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| FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 12. Oktober bis 18. Oktober 1914 |
 | :: Die Woche vom 12. Oktober bis 18. Oktober 1914 :: |  |
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Die Woche vom 12. Oktober bis 18. Oktober 1914
Montag, 12. Oktober 1914:
Westfront:
- Oostende und Zeebrügge werden von der Entente evakuiert.
- Die Deutschen ziehen sich aus Reims zurück.
Kolonien:
- Als Reaktion auf den Burenaufstand verhängt die südafrikanische Regierung den Kriegszustand über das gesamte Land.
Dienstag, 13. Oktober 1914:
Westfront:
- Zur Vorbereitung einer Gegenoffensive erobern die Entente-Truppen Ypern zurück.
- Lille und Ghent werden von den Deutschen besetzt.
- Im Raum von Bethune und La Bassee kommt es zu heftigen Gefechten zwischen Deutschen und Franzosen.
Ostfront:
- Deutsche Truppen erobern Lyck zurück.
Kolonien:
- In der südafrikanischen Armee bricht endgültig eine Revolte aus: 12.000 Mann unter Lt.Col. Gerrit Maritz versuchen mit Waffengewalt einen Friedensschluß der Regierung mit den Deutschen zu erzwingen.
Politik & Diplomatie:
- Die belgische Regierung wird nach Le Havre (Frankreich) verlegt.
Mittwoch, 14. Oktober 1914:
Westfront:
- Bailleul wird von der Entente besetzt.
- Die Deutschen marschieren in Brügge ein.
Ostfront:
- Deutsche Truppen besetzten Mlava.
- Das deutsch-österreichische Oberkommando erklärt Polen bis zur Vistula für besetzt und richtet dort eine Militärverwaltung ein.
Donnerstag, 15. Oktober 1914:
Westfront:
- Die Kanalhäfen Oostende und Zeebrügge werden von den Deutschen besetzt. Gleichzeitig verlängert auch die Entente ihre Frontlinie bis an den Kanal: Der "Wettlauf zum Meer" hat sein Ende erreicht.
Ostfront:
- Die erste Schlacht um Warschau beginnt: Entlang der Vistula marschieren Truppen der Mittelmächte auf.
Kolonien:
- In der belagerten Festung Tsingtao werden die Vorräte knapp. Das japanisch-britische Oberkommando gestattet daraufhin der Zivilbevölkerung den Abzug aus der Stadt.
- Die burischen Rebellen in Südafrika sammeln sich bei Ratedraai unter den selbsternannten Generälen Maritz, Kamp und Stadler.
Krieg zur See:
- Der Große Geschützte Kreuzer HMS Hawke sinkt nach Torpedotreffer von U 9 in der Nordsee.
Freitag, 16. Oktober 1914:
Westfront:
- Die Schlacht an der Yser beginnt: Deutsche Truppen unter Herzog Albrecht von Württemberg rücken nach schwerem Artilleriefeuer auf Dixmude vor. Die belgischen Linien brechen zusammen, und nur schweres Gegenfeuer aus den Schiffsgeschützen der Royal Navy im Kanal verhindert eine Katastrophe.
- Mit einem Angriff auf breiter Front gelingt es der Entente die Städte Aubers, Armentieres, Neuve Chapelle und Warneton zurückzuerobern. Die Offensive muß jedoch eingestellt werden, da dringend Verstärkung für die Schlacht an der Yser benötigt wird.
- Erste kanadische Truppen treffen in England ein.
Ostfront:
- Erste Schlacht um Warschau: Die Deutschen beginnen die Festung Warschau einzuschließen. Die Russen befehlen daraufhin die Evakuierung der Zivilbevölkerung.
Krieg zur See:
- Dem britischen Kreuzer HMS Yarmouth gelingt es, die Markomannia, den Versorger der SMS Emden, zu versenken. Damit ist der berühmte deutsche Raider weitestgehend auf sich alleine gestellt.
