 |
 |
|
| FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 21.Dezember bis 27. Dezember 1914 |
 | :: Die Woche vom 21.Dezember bis 27. Dezember 1914 :: |  |
|  |
|
 |
Die Woche vom 21. Dezember bis 27. Dezember 1914
Montag, 21.Dezember 1914:
Westfront:
- Schlacht von Givenchy: Dank neueintreffender britischer Verstärkungen, kann die IEF ihre eroberten Positionen halten.
Ostfront:
- Mehrere deutsche Versuche, den Fluß Bzura (Polen) zu überqueren werden von den Russen abgewiesen.
Dienstag, 22. Dezember 1914:
Westfront:
- Ende der Schlacht von Givenchy: Die Briten und Inder ziehen sich geordnet auf ihre Ausgangspositionen zurück. Die Verlustbilanz dieser ergebnislosen Schlacht beträgt 4.000 Tote und Verletzte auf Entente-Seite, 2.000 auf deutscher Seite.
- Die Franzosen machen leichte Geländegewinne im Raum Noyon.
Ostfront:
- Ein erneuter Ausbruchversuch aus dem belagerten Przemysl wird von den Russen zurückgeschlagen.
Kolonien:
- Das Burenfreikorps von General Maritz setzt die Rebellion alleine fort und führt mehrere Überraschungsangriffe auf die Unionstruppen durch.
Mittwoch, 23. Dezember 1914:
Westfront:
- Die Belgier überschreiten die Yser und errichten einen Brückenkopf bei Dixmude.
Ostfront:
- Trotz heftigem russischen Widerstand überschreiten deutsche Truppen an zwei Stellen die Bzura (Polen).
- Die Österreicher erzwingen eine Aufgabe der russischen Belagerung von Krakau.
Naher Osten:
- Starke australische und neuseeländische Kontingente treffen in Ägypten ein.
Donnerstag, 24. Dezember 1914:
Westfront:
- Britische Bomber greifen die deutschen Flugzeughallen in Brüssel an.
- Deutsche Bomber greifen den Hafen von Dover an.
- Französische Geländegewinne in der Champagne und an der Maas.
- Gegen Abend kommt es im Norden der Frontlinie zu spontanen Waffenstillständen angesichts des Weihnachtsfestes.
Kolonien:
- Als Vergeltung für den Tod des Bezirksamtsmannes von Ovamboland (Deutsch-Südwest) durch einen Angriff portugiesischer Kolonialtruppen erobern die deutschen Schutztruppen das Fort Naulila in der portugiesischen Kolonie Angola.
Diplomatie & Politik:
- Ein Aufstand der rumänischen Einwanderer in Transsylvanien wird von ungarischen Truppen niedergeschlagen.
- Großbritannien erkennt die französische Schutzherrschaft über Marokko an. Dieses ist damit effektive eine französische Kolonie.
Zivilleben:
- 577.875 alliierte Soldaten verbringen Weihnachten in deutscher Gefangenschaft. 134.700 deutsche und 225.000 österreichisch-ungarische Soldaten sind in russischer Gefangenschaft.
Freitag, 25. Dezember 1914:
Westfront:
- An der gesamten Westfront - speziell in den Frontabschnitten der BEF und IEF - kommt es zu ganztägigen Waffenstillständen. Die Soldaten beider Seiten verlassen ihre Gräben, reden miteinander, tauschen Rationen aus und begraben ihre Gefallenen der Vortage.
Ostfront:
- Durch einen russischen Gegenangriff werden die Deutschen wieder über die Bzura zurückgetrieben.
- Die österreichische Armee wird bei Tarnow; (Galizien) geschlagen.
Balkanfront:
- Italienische Truppen besetzen Valona (Albanien).
Naher Osten:
- Schlacht von Sarikamish: Die türkischen Truppen an der Kaukasusfront werfen die Russen bis auf ihr eigenes Territorium zurück.
Krieg zur See:
- Britische Wasserflugzeuge, die von den Kreuzern HMS Arethusa und HMS Undaunted herangebracht wurden, greifen deutsche Schiffe vor Cuxhaven an.
Samstag, 26. Dezember 1914:
Westfront:
- Französische Bomber greifen die deutschen Flugzeughallen bei Frescati nahe Metz an.
- Die Franzosen rücken im Elsaß vor und erobern Cernay.
Ostfront:
- Die Deutschen geben den Versuch auf, Warschau auf dem Weg über die Bzura anzugreifen.
Sonntag, 27. Dezember 1914:
Westfront:
- Die Deutschen nehmen St. Die in den nördlichen Vogesen unter schweren Artilleriebeschuß.
- Belgische Truppen brechen überraschend in die deutschen Gräben nahe Lombartzyde ein und machen viele Gefangene.
Ostfront:
- Russischer Sieg bei Skiernevitse (Polen). Die Deutschen müssen ihre Offensive in Polen abbrechen.
- Die Russen vertreiben die Österreicher von den Karparthen-Pässen und nehmen diese wieder in Besitz.
|
 |
 |
 |
| Autor |
Thema: Die Woche vom 21.Dezember bis 27. Dezember 1914 |
 | Radetzky |
|
|
|
Clan: european.Xtreme.elite
Postings: 570
|
Wieviele Ausbruchversuche gabs eigentlich aus Przemysl? Ich hab nur von einem gewusst.
