Die Woche vom 11. Januar bis 17. Januar 1915
Montag, 11. Januar 1915:
Westfront:
- Nördlich Soissons schlagen die Franzosen mehrere deutsche Angriffe zurück und machen dabei sogar Geländegewinne.
- Heftige Gefechte bei Beausejour (Champagne)
Dienstag, 12. Januar 1915:
Westfront:
- Die Deutschen erobern die Höhe 132 bei Soissons zurück.
Ostfront:
- Russische Kosakenverbände plündern mehrere Dörfer nahe Rosog (Ostpreußen).
Kolonien:
- Südafrikanische Truppen besetzen Raman's Drift am Oranje-Fluß.
Diplomatie & Politik:
- Falschmeldungen, die vom Einsatz von Giftgasgranaten durch die Deutschen berichten, führen in der französischen Armee zur Forderung, ebenfalls derartige Munition zum Einsatz zu bringen.
Mittwoch, 13. Januar 1915:
Westfront:
- Unterstützt durch Artillerie auf der Höhe 132 erobern die Deutschen die Höhen von Vregny.
Ostfront:
- Die Russen rücken entlang der unteren Weichsel weiter vor und besetzen Serpets (Polen).
Naher Osten:
- Schlacht von Kara Urgan: In viertägigem Kampf versucht die türkische III.Armee erfolglos den Vormarsch der Russen in Armenien zu stoppen.
- Die Türken stoßen nach Persien vor und besetzen Täbris.
Kolonien:
- Deutsche Schutztruppen greifen das britisch besetzte Jassini (Deutsch-Ostafrika) erfolglos an.
Diplomatie & Politik:
- Der österreichisch-ungarische Außenminister Graf Berchtold tritt zurück. Sein Nachfolger wird Baron Burián.
Zivilleben:
- Schweres Erdbeben in Rom und den Abruzzen. Viele Gebirgsdörfer werden durch Erdrutsche völlig von der Außenwelt abgeschlossen. Insgesamt fordert das Beben 29.500 Tote.
Donnerstag, 14. Januar 1915:
Westfront:
- Die Franzosen ziehen ihre Front zwischen Missy und Crouy hinter die Aisne zurück.
- Vorläufiges Ende der Kämpfe um Soissons. Deutsche Berichte sprechen von 5.200 Gefangenen und 14 eroberten Geschützen.
Kolonien:
- Südafrikanische Truppen unter General Botha erobern Swakopmund in Deutsch-Südwestafrika.
Freitag, 15. Januar 1915:
Westfront:
- Ein Versuch der Deutschen, über Soissons hinaus vorzurücken, wird von den Franzosen zurückgewiesen.
Samstag, 16. Januar 1915:
Westfront:
- Durch schweres Artilleriebombardement werden die Deutschen gezwungen, ihre Stellungen bei Niewpoort (Belgien) aufzugeben.
- Mehrere Gefechte zwischen Franzosen und Deutschen bei Blangy, Arras und in der Champagne enden mit französischen Siegen.
Ostfront:
- Die Russen setzen ihren Vormarsch entlang der unteren Weichsel fort und wehren erfolgreich Gegenangriffe nahe Bolimov (an der Ravka) ab. Ihre Vorhut besetzt den Kirlibaba-Paß (Bukovina).
Naher Osten:
- Ende der Schlacht von Kara Urgan: Der Kampf endet mit einem russischen Sieg und die Türken erleiden über 4.000 Mann Verluste.
Sonntag, 17. Januar 1915:
Westfront:
- Bei Autreches, nordwestlich von Soissons, schlagen die Franzosen einen deutschen Durchbruchsversuch zurück.
- In einem Überraschungsangriff erobern französische Truppen die deutschen Befestigungen im Priesterwald (Lothringen).
Krieg zur See:
- Das französische Unterseeboot Saphir geht aus ungeklärter Ursache in den Dardanellen verloren. Sie sollte ursprünglich unter der türkischen Minensperre dort hindurchtauchen und die türkische Schiffahrt im Marmarameer angreifen.
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