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| FL18 - Frontline18 .:. Deutsches Jagd-Wasserflugzeug "Hansa-Brandenburg W.29" |
 | :: Deutsches Jagd-Wasserflugzeug "Hansa-Brandenburg W.29" :: |  |
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Deutsches Jagd-Wasserflugzeug "Hansa-Brandenburg W.29"

Eine Hansa-Brandenburg W.29 an Land
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Die kaiserliche Marine verlangte im Verlauf des Luftkrieges über der Nordsee nach immer leistungsfähigeren Jagd-Wasserflugzeugen, um gegnerischen Vorstößen in eigenes Gebiet entgegenzutreten und die feindliche Luftaufklärung einzuschränken. Besonders nach dem Erscheinen der britischen Felixstowe-Flugboote wurde der Ruf nach einem neuen, verbesserten Jäger laut. Eines der letzten und vollkommensten Flugzeuge dieser Art war die Hansa-Brandenburg W.29. Sie wurde von dem großen Flugpionier Ernst Heinkel entworfen, der zu dieser Zeit als Chefkonstrukteur bei den Hansa-Brandenburg-Werken tätig war. Er hatte vorher in derselben Position für die Firma Albatros gewirkt und entwarf während des Krieges etwa 30 Flugzeugmodelle. Später begründete er die Heinkel-Werke in Rostock, deren Flugzeuge in den 30er Jahren und im Zweiten Weltkrieg Luftfahrtgeschichte schrieben - unter anderem schuf die Firma das erste Strahlflugzeug überhaupt.
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Rißzeichnung der W.29
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Die W.29 war streng genommen eine Eindeckerversion der älteren Hansa-Brandenburg W.12 und war als ihr Nachfolgemodell vorgesehen. Sie nahm bereits einige Konstruktionsmerkmale der späteren Eindeckerkampfflugzeuge vorweg und war ihrer Zeit um einiges voraus, am ehesten vergleichbar war sie mit der etwa gleichzeitig erscheinenden Junkers D.I. Trotz des fehlenden Flügelpaars war die Tragfläche des neuen Jägers fast genauso groß wie die des Doppeldeckers. Die meisten Flugzeuge dieses Typs wurden mit dem 150 PS leistenden Bz III Sechs-Zylindermotor angetrieben. Der Erstflug des Prototyps fand am 27. März 1918 statt. Die Probeflüge verliefen zufriedenstellend, und im Frühjahr 1918 wurde die erste W.29 in Dienst gestellt. Ihr sollten bis Kriegsende noch 77 folgen. Zwölf von ihnen gingen im Juli 1918 an die türkischen Luftstreitkräfte. Dank ihrer hervorragenden Wendigkeit wurde sie zu einem der erfolgreichsten Wasserflugzeuge in der Geschichte der deutschen Luftstreitkräfte. Ihr prominentester Benutzer war Oberleutnant z.S. Friedrich Christiansen, der während des Krieges dreizehn Abschüsse erzielte und den begehrten Orden "Pour le Mérite" trug. Am 4. Juli 1918 kam es unter seiner Führung zum ersten Kampfeinsatz der W.29: vier deutsche Jagd-Wasserflugzeuge dieses Typs gerieten nahe Zeebrügge mit drei britischen Felixstowe-Flugbooten ins Gefecht. Es gelang den Deutschen, innerhalb von 20 Minuten alle Gegner abzuschießen. Später machte sich Christiansen als Zivilpilot einen Namen, er spielte eine tragende Rolle beim Aufbau der Luftwaffe nach 1933, und im Zweiten Weltkrieg war er Befehlshaber der Wehrmacht in den besetzten Niederlanden.
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Friedrich Christiansen (1879-1972)
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Die W.29 wurde durch eine besondere, nie zuvor angewandte Taktik bekannt: wegen ihrer relativ geringen Reichweite wasserte sie des öfteren, soweit das Wetter es zuließ, und wartete auf Aufklärungsergebnisse von weiterreichenden Flugzeugen, um Brennstoff zu sparen. Wurde ein Ziel in Reichweite gemeldet, stieg sie wieder auf und griff es an.
Nach dem Krieg wurde die Hansa-Brandenburg W.29 wegen des Deutschland auferlegten Verbots der Produktion von Flugzeugen in Dänemark weitergebaut und diente in verschiedenen Marineluftwaffen bis zum Vorabend des Zweiten Weltkrieges.
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Eine W.29 der dänischen Marineflieger
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| Technische Daten |
Hersteller: Hansa und Brandenburgische Flugzeugwerke GmbH
Baujahr: 1918
Antrieb: Benz Bz III Sechs-Zylindermotor flüssiggekühlt, 150 PS
Spannweite: 13,50 m
Länge: 9,38 m
Höhe: 3,00 m
Startgewicht: 1494 kg
Gipfelhöhe: 5000 m
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Flugzeit: Vier Stunden
Besatzung: 2
Bewaffnung: 2x 7,92 mm MG 08/15, 1x 7,92 mm MG Parabellum
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