oder EB-Geschütz). Das Paris-Geschütz war sogar explizit für solche Aktionen gedacht.

Im Gegensatz dazu sind "Festungsknacker" wie die deutsche Dicke Bertha oder die österreichisch-ungarische 42cm M.16/17 tatsächlich gegen modernste Festungen wie Verdun wertlos. Aber wie oben bereits gesagt waren 90% der Festungen Europas von 1880 oder früher und damit veraltet!

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
"Es wurden ihr viele Erfolge zugesprochen, auch vom Gegner, obwohl sie an betreffender Stelle gar nicht eingesetzt worden war. Viele Gegner ergaben sich sogar, um mit heiler Haut zu entkommen."

Das gleiche Phänomen beobachtete man vor Sewastopol als die Dora eingesetzt wurde. Allein ihre Anwesenheit verbreitete Furcht unter den Russen und Mut unter der deutschen Armee.

In beiden Fällen ist ja wohl offensichtlich die Rede von denjenigen, die im Ziel der jeweiligen Waffe saßen: Den Festungsbesatzungen!

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
Der Abschussknall, der Einschlag und auch nur das Wissen um die Anwesenheit der dicken Geschütze war meist mehr wert als die Wirkung der Granaten ansich.

Abgesehen von besagten Festungen (bei denen das Wissen um die Anwesenheit von überschwerer Artillerie durchaus erwünscht war um eine kampflose Übergabe zu erreichen) wurde der Einsatz von schwersten Geschützen meist eher unauffällig durchgeführt, um kein Gegenfeuer zu provozieren. Die Aufstellung erfolgte daher stets mehrere Kilometer hinter der Front. Dazu kam ohnehin das Problem, daß die meisten deratigen Waffen auf Eisenbahngleise zum Transport angewiesen waren und somit ohnehin nicht direkt an die Front transportiert werden konnten.
Fazit: Der Großteil der Truppen bekam vom Einsatz solcher Waffen kaum etwas mit!
(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
Die Geschichtsschreibung von der Bertha bis zur Dora lässt nur den Schluss zu das sie eine gigantische Ressourcenverschwendung waren und in keinem Verhältnis zum Nutzen standen.

Bei Dora, K 12 oder den Paris-Geschützen stimme ich Dir zu. Bei "vernünftigen" Kalibern zwischen 24cm und 38cm spricht die Kriegsgeschichte leider gegen Deine These.
Weitestgehend überflüssig wurden solche Waffen erst durch die Entwicklung der weitreichenden Artillerierakete und später ballistischer Flugkörper.
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
(EM)Lord_Vader
28.08.2004 um 00:49 QuoteProfileSend PM

Clan: Elite-Marines
Postings: 121

Bis 38cm betrachte ich noch als "normale" Artillerie. Überschwer sind die 40cm und mehr.

Was du bei der Moral ausser Acht lässt, ist das die Soldaten schon wussten das dort ein dickes Rohr kommt.
Sei es als Gerücht oder gezielt verbreitet.

Vergiss nicht Napoleons Weisheit über die Moral. Das war den Mächten auch bekannt und als Propagandamittel taugten die dicken Rohre allemal.
Spätestens beim ersten Einschlag wusste man von der Kanone.

Auch von den Frontkämpfern wird von der Moral stärkenden Wirkung der Bertha&Co. berichtet.

Unterschätze nicht die Wirkung.

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Parabellum
28.08.2004 um 09:48 QuoteProfileSend PM


Clan: Team Frontline18
Postings: 5411

(EM)Lord_Vader hat folgendes geschrieben:
Bis 38cm betrachte ich noch als "normale" Artillerie. Überschwer sind die 40cm und mehr.

Ok, dann haben wir die ganze Zeit gründlich aneinander vorbei diskutiert. Meine Argumente bezogen sich nämlich primär auf Eisenbahnartillerie und überschwere Haubitzen/Mörser (a la Skoda 30,5cm)!

In sofern paßt dann auch Dein Moralargument, denn die überschweren Festungsknacker (Dicke Bertha, 42cm M.16/17) wurden ja oft bewußt "präsentiert" und hatten auch keine sonderlich große Reichweite.
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(EM)Lord_Vader
30.08.2004 um 07:32 QuoteProfileSend PM

Clan: Elite-Marines
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ok


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