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FL18 - Frontline18 .:. Britisches Flugboot "Felixstowe F-2A"

:: Britisches Flugboot "Felixstowe F-2A" ::

Britisches Flugboot "Felixstowe F-2A"


Rißzeichnung der Felixstowe F-2A

Die Flugboote der Felixstowe F-Serie waren eine amerikanisch-britische Entwicklung, die aus einem Vorkriegsprojekt zur Schaffung eines Flugbootes für transatlantische Flüge hervorging. Der amerikanische Luftfahrtpionier Glenn Curtiss versuchte mit diesem Flugzeug ein für die erste Atlantiküberquerung mit einem Flugboot ausgesetztes Preisgeld von 50.000 $ zu gewinnen. Es sollte von einem britisch-amerikanischen Pilotenteam geflogen werden und absolvierte seinen Erstflug am 23. Juni 1914, mit offenbar sehr befriedigenden Ergebnissen. Bevor der Rekordversuch jedoch durchgeführt werden konnte, brach der Krieg aus und der britische Pilot John Cyril Porte, der das Flugzeug hätte fliegen sollen, wurde zum Kommandanten der Marinefliegerbasis Felixstowe. Er setzte sich sehr für die Verwendung von Flugbooten im Krieg ein, und er benutzte seinen Einfluß in der britischen Admiralität, um einige von Curtiss konstruierte Flugboote beschaffen zu lassen. Ein erster Entwurf mit verstärkten Motoren wurde zur Curtiss H-4, mit einem verbesserten Rumpf und zwei 100 PS Anzani-Motoren wurde daraus der Prototyp der Felixstowe F-1.

Die Aufgaben der Flugboote waren vielfältig. Neben Aufklärungs- und Patrouillenflügen griffen sie auch unterwegs aufgespürte gegnerische Flugzeuge, Schiffe und Luftschiffe an. So fiel etwa der deutsche Zeppelin L-22 am 14. Mai 1917 einer britischen Curtiss H-12 zum Opfer, und das deutsche U-Boot UC-36 wurde sechs Tage später von einer anderen H-12 versenkt. Über der Nordsee lieferten sich die Wasserflugzeuge beider Seiten regelmäßige Gefechte. Dies war aber nicht nur dort so - auch über der Adria gerieten italienische und österreichische Flugboote ständig aneinander, und es gab auf beiden Kriegsschauplätzen richtiggehende Wasser-Jagdflugzeuge, die einen Vergleich mit ihren Vettern an Land kaum zu scheuen brauchten.

Spät im Jahr 1917 erschien bereits die Felixstowe F-2A, die mit einem 345 PS starken Rolls Royce Eagle VIII-Motor ausgerüstet war. Sie wurde mit über 100 gebauten Exemplaren das Standard-Flugboot des Royal Naval Air Service und war bemerkenswert kampfstark. Ihre solide Konstruktion und schwere Bewaffnung machte sie zu einem ernstzunehmenden Gegner, und erst das Auftauchen der deutschen Hansa-Brandenburg W.29 brachte eine Wende. Eine Weiterentwicklung war die F-3, die eine erheblich gesteigerte Bombenlast mitführen konnte. Schließlich konstruierte Porte die Felixstowe F-5, welche schließlich in amerikanischen Fabriken für die US-Marine in Lizenz gebaut wurde. Dabei wurden verschiedene Verbesserungen eingeführt. So erhielt das Flugboot doppelte Kontrollen und einen stärkeren Liberty 12A-Motor mit 400 PS. Insgesamt produzierten die Amerikaner und Kanadier 227 Stück dieses Typs. Nach dem Krieg wurden diverse F-5 zu Verkehrsflugzeugen umgebaut, viele verblieben aber auch in den Diensten der Marine.


Eine F-2A an Land
- Technische Daten -
(alle Daten für F-2A)

Hersteller: Aircraft Manufacturing Co.
Baujahr: 1917
Antrieb: 2x Rolls Royce Eagle VIII 12-Zylinder-V-Motor flüssiggekühlt, je 345 PS
Spannweite: 29,15 m
Länge: 14,10 m
Höhe: 5,33 m
Leergewicht: 3583 kg
Startgewicht: 4980 kg
Höchstgeschwindigkeit: 153 km/h
Gipfelhöhe: 2930 m
Besatzung: 4
Flugzeit: Sechs Stunden
Bewaffnung: 4-7 Lewis .303 MG, 208 kg Bombenlast


20. August 2004 - 00:11
( Jagdpanther )

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