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FL18 - Frontline18 .:. Britische Feldhaubitze Ordnance BL 6in 26cwt

:: Britische Feldhaubitze Ordnance BL 6in 26cwt ::

Britische Feldhaubitze Ordnance BL 6in 26cwt

Die standardmäßige schwere Feldhaubitze der britischen Armee bei Kriegsbeginn 1914 war eine veraltete 152mm Haubitze aus dem Jahre 1896: Die Ordnance BL 6in 30cwt. Die Angabe 30cwt, die das Rohrgewicht in 'Hundredweight' (1cwt = 112lb = 50,8kg) bezeichnete, war notwendig um sie von einer Waffe gleichen Kalibers zu unterscheiden, die die Armee in Indien einsetzte.
Diese Waffe war das erste schwere Geschütz der britischen Armee mit Rohrrücklauf und hatte eine hydromechanisches Rücklaufsystem mit massiven Schraubenfedern. Montiert war sie auf eine einfache Kastenlafette ohne Seitenrichtung und mit gerade einmal 35° maximaler Rohrerhöhung. Ihre Reichweite war dementsprechend mit gerade einmal 4.700m enttäuschend und die Front verlangte dringend nach einer besseren Waffe.


Die Ordnance BL 6in 26cwt.

Aus diesem Grund wurde im Januar 1915 eiligst mit dem Entwurf eines Nachfolgers begonnen, der eine höhere Reichweite und ein geringeres Gewicht zur Verbesserung der Handhabung haben sollte. Bereits sechs Monate später verfeuerte das Ergebnis der Entwurfsarbeiten auf den Artillerieschießplatz Eskmeal seine ersten Granaten und es wurde praktisch noch am gleichen Tage eine Serie von 695 Stück unter dem Namen Ordnance BL 6in 26cwt bestellt.

Unter den vielen Verbesserungen, die mit dem neuen Geschütz eingeführt wurden war beispielsweise der sogenannte ‚Asbury-Verschluß’, ein unterbrochener Schraubverschluß an einem rechtsseitig fest angeschlagenen Arm. Um ihn zu öffnen mußten die Artilleristen so lediglich einen Hebel an der Seite des Arms umlegen und der Verschluß schwang beinahe von selbst auf. Der Schließvorgang lief analog ab. Welch ein gewaltiger Fortschritt gegenüber der alten 30cwt-Waffe, bei der der Verschluß jeweils drei volle Umdrehungen zum Öffnen oder Schließen benötigte!


Detaillierter Blick auf den Verschluß

Ein weiterer Kritikpunkt beim Vorgängergeschütz waren die offenliegen Schraubenfedern zur Rohrrückholung gewesen. Diese wurden nun durch einfache Druckluftzylinder ersetzt. Außerdem erhielten die Rücklaufbremsen einen Mechanismus, der die Rücklaufstrecke je nach Rohrerhöhung begrenzte: Lief das Rohr bei 0° Erhöhung noch 1,37m zurück, so betrug die Rücklaufstrecke bei der vollen Erhöhung von 45° nurmehr 61cm, damit der Verschluß beim Abfeuern keinen Bodenkontakt hatte.
Dank seiner einfachen und robusten Konstruktion fand dieser Verschluß sogar noch bei den BL 4.5in und der BL 5.5in Kanonen des Zweiten Weltkrieges Verwendung!

Trotz ihrer überhasteten Konstruktion war die BL 6in 26 cwt eine hervorragende und beliebte Waffe, von der bis Kriegsende insgesamt 3.633 Stück ausgeliefert wurden, davon 212 an verschiedene verbündete Staaten. Die Gesamtzahl der von dieser Waffe im Ersten Weltkrieg verfeuerten Geschosse wird auf 22,4 Millionen geschätzt.


Eine Batterie 6in 26cwt-Haubitzen in Frankreich, 1917
Technische Daten
Kaliber: 15,2 cm
Rohrlänge: 2,22 m
Seitenrichtbereich:
Höhenrichtbereich: 0° bis +45°
Geschützgewicht: 3.690 kg
Geschoßgewicht: 39 kg
Mündungsgeschwindigkeit: 427 m/s
Reichweite: 10,4 km

08. November 2004 - 17:07
( Parabellum )

Deutsche Foren >> Kommentare > Britische Feldhaubitze Ordonance BL 6in 26cwt
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 Autor Thema: Britische Feldhaubitze Ordonance BL 6in 26cwt
Lenker der Schlachten
27.11.2004 um 11:33 QuoteProfileSend PM

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A Genius at Tactics...The Desert Fox
Man, geiles Teil!
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Ihr könnt den Sänger in Ketten legen...aber niemals sein Lied!
 
Admiral Graf Spee
27.11.2004 um 11:36 QuoteProfileSend PM

Clan: t.A.T.u.
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Danke Parabellum Sehr lieb
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Goethe am 16.Dezember 1828 zu Eckermann
 
Kaiserjäger Goldi
27.11.2004 um 13:02 QuoteProfileSend PM


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Viribus Unitis
höchts interessant!
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NOCKZ
27.11.2004 um 14:53 QuoteProfileSend PM

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Punk's not dead ! :|
Ziemlich genial, was sich die Komstrukteure da ausgedacht haben!
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Früher oder später sterben wir alle - ihr früher, ich später ;-)
 
Asperagus
27.11.2004 um 15:43 QuoteProfileSend PM


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NOCKZ hat folgendes geschrieben:
Ziemlich genial, was sich die Komstrukteure da ausgedacht haben!


Ja, es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, daß nahezu nichts anderes die Phantasie von Ingenieuren und technikern so anheizt wie das Verlangen nach einer noch effektiveren Mord-Maschine. Wenns drum geht, Waffen so zu verbessern, daß mit jedem Schuß noch mehr Menschen getötet werden können, blühen die auf.

Wirklich beindruckend.
 
Kaiserjäger Goldi
27.11.2004 um 15:53 QuoteProfileSend PM


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Viribus Unitis
hmm ich lass mich grad zum Ingenieur ausbilden
und ich denke nicht das man mit einer welle jemanden
umbringen kann!
__________________


 
Asperagus
27.11.2004 um 15:56 QuoteProfileSend PM


Clan: Kein Clan
Postings: 2747

Jäger Goldi666666 hat folgendes geschrieben:
hmm ich lass mich grad zum Ingenieur ausbilden
und ich denke nicht das man mit einer welle jemanden
umbringen kann!


Das hat ja auch nichts mit dem zu tun, was du konkret machst, sondern war lediglich die Feststellung einer unumstößlichen Tatsache.
 
Kaiserjäger Goldi
27.11.2004 um 16:01 QuoteProfileSend PM


Clan: [BEF]
Postings: 6163

Viribus Unitis
aja ich hab mich noch nichtmal damit beschäftigt eine atombombe oder dergl
zu baun
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Asperagus
27.11.2004 um 16:04 QuoteProfileSend PM


Clan: Kein Clan
Postings: 2747

Jäger Goldi666666 hat folgendes geschrieben:
aja ich hab mich noch nichtmal damit beschäftigt eine atombombe zu baun


Das ist wohl auch kaum etwas, daß in deinen Tätigkeitsbereich fehlt. Dafür gibts bedeutend kompetentere Menschen, wie beispielsweise Dr. J. Robert Oppenheimer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Manhattan_Project
 
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