 |
 |
|
| FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 7. September bis 13. September 1914 |
 | :: Die Woche vom 7. September bis 13. September 1914 :: |  |
|  |
|
 |
Die Woche vom 7. September bis 13. September 1914
Montag, 7. September 1914:
Westfront:
- Die Schlacht an der Marne geht weiter: Deutsche und Entente-Truppen liefern sich entlang der Flüsse Ourcq und Petit-Morin heftige Gefechte. Maubeuge wird von den Deutschen genommen und viele Gefangene dort gemacht.
Ostfront:
- Nach der vernichtenenden Niederlage von Samsonows Erster Armee bei Tannenberg, versucht die Zweite Armee unter Gen. Rennenkampf sich zwischen Königsberg und den Masurischen Seen nach Osten abzusetzen.
- In Galizien kommt es zu neuerlichen Gefechten um Grodek. Russische Kavallerie dringt dabei bis an die Karpathen vor.
Balkanfront:
- Österreich-Ungarn startet den zweiten Invasionsversuch in Serbien. Trotz serbischen Widerstandes wird ein Übergang über die Drina erzwungen.
Kolonien:
- Der deutsche Einfall in Kenia wird bei Tsavo gestoppt, um die Versorgungslinien nicht zu überdehnen.
Krieg zur See:
- Der Kreuzer SMS Nürnberg unterbricht das Transpazifikkabel bei Fanning Island (Kiribati).
Zivilleben
- Die Vorbereitungen zu den VI. Olympischen Sommerspielen in Berlin werden vom IOC kriegsbedingt eingestellt.
Dienstag, 8. September 1914:
Westfront:
- Die Schlacht an der Marne geht weiter: Die Deutschen müssen sich vom Fluß zurückziehen. Marschall Foch übernimmt persönlich das Kommando an der Front.
- Heftige Gefechte um Nancy.
- Troyon wird von den Deutschen belagert.
Ostfront:
- In Galizien erbitterte Gefechte rund um Rava Russkaya.
- Die Russen unter Marschall Brussilov nehmen Mikolajovice in den Karpathen.
Krieg zur See:
- Der Passagierliner Oceanic, um die Jahrhundertwende das größte Schiff der Welt, läuft als Hilfskreuzer vor den Shetlands im Nebel auf Grund und wird ein Totalverlust.
Mittwoch, 9. September 1914:
Westfront:
- Die Schlacht an der Marne geht weiter: Die BEF setzt über den Fluß und treibt die Deutschen vor sich her. Die Franzosen rücken währenddessen entlang der Ourcq weiter vor und drohen die deutschen Linien zu durchbrechen.
- Im Rahmen der Marne-Schlacht kommt es vor allem bei Fere Champenoise zu heftigen Kämpfen.
Ostfront:
- Erste Schlacht bei den Masurischen Seen: Rennenkampf gerät durch das schnelle Heranrücken der dreimal so starken deutschen Armee in Panik. Er schickt ihr zwei Divisionen entgegen, die sie aufhalten sollen, währen der Rest der Armee sich aus Ostpreußen zurückzieht.
Balkanfront:
- Die Serben erobern Dech.
- Montenegrinische Truppen marschieren in Bosnien ein.
Diplomatie & Politik:
- Die Türkei widerruft mit Wirkung vom 1. Oktober 1914 die "Kapitulationen", verschiedene Verträge, die fremden Staatsbürgern besondere Rechte einräumen.
Donnerstag, 10. September 1914:
Westfront:
- Ende der Schlacht an der Marne: Die Deutschen graben sich nördlich der Aisne ein. Die Schlacht ist ein strategischer Sieg der Entente, die damit die komplette deutsche Kriegsplanung über den Haufen geworfen hat. Deutsche und Franzosen haben jeweils etwa 250.000 Verletzte und Tote zu beklagen, die BEF etwa 13.000.
- Pont-a-Mousson wird von den Deutschen evakuiert.
Ostfront:
- In Galizien werden die beiden österreichischen Hauptheere unter Dankl (bei Krasnik) und Erzherzog Joseph (bei Oppeln) geschlagen.
Balkanfront:
- Die Serben besetzen Semlin.
Krieg zur See:
- Der Kreuzer SMS Emden erscheint im Golf von Bengalen und nimmt den Frachter Indus als Prise. Der gesamte Schiffsverkehr östlich von Indien kommt zum Erliegen.
Freitag, 11. September 1914:
Westfront:
- Die Franzosen erobern die nach der Marne-Schlacht geräumten Städte (Epernay, Chalons, ...) zurück.
Ostfront:
- Die Russen rücken bis Gródek (Galizien) vor.
Balkanfront:
- Bei Krupanj kommt es zu heftigen Gefechten zwischen österreichisch-ungarischen und serbischen Truppen.
Kolonien:
- Australische Truppen besetzen Herbertshöhe. Das Bismarck-Archipel ist damit de facto besetzt.
Samstag, 12. September 1914:
Westfront:
- Angesichts heranrückender französischer Verstärkungen muß die deutsche Belagerung von Troyon aufgehoben werden.
- Luneville fällt wieder in französische Hand.
- Die Belgier beginnen von Antwerpen aus mit Vorstößen gegen die überdehnten deutschen Versorgungslinien.
Ostfront:
- Die Gefechte um Gródek und Rava Russkaya in Galizien kommen zu einem Ende. Die Österreicher müssen sich unter schweren Verlusten zurückziehen. Gródek wird von den Russen besetzt.
- Ein österreichisch-ungarischer Gegenstoß über den Fluß San scheitert im heftigen Feuer der Russen.
Balkanfront:
- Die Serben besetzen Jarak.
Kolonien:
- Ein Versuch, den britischen Vormarsch in Deutsch-Ostafrika bei Kissi zum Stehen zu bringen, scheitert.
Sonntag, 13. September 1914:
Westfront:
- Die Entente-Truppen erobern Soissons und erzwingen dort einen Übergang über die Aisne.
- Die Franzosen erobern Amiens zurück.
- Ein deutscher Gegenstoß treibt die Belgier bis Antwerpen zurück. Heftige Gefechte entlang der Linie Aerschot - Malines.
Ostfront:
- Ende der Ersten Schlacht bei den Masurischen Seen: Unter Verlust von 125.000 Mann gelingt es den beiden russischen Divisionen der Nachhut, die deutsche Verfolgung ausreichend zu verlangsamen.
- Der russische Rückzug aus Ostpreußen kommt bei Sredniki am Njemen zum Stehen. Deutsche Angriffe werden abgewiesen.
Balkanfront:
- Heftige Gefechte zwischen Österreichern und Serben entlang der ganzen Frontlinie.
Kolonien:
- Die Japaner besetzen die Eisenbahn von Kiao-chau-Stadt zur Festung Tsingtao.
- Australische Truppen besetzen die deutsche Salomoneninsel Bougainville.
Krieg zur See:
- Das britische Unterseeboot HMS E 9 versenkt den deutschen Aviso SMS Hela in der Deutschen Bucht. Erster Schiffsverlust der Mittelmächte durch U-Boote.
|
 |
 |
 |
|
|
 |
|