Die Woche vom 18. Januar bis 24. Januar 1915
Montag, 18. Januar 1915:
Westfront:
- Im Priesterwald (Lothringen) rücken die Franzosen gegen nur geringen Widerstand weiter vor.
Naher Osten:
- Die türkischen Truppen in Armenien ziehen sich hinter den Fluß Chorok zurück.
Zivilleben:
- Die "Kriegsrohstoffabteilung" im Kriegsministerium meldet einen Rückgang von 25% bei der Roheisenerzeugung im Jahr 1914. Am höchsten ist der Rückgang mit 33,5% in Lothringen.
Dienstag, 19. Januar 1915:
Westfront:
- Deutsche Zeppeline führen Bombenangriffe auf Yarmouth und King's Lynn an der englischen Südostküste durch.
Kolonien:
- Ein Gefecht bei Jassini (Deutsch-Ostafrika) zwischen den deutschen Schutztruppen und britischen Truppen endet mit der Kapitulation der Briten. Das britische Oberkommand beschließt daraufhin einen Aufschub der Invasion in Deutsch-Ostafrika bis ausreichend Verstärkungen aus Indien herangeführt sind.
Mittwoch, 20. Januar 1915:
Westfront:
- Die Franzosen rücken im Priesterwald weiter vor.
- Heftige Gefechte zwischen Deutschen und Franzosen am Hartmannsweilerkopf (Elsaß).
Ostfront:
- Die Russen erobern Skempe (Polen)
- Der russische Vormarsch in der Bukowina geht weiter. Ein österreichisch-ungarischer Gegenangriff am Kirlibaba-Paß wird zurückgeschlagen.
Diplomatie & Politik:
- Gen. Erich von Falkenhayn wird in seinem Amt als preußischer Kriegsminister von GenLt. Erich Wild von Hohenborn abgelöst, so daß er sich ganz auf seine Rolle als Befehlshaber der Westfront konzentrieren kann.
Donnerstag, 21. Januar 1915:
Westfront:
- Die Franzosen bringen die Wälder rund um Beausejour unter Kontrolle, müssen sich dafür aber im Priesterwald teilweise zurückziehen.
Ostfront:
- Ein weiterer österreichischer Gegenangriff auf den Kirlibaba-Paß wird zurückgeschlagen.
Diplomatie & Politik:
- Der britische Botschafter in Washington gibt bekannt, daß seine Regierung den Anfang des Monats erfolgten Verkauf des deutschen Frachters SS Dacia an einen US-Staatsbürger nicht anerkennt (da der Käufer deutscher Herkunft ist). Sollte das Schiff von der Royal Navy außerhalb der amerikanischen Hoheitsgewässer angetroffen werden, so werde es als Prise genommen.
Freitag, 22. Januar 1915:
Westfront:
- Schwere Kämpfe in den Argonnen bei Fontaine Madame und St. Hubert, sowie am Hartmannsweilerkopf (Elsaß).
- Deutsche Flugzeuge greifen Dünkirchen an. Etwa gleichzeitig bombardieren britische Maschinen Zeebrügge.
Ostfront:
- Nach dem Eintreffen von Verstärkungen greifen die Österreicher erneut die russischen Stellungen am Kirlibaba-Paß an und können diese schließlich auch erobern.
Samstag, 23. Januar 1915:
Westfront:
- Kleinere Gefechte an verschiedenen Stellen in den Argonne und im Elsaß.
- Bei Khorsan (Armenien) werden zwei türkische Divisionen von den Russen in die Flucht geschlagen.
Sonntag, 24. Januar 1915:
Westfront:
- Der Generalstabschef der BEF, GenLt. Sir Archibald Murray, wird wegen mehrfacher Fehlentscheidungen durch GenMaj. William Robertson ersetzt.
Kolonien:
- Bei Upington (Südafrikanische Union) kommt noch einmal zu einem Gefecht zwischen den Resten der burischen Freikorps unter General Maritz und Unionstruppen. Letztere behaupten mühelos das Feld.
Krieg zur See:
- Seeschlacht auf der Doggerbank: Die deutschen Aufklärungsstreitkräfte unter KAdm. Hipper (Schlachtkreuzer Seydlitz, Derfflinger & Moltke, Panzerkreuzer Blücher) machen mit einen Vorstoß gegen die britischen Fischereiflotten auf der Doggerbank. Dank des im Vorjahr von der Magdeburg geborgenen Funkschlüssels ist die Royal Navy informiert und schickt ihnen einen Verband aus fünf Schlachtkreuzern (Lion, Princess Royal, Tiger, New Zealand & Indomitable) unter VAdm Beatty entgegen.
Bei Insichtkommen des stärkeren britischen Verbandes drehen die Deutschen bei. Es entwickelt sich ein dreistündiges Rückzugsgefecht auf Distanzen von 8 bis 9sm Distanz, bei dem die Flaggschiffe der beiden Verbände Lion und Seydlitz schwer zusammengeschossen werde und der Panzerkreuzer Blücher sinkt.
|
 |