- Ein französischer Flottenverband dringt in die Adria ein und beschießt den österreichisch-ungarischen Flottenstützpunkt Cattaro.
Politik & Diplomatie:
- Der italienische Außenminister Marquis Antonio Peterno Castello di San Giuliano, einer der stärksten Gegner eines italienischen Kriegseintritts, stirbt überraschend. Sein Resort wird vom Kriegsbefürworter Giorgio Sidney Sonnino übernommen.
Samstag, 17. Oktober 1914:
Westfront:
- Herlies fällt an die Entente.
- Schlacht an der Yser: Heftige deutsche Angriffe zwingen die Entente, immer mehr Truppen in das Gebiet zwischen Ypern und Nieuwport zu verlegen.
Ostfront:
- Erste Schlacht um Warschau: Den Russen gelingt es den deutschen Belagerungsring zu durchbrechen, um Verstärkungen und Nachschub in die Stadt zu bringen.
Krieg zur See:
- Zwei Zerstörerflottillen, eine britische mit dem Kreuzer Undaunted und eine deutsche, treffen im Kanal aufeinander. Die unterlegenen deutschen Boote versuchen sich in holländische Hoheitsgewässer zurückzuziehen, werden aber von den Briten verfolgt und (gegen internationales Recht) versenkt. Sowohl Holland als auch Deutschland richten daraufhin heftige Protestnoten an die britische Admiralität.
Sonntag, 18. Oktober 1914:
Westfront:
- Die belgischen Truppen an der Yser können ihre Stellungen trotz heftiger deutscher Angriffe halten.
- Nach dreitägigem Kampf fällt Roulers an die Deutschen.
Ostfront:
- Die österreichisch-ungarische Armee versucht mehrfach einen Übergang über die San zu erzwingen, scheitert aber unter schweren Verlusten.
Krieg zur See:
- Der Befehlshaber der Royal Navy im Ärmelkanal, RAdm. Sir Horace Hood, schickt die Monitore Humber, Mersey und Severn die Yser hinauf, um die belgische Armee zu unterstützen.
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| Autor |
Thema: Die Woche vom 12. Oktober bis 18. Oktober 1914 |
 | Wilmo |
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Clan: Sturmfront-Kaarst
Postings: 2569
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"Gegen internationales Recht versenkt", das haben die Deutschen doch auch getan, oder?
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Wir wissen, wo ein Krieg beginnt, aber wir wissen nicht, wo er endet - Otto von Bismarck

played for myChanges - BF2 EPS VII
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
Postings: 5411
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| Wilmo hat folgendes geschrieben: | | "Gegen internationales Recht versenkt", das haben die Deutschen doch auch getan, oder? |
Stimmt, es gab einige Fälle, bei denen deutsche Unterseeboote versehentlich Schiffe von neutralen Staaten versenkt haben, weil sie ihre Flagge nicht erkennen konnten oder verwechselt haben (ist den Briten auch in 1-2 Fällen passiert).
Allerdings ist der oben genannte Fall insofern eklatanter, als die Briten bewußt die Deutschen beschossen und versenkt haben, obwohl sie wußten, daß sie sich in neutralen Gewässern befanden. Einen vergleichbaren Fall gab es später (Anfang 1915) nochmal mit der Dresden (in chilenischen Gewässern) und im 2.Weltkrieg mit der Altmark (in norwegischen Gewässern).
In allen drei Fällen wurde eine Bestimmung der internationalen Seekriegsordnung verletzt, die besagt, daß sich Schiffe verfeindeter Staaten in neutralen Gewässern keine Kampfhandlungen durchführen dürfen.
Eine ähnliche Situation führte ja auch zur Blockade der Admiral Graf Spee in Montevideo 1939: Die Briten durften das Schiff in neutralen uruguayanischen Gewässern nicht angreifen. Also haben sie eben außerhalb der Hoheitsgewässer gewartet, bis eine andere Bestimmung zum tragen kam, die Schiffen kriegführender Staaten verbietet, sich länger als 72 Stunden in neutralen Gewässern aufzuhalten.
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
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