Die Woche vom 9. November bis 15. November 1914
Montag, 9. November 1914:
Westfront:
- Schlacht um Ypern: Verstärkt durch die von der Yser abgezogenen Kräfte werden die deutschen Angriffe immer heftiger. General French meldet einen drohenden Frontzusammenbruch nach London.
Ostfront:
- Die deutsche Armee gibt Kalish und Chenstokhov (Polen) auf und zieht sich vor den anrückenden Russen zurück.
- Russische Kavallerie dringt nach Schlesien ein und unterbricht die wichtige Eisenbahntrasse bei Pleschen.
Naher Osten:
- Schlacht bei Kroprukeui (Armenien): Die türkischen Truppen werden von der materiell und zahlenmäßig überlegenen russischen Armee geschlagen.
Krieg zur See:
- Der Kreuzer SMS [i]Emden[/i] wird bei den Cocos-Inseln vom australischen Kreuzer HMAS Sydney gestellt und versenkt. Das deutsche Schiff ist dabei von vornherein nahezu chancenlos, weil seine Bewaffnung deutlich leichter ist und sich außerdem ein Teil der Besatzung gerade an Land befindet, um eine britische Funkstation zu zerstören.
- Das deutsche Kanonenboot SMS Geier läuft nach Aufbrauchen aller Kohlenvorräte Honolulu an und wird interniert.
Dienstag, 10. November 1914:
Westfront:
- Schlacht an der Yser: Deutsche Truppen erobern Dixmude.
- Schlacht um Ypern: Saint Eloi wird von den Deutschen erobert.
Ostfront:
- Russische Truppen besetzen Goldap (Ostpreußen).
Krieg zur See:
- Britische Kreuzer beziehen Stellung vor sämtlichen Mündungsarmen des Rufiji (Deutsch-Ostafrika). Damit ist der im Oberlauf verborgene deutsche Kreuzer SMS Königsberg dort eingeschlossen.
Mittwoch, 11. November 1914:
Westfront:
- Schlacht um Ypern: Deutschen Eliteeinheiten (Garde und 4. Division) gelingt es, die vordersten britischen Gräben zu erobern, jedoch vertreibt sie ein britischer Gegenangriff bald wieder daraus.
Balkanfront:
- Die serbischen Truppen ziehen sich auf der ganzen Front zurück. Das Hauptquartier der serbischen Armee wird von Valyevo nach Kraguyevac verlegt.
Naher Osten:
- Die Türken versuchen erfolglos, den britischen Vormarsch bei Saniya (Mesopotamien) aufzuhalten.
Donnerstag, 12. November 1914:
Westfront:
- Schlacht um Ypern: Heftige deutsche Angriffe. Die Stadt Lombartzyde fällt wieder an die Deutschen.
Ostfront:
- Die Russen besetzen erneut Przemsyl (Galizien).
- Miechow nahe Krakau fällt an die Russen.
- Russische Truppen marschieren in Johannisburg (Ostpreußen) ein.
Balkanfront:
- Montenegrinische Truppen werden bei Grahavo (Bosnien) zurückgeschlagen.
Kolonien:
- Das burische Freikorps von General de Wet wird im Mushroom Valley (Südafrika) von Unionstruppen geschlagen.
Zivilleben:
- Als Ersatz für den seit Kriegsbeginn eingestellten Orient-Express (Paris - Konstantinopel) wird eine neue Expressverbindung Wien - Budapest - Bukarest - Konstantinopel eingerichtet.
Freitag, 13. November 1914:
Westfront:
- Französische Truppen erobern Tracy-le-Val zurück.
Ostfront:
- Russische Truppen marschieren auf Thorn (Ostpreußen) zu.
- In Galizien stehen russische Truppen vor Krakau und gehen entlang der Dunayetz in Stellung.
Zivilleben:
- Die deutsche Reichsregierung beginnt damit, Goldmünzen einzuziehen und gegen Papiergeld zu tauschen, um die Devisenvorräte aufzustocken.
Samstag, 14. November 1914:
Westfront:
- Aufgrund des zunehmend schlechter werdenden Wetters flauen die Kämpfe um Ypern und die Yser zusehends ab.
Ostfront:
- Starke deutsche Verbände bringen die Russen bei Thorn zum Stehen. Gleichzeitig beginnen die Deutschen mit einem Gegenstoß entlang der Vistula nach Polen hinein.
Kolonien:
- Die burischen Freikorps sammeln sich bei Bultfontein.
Zivilleben:
- Bei einem Truppenbesuch in St. Omer stirbt Frederick Sleigh Roberts, 1st Earl Roberts (*30.9.1832), Feldmarschall im Ruhestand und einer der berühmtesten Truppenführer der viktorianischen Ära, an einer Lungenentzündung.
Sonntag, 15. November 1914:
Westfront:
- Schlacht um Ypern: Nach einem erneuten erfolglosen Angriff der Garde beschließt die Heeresführung, vorerst bei Ypern in die Defensive zu gehen.
Ostfront:
- Die russische Armee in Polen weicht vor den heranrückenden Deutschen aus und bezieht an der Linie Gombin - Lodz neue Stelllungen.
Balkanfront:
- Der österreichisch-ungarische Vormarsch wird fast ohne Gegenwehr fortgesetz. Die Serben ziehen sich weiter zurück.
Naher Osten:
- Vorpostengefechte zwischen Briten und Türken in der Gegend von Sahain (Mesopotamien).
|
 |