Die Woche vom 23. November bis 29. November 1914
Montag, 23. November 1914:
Westfront:
- Ypern gerät unter heftigsten deutschen Artilleriebeschuß. Dabei entstehen schwere Schäden an der Kathedrale und der berühmten Tuchhalle.
- In einem Überraschungsangriff nehmen die Deutschen einige britische Stellungen bei Festubert ein, können die meisten aber nicht lange halten.
Ostfront:
- Mackensens Neunte Armee durchbricht die russischen Verteidigungslinien zwischen Rzgov und Kolyushki (Polen), südöstlich von Lodz. Die gesamte russische Front gerät dadurch in Gefahr .
Naher Osten:
- Basrah wird offiziell für "befreit" erklärt und eine britische Garnison eingerichtet.
Krieg zur See:
- Zeebrügge (Belgien) wird von einem britischen Geschwader beschossen.
Diplomatie & Politik:
- Das portugiesische Parlament spricht sich für einen Kriegseintritt an der Seite Großbritanniens aus. Die Entscheidung über den genauen Zeitpunkt überläßt es der Regierung und den Militärs.
- Mexikanischer Bürgerkrieg: Die Vereinigten Staaten erkennen Venustiano Carranza als rechtmäßigen Präsidenten an und ziehen ihre Truppen aus Veracruz zurück.
Dienstag, 24. November 1914:
Ostfront:
- Dank rechtzeitig eintreffender Verstärkungen kann die russische Front in Polen wieder stabilisiert werden. Heftige Gefechte bei Strykov und Lodz.
Mittwoch, 25. November 1914:
Westfront:
- Arras wird von deutscher Artillerie beschossen.
Ostfront:
- Drei deutsche Divisionen werden bei Lodz (Polen) eingeschlossen. Da General von Rennenkampf aber zögert, Verstärkungen heranzubringen, können die Deutschen im Laufe des Tages den Kessel durchbrechen und entkommen.
- Russische Kavallerie fällt in Ungarn ein und plündert einzelstehende Gehöfte und kleine Dörfer.
Diplomatie & Politik:
- Der polnische Nationalkongreß versammelt sich in Warschau und verlangt von Rußland eine Vertreibung der Deutschen und Wiederherstellung der polnischen Souveränität.
Zivilleben:
- Die deutsche "Kriegsgetreidegesellschaft" erhält zur Beschaffung von Brotgetreide das Recht, bäuerliche Vorräte zu beschlagnahmen.
Donnerstag, 26. November 1914:
Westfront:
- Deutsche Angriffe auf Missy-sur-Aisne und entlang des Yserkanals werden zurückgeschlagen.
Ostfront:
- Die Österreicher evakuieren Czernowitz (Bukowina).
Krieg zur See:
- Vor Sheerness explodiert das britische Linienschiff HMS Bulwark unter mysteriösen Umständen. Die Ursache konnte bis heute nicht geklärt werden.
Freitag, 27. November 1914:
Westfront:
- Schwere Artillerieduelle nahe Reims. Die Stadt und ihre Kathedrale werden mehrfach getroffen.
Diplomatie & Politik:
- US-Präsident Wilson fordert beide Seiten auf, die Beschießung unbefestigter Städte zu vermeiden.
Zivilleben:
- Preußisches und bayerisches Kriegsministerium verbieten die Veröffentlichung von Verlustlisten in den Zeitungen.
Samstag, 28. November 1914:
Westfront:
- Die Deutschen sammeln starke Truppenverbände für einen Angriff auf Arras.
Ostfront:
- Die Deutschen erleiden eine schwere Niederlage bei Brzezany (Polen).
- Russische Truppen erobern die Karpathenpässe zurück.
Balkanfront:
- Heftige Gefechte zwischen Österreichern und Serben bei Lazarevats (Serbien).
Naher Osten:
- Das britische Oberkommando in Ägypten warnt vor einem bevorstehenden Angriff der Türken auf den Suezkanal.
Sonntag, 29. November 1914:
Westfront:
- Schwere deutsche Angriffe auf Ypern werden zurückgeschlagen.
- Die Franzosen erobern die letzten deutschen Vorposten in den Argonnen. Diese sind damit wieder komplett in französischer Hand.
Ostfront:
- Deutsche Artillerie beschießt Lodz (Polen).
Balkanfront:
- Belgrad wird angesichts der heranrückenden Österreicher evakuiert.
Krieg zur See:
- Deutsche U-Boote patroullieren verstärkt im Ärmelkanal.
Diplomatie & Politik:
- Staatsbesuch König Georgs V. von England in Frankreich.
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