Die Woche vom 16. November bis 22. November 1914
Montag, 16. November 1914:
Westfront:
- Schlachten um Ypern und an der Yser: Durch heftige Regenfälle und ein Hochwasser entlang der Yser und des Yser-Kanals kommen die Kämpfe praktisch zum Erliegen.
- Ein deutscher Vorstoß über die Aisne bei Vailly wird zurückgewiesen.
Ostfront:
- Die Nachhut der russischen Armee in Polen wird bei Vlotslavek und Kutno von den Deutschen zerschlagen.
Krieg zur See:
- Der deutsche Hilfskreuzer Berlin läßt sich in Trondheim (Norwegen) internieren, um einer Versenkung durch die Royal Navy zu entgehen.
Diplomatie & Politik:
- Auf deutschen Druck hin ruft Sultan Mehmed V. in Konstantinopel zum Jihad ("Heiligen Krieg") gegen die Briten auf.
Zivilleben:
- Papst Benedikt V. verkündet seine Friedensenzyklika. Darin bittet er um "Frieden für die Nationen" und "Frieden für die Kirche". Er beschwört die Souveräne und Parlamente, dem "Brudermordenden Streit" ein Ende zu machen.
Dienstag, 17. November 1914:
Westfront:
- Durch weiter anhaltende Regenfälle versinkt die Schlacht um Ypern endgültig im Schlamm. Deutsche, Belgier und Briten beziehen feste Stellungen. Damit sind beide Seiten an der Westfront endgültig zum Stellungskrieg übergegangen.
Ostfront:
- Heftige Gefechte rund um Plotsk (Polen).
- In Galizien beginnt sich die russische Armee über die Karpartenpässe zurückzuziehen, um nicht durch die anlaufende Gegenoffensive der Mittelmächte abgeschnitten zu werden.
Naher Osten:
- Bei Sahil erringen die Briten einen entscheidenden Sieg: Die türkische Armee in Mesopotamien wird desorganisiert in die Flucht geschlagen.
Diplomatie & Politik:
- Der US-amerikanische Präsident Wilson erklärt die Kanalzone für neutral.
Mittwoch, 18. November 1914:
Ostfront:
- In Ostpreußen werden die Russen bei Soldau geschlagen.
- Die russischen Truppen in Polen ziehen sich Richtung Lovich zurück.
- Von Krakau aus geht die österreichisch-ungarische Armee zur Gegenoffensive in Galizien über.
Naher Osten:
- Eine türkische Offensive zwingt die Russen in Armenien zum Rückzug.
Krieg zur See:
- Der russische Ostseehafen Libau wird von der Kaiserlichen Marine beschossen.
- Im Schwarzen Meer kommt es zu einem Gefecht zwischen einem türkischen und einem russischen Geschwader. Der türkische Schlachtkreuzer Yavuz Sultan Selim (ex dt. Goeben) erhält schwere Treffer.
Donnerstag, 19. November 1914:
Ostfront:
- Die deutsche Neunte Armee unter General Mackensen erobert Piontek, das letzte Hindernis auf dem Weg nach Lodz.
Balkanfront:
- Österreichisch-ungarische Truppen erobern Valyevo. Die Serben ziehen sich weiter zurück.
Freitag, 20. November 1914:
Ostfront:
- Deutscher Angriff auf breiter Front gegen die russischen Stellungen zwischen Lovich und Skiernievitse.
Naher Osten:
- Ein türkischer Aufklärungsvorstoß Richtung Port Said (Nordausgang des Suez-Kanals) wird vom britischen Kamelkorps zurückgewiesen.
Krieg zur See:
- Die britische Admiralität beschließt die Ausweitung der Minenfelder in der Nordsee. Für die neutrale Schiffahrt sollen nur noch wenige Routen freigehalten werden.
Samstag, 21. November 1914:
Westfront:
- Britische Bomber greifen die Zeppelinwerke in Konstanz an.
Ostfront:
- Heftige Gefechte um Lovich (Polen).
Naher Osten:
- In Katiya am Suez-Kanal kommt es zu Gefechten zwischen Britien und türkischen Aufklärungstrupps.
- Die IEF besetzt Basra.
Sonntag, 22. November 1914:
Ostfront:
- Deutsche Truppen rücken gegen heftigen Widerstand auf Lodz vor.
- Zwischen Krakau und Chernstokhov (Galizien) kommt es zu verlustreichen Gefechten zwischen Russen und Österreichern. Die k.u.k Armee muß sich schließlich zurückziehen.
Balkanfront:
- Die Österreicher rücken von Valyevo (Serbien) aus weiter vor. Die Serben stellen sich weiterhin nicht zum Kampf.
Naher Osten:
- Russische Truppen besetzen Koprukeui (Armenien).
|
 |