War Krakau eigentlich genauso umringt mit Forts wie Przemysl?
gute Zusammenfassung 
[Editiert von Radetzky am 28.Dec.2004 um 16:00]
__________________
Austriae est imperare orbi universo
Motto einer Österreichischen Minensucheinheit im Kosovo:
"Wer suchet der findet, wer drauftritt verschwindet."
|
 | Willy_Ernst_Rohr |
|
|
|
Clan: Kein Clan
Postings: 9
|
Mein Gott! Doch! Die K.u.K. Festung Krakau war sogar groeser als Przemysl. Kaiser Franz Josef I fasste am 12 April 1850 den Entschluss, in Krakau eine massive Befestigungsanlage, die die Monarchie der Habsburger von Norden her schuetzen sollte, zu errichten. So entstand hier im Verlauf von beinahe 120 Jahren - bis 1916- in mehreren Phasen einer der groessten Verteidigungskomplexe im damaligen Europa. Die Festung Krakau wurde ihrer Bestimmung waehrend des Ersten Weltkriegs gerecht. Im November und Dezember 1914 hielt sie zweimal den angreifenden russichen Truppen stand - hier wurde das Vorankommen der russichen Offensive definitiv gestoppt.
Heute Krakau ist der groesste, in weiten Teilen noch erhaltene Verteidigungskomplex in Polen. In der Denkmalerfassung befinden sich gegenwaertig insgesamt ueber 120 Verteidigungswerke (Forts [36 erhaltenen], Schanzen, Torfestungen, Bunker, Festungswerke, Kavernen u. ae.) - nicht einbezogen sind hierbei Ingenieuranlagen, Kasernen - komplexe, Lebensmittel- und Munitions - lager, Kranken - haeuser sowie auch Flugplaetze.
Ich empfehle meine e - seite. Dort einige bildes der krakauer Forts.
http://home.autocom.pl/kowal
__________________
K.u.K. mährisch-galizisches Festungsartillerieregiment 2 "Eduard Freiherr von Beschi"
|
 | Parabellum |
|
|

Clan: Team Frontline18
Postings: 5411
|
Krakau war zum einen einer der beiden wichtigsten Verwaltungsstandorte Galiziens (neben Lemberg) und zum anderen ein Verkehrsknotenpunkt zwischen Böhmen, Österreich und Schlesien. Daher wurde die Stadt im Laufe der Zeit immer stärker befestigt.
Ein Großteil der modernen Befestigungswerke entstand dabei 1846-53 unter der Leitung von Emil Gologorski.
Hier zur bildlichen Vorstellung mal ein alter Plan des Festungsnetzes um Krakau:

Ein weiteres interessantes Licht auf das Thema mag ein Ausschnitt aus Karl Marx' Leitartikel Österreich und der Krieg aus der New York Daily Tribune vom 13. September 1855 werfen:
| Zitat: | | Von den sechsunddreißig Festungen des österreichischen Imperiums gehören sieben direkt und neun indirekt zu der östlichen Verteidigungslinie, wovon die meisten erst kürzlich zu einer hohen Vollkommenheit entwickelt wurden, wie zum Beispiel Krakau, Przemysl und Zaleszczyki. Die beiden ersteren beherrschen gemeinsam mit Lemberg, das wegen seiner Lage nicht stärker befestigt werden kann, die Straße nach Warschau; letztere liegt am östlichsten Ende Galiziens gegenüber der wichtigen russischen Festung Chotin. Krakau ist zu einer Festung erster Ordnung gemacht worden, und alle seine Werke, ebenso wie die der anderen galizischen Festungen, sind in völlige Kriegsbereitschaft versetzt worden. Es war einmal in der österreichischen Armee Brauch, das Kommando der Festungen alten ausgedienten Generalen zu übertragen, als eine Art ehrenhafter Ruhestellung, und solche Plätze wurden als eine Art Exil für Offiziere angesehen, die beim Hof in Ungnade gefallen sind; doch jetzt finden wir im ganzen Osten und Nordosten wirklich fähige Männer, verdienstvolle Generale und hervorragende Stabsoffiziere beim Kommando der Festungen. Krakau wird von Feldmarschall Wolter kommandiert, Przemysl von Generalmajor Ebner, Zaleszczyki von Generalmajor Gläser, Karlsburg in Transsylvanien von General Sedlmayer und Olmütz, an der nordwestlichen Flanke, von General von Böhm. In derselben Zeit ist es im Westen gerade umgekehrt - dort sind Männer und Dinge nahezu Ruinen, die ruhig weiterem Verfall überlassen werden. Wie aber würde sich das Bild dort verändern, würden die Westmächte sich herausnehmen, Österreichs Politik als zweideutig zu bezeichnen! Wie würde sich die österreichische Obrigkeit beeilen, Linz mit seinen vierzig Maximilian-Türmen, das jetzt kaum als Festung betrachtet wird, und Salzburg, einst eine Feste erster Ordnung, wiederherzustellen! Was sehen wir statt dessen? Völlige Tatenlosigkeit und völliges Fehlen irgendwelcher Kriegsvorbereitungen. Sogar die Soldaten, die vom Osten zurückkehren, wo sie erhofften, Lorbeeren zu ernten, verlieren ihren Kampfgeist, sobald sie sich der bayrischen Grenze nähern. |
[Editiert von Parabellum am 28.Jan.2005 um 10:25]
__________________
Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
|
| [ Antwort erstellen ] |
|
|
 |
|