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FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 14. Dezember bis 20. Dezember 1914

:: Die Woche vom 14. Dezember bis 20. Dezember 1914 ::

Die Woche vom 14. Dezember
bis 20. Dezember 1914

Montag, 14.Dezember 1914:

Westfront:
  • Wieder einmal heftige deutsche Angriffe auf Ypern.

Dienstag, 15. Dezember 1914:

Westfront:
  • Belgische und englische Truppen überschreiten den Yserkanal bei Nieuport und marschieren ohne größere Gegenwehr auf Lombartzyde zu.
Ostfront:
  • Heftige Gefechte um Sokhachev (Polen).
Balkanfront:
  • Die österreichisch-ungarische Armee erklärt die dritte Invasion in Serbien endgültig für gescheitert. Belgrad wird aufgegeben und die Truppen ziehen sich hinter die Save zurück.
Krieg zur See:
  • Der Kreuzer HMS Doris beschießt die Stadt Alexandretta (Syrien).
  • Deutsche Stellungen in Westeinde (Belgien) werden von der britischen Kanalflotte unter Beschuß genommen.
Zivilleben:
  • Der italienische Komponist und Pianist Giovanni Sgambati (*25.5.1841), ein Schüler Franz Liszts und Gründer der ersten öffentlichen Musikschule der Welt stirbt in Rom.

Mittwoch, 16. Dezember 1914:

Ostfront:
  • Die russische Armee in Polen sammelt sich auf einer Linie Bzura - Ravka - Pilitza (also ca. 50 km südwestlich von Warschau).
Krieg zur See:
  • Ein starker deutscher Verband (vier Schlachtkreuzer, ein Panzerkreuzer) unter Konteradmiral Hipper durchbricht die Vorpostenlinien an der Südostküste Englands und beschießt die Hafenstädte Hartlepool, Whitby und Scarborough.
    Obwohl sich sowohl die deutsche Hochseeflotte (14 Dreadnoughts, acht Linienschiffe, zwei Panzerkreuzer) unter Admiral von Ingenohl, als auch die britische Grand Fleet (fünf Dreadnoughts, acht Linienschiffe, vier Schlachtkreuzer, vier Panzerkreuzer) unter Viceadmiral Warrender in See befinden, kommt es zu keiner Schlacht, da Ingenohl die Stärke der Briten überschätzt und einen Rückzug befielt.

Donnerstag, 17. Dezember 1914:

Westfront:
  • Armentieres gerät unter heftigen deutschen Artilleriebeschuß.
Ostfront:
  • Petrokov (Polen) wird ohne größere Gegenwehr von den Deutschen besetzt.
Naher Osten:
  • Die Türken starten eine Gegenoffensive in Armenien: Koprukeui wird zurückerobert und die russischen Truppen müssen sich zurückziehen.
Kolonien:
  • Ägypten - seit 1883 ein Kondominion des Osmanischen Reiches und Großbritanniens - wird zum britischen Protektorat erklärt.
Politik & Diplomatie:
  • Der ehemalige deutsche Reichskanzler Fürst von Bülow reist als Sondergesandter nach Rom, um Italien zum Kriegseintritt oder zumindest wohlwollender Neutralität im Sinne der Mittelmächte zu überreden.

Freitag, 18. Dezember 1914:

Westfront:
  • Beginn der Schlacht von Givenchy: Um die bei Arras unter starkem Druck stehenden Franzosen zu entlasten, beginnt die Indian Expeditionary Force (IEF) eine Offensive in der Gegend von Givenchy (Pas-de-Calais). Die deutschen Gräben und der Ort werden schon am ersten Tag überrannt.
  • Erfolglose französische Angriffe bei Peronne.
Ostfront:
  • Der wichtige Lupkow-Paß über die Karparten wird von den Österreichern zurückerobert.
Politik & Diplomatie:
  • Auf britischen Druck hin wird Hussein Kamel an Stelle seines Neffen Abbas II. Helmi zum Khediven von Ägypten. Die faktische Macht liegt aber in Händen des britischen Hochkomissars, dem die Verwaltung, diplomatische Vertretung und Landesverteidigung unterstehen.
  • Die Monarchen Christian X. (Dänemark), Haakon VII. (Norwegen) und Gustav V. (Schweden) treffen sich in Malmö, um die Haltung ihrer Staaten im gegenwärtigen Krieg abzustimmen. Die drei bekräftigen, sich im Falle einer Agression durch die kriegführenden Mächte gegenseitig zur Hilfe zu kommen.

Samstag, 19. Dezember 1914:

Westfront:
  • Aliierte Bomber zerstören die Flugzeughallen von Brüssel.
  • Schlacht von Givenchy: Die Deutschen gehen überraschend zum Gegenangriff über und können einen Teil von Givenchy zurückerobern.
Ostfront:
  • Ein Ausbruchsversuch der belagerten österreichischen Garnison von Przemsyl wird von den Russen zurückgeschlagen.
Politik & Diplomatie:
  • Der südafrikanische Rebellenoffizier Joseph Fourie wird unter zweifelhaften Umständen als Hochverräter zum Tode verurteilt. Primär basiert das Urteil darauf, daß er im Gegensatz zu anderen Rebellenführern bei Beginn der Rebellion nicht öffentlich seinen Austritt aus der Unionsarmee erklärt hatte.

Sonntag, 20. Dezember 1914:

Westfront:
  • Schlacht von Givenchy: Nach dem eintreffen britischer Verstärkungen fällt Givenchy wieder vollständig in britische Hände. Währenddessen gehen die Angriffe der Deutschen auf die IEF-Truppen in ihren Gräben mit unverminderter Härte weiter.
Ostfront:
  • Die Russen können ihre Stellungen an der Bzura (Polen) trotz deutscher Angriffe halten.
  • In Galizien starten die Russen einen Gegenangriff und können einige Karpartenpässe zurückerobern.
Naher Osten:
  • Heftige Gefechte zwichen Russen und Türken am Van-See (Armenien). Die Türken sind schließlich zum Rückzug gezwungen.
Politik & Diplomatie:
  • Erschießung von Joseph Fourie, trotz heftiger Proteste aus allen Volksschichten. Seine Hinrichtung wird noch Jahre später als Willkürakt auf Befehl der Briten beschworen.

21. Dezember 2004 - 10:30
( Parabellum )

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