Die Woche vom 1. Februar bis 7. Februar 1915
Montag, 1. Februar 1915:
Westfront:
- Ein deutscher Angriff westlich La Bassee wird von britischen und französischen Truppen zurückgeschlagen.
- Französische Geländegewinne bei Perthes.
Ostfront:
- Weitere Gefechte bei Bolimov. Die Russen gewinnen langsam an Boden.
- Trotz österreichischem Widerstandes rücken die russischen Truppen in den Karparthen zwischen Dukla-Paß und oberem San wieder vor.
Naher Osten:
- Ein britisches Aufklärungsflugzeug meldet eine starke türkische Armee in der Sinai-Wüste, die auf den Suez-Kanal vorrückt. Diese Armee - die türkische Vierte Armee unter Befehl des Marineministers Djemal Pascha - hatte Beersheba am 14. Januar verlassen. Um die Briten zu überraschen, war sie nicht entlang der Küstenstraße, sondern quer durch die Wüste marschiert.
Krieg zur See:
- Das deutsche U-Boot U 20 führt ohne Vorwarnung einen Torpedoangriff auf das Hospitalschiff SS Asturias vor Le Havre durch. Der Torpedo verfehlt zwar sein Ziel, aber der moralische Schaden für Deutschland ist dennoch immens.
Dienstag, 2. Februar 1915:
Ostfront:
- Die Russen erobern Skempe (Polen) im Sturm.
- Weitere heftige Gefechte bei Bolimov.
Balkanfront:
- In der Herzegowina werden die Österreicher durch montenegrinische Angriffe zurückgedrängt.
Naher Osten:
- Erste türkische Vorrauskommandos erreichen den Suez-Kanal zwischen Tussum und El Kantara. Die Briten verlegen gleichzeitig alle verfügbaren Truppen in Ägypten an den Kanal.
Diplomatie & Politik:
- Deutschland gewährt Bulgarien einen Kredit in Höhe von £3,000,000 im Tausch gegen wohlwollende Neutralität.
Mittwoch, 3. Februar 1915:
Westfront:
- Mehrere deutsche Angiffe in der Champagne werden von den Franzosen abgewiesen.
Ostfront:
- Die Russen erobern Gumin (nahe Bolimov) zurück.
- In den Karparten können die Österreicher die Tucholka- und Beskid-Pässe zurückerobern. Am Uszok-Paß werden sie dagegen zurückgedrängt.
Naher Osten:
- Schlacht am Suez-Kanal: Die türkische Vierte Armee greift zwischen nahe dem Tussum die britischen Verteidigungsstellungen am Suezkanal an. Da das Überraschungsmoment jedoch verloren ist, scheitert sie und die Schlacht wird am Abend abgebrochen.
Kolonien:
- General Kemp und 500 burischen Rebellen kapitulieren in Upington.
Donnerstag, 4. Februar 1915:
Ostfront:
- Heftige Gefechte entlang der Bzurka. Die Russen überqueren den Fluß und errichten nahe Dachova einen Brückenkopf.
- In der Bukowina werden die Russen zurückgedrängt.
Kolonien:
- Ein deutscher Angriff von Südwestafrika aus auf Kakamas wird von südafrikanischen Truppen zurückgeschlagen.
Krieg zur See:
- Mit Wirkung vom 18. Februar erklärt die Kaiserliche Marine die Gewässer um England zum Kriegsgebiet. Damit kann dort jedes Schif - egal ob feindlich oder neutral - ohne Vorwarnung versenkt werden. Ausgenommen wird lediglich ein schmaler Streifen vom Skagerrak über die Deutsche Bucht zum Ärmelkanal für die neutrale Schiffahrt.
Freitag, 5. Februar 1915:
Ostfront:
- Die Russen können ihre Brückenköpfe an den Flüssen Bzura und Ravka ausbauen.
- Heftige Kämpfe ohne Geländegewinne in den Karparthen.
Samstag, 6. Februar 1915:
Westfront:
- Die Briten erzielen Geländegewinne bei Cuinchy.
Ostfront:
- Die Österreicher erobern Kimpolung (Bukowina) zurück.
Diplomatie & Politik:
- Die RMS Lusitania erreicht Liverpool unter amerikanischer (und damit neutraler) Flagge. Mehrere neutrale Staaten protestieren gegen diesen Bruch des Seerechtes, weil sie einen uneingeschränkten Handelskrieg als deutsche Antwort befürchten.
Sonntag, 7. Februar 1915:
Westfront:
- Heftige deutsche Angriffe auf Bagatelle (Pas-de-Calais).
Ostfront:
- Zweite Schlacht bei den Masurischen Seen: Die Deutsche Achte Armee (Gen. Below) geht in Ostpreußen zur Offensive über. Am ersten Tag betragen die Geländegewinne bereits bis zu 40km.
- Bei Kosziowa, nordöstlich des Tucholka-Passes, kommt es zu blutigen Gefechten. Mit mühe können die Österreicher den russischen Angriff abwehren.
- Die Österreicher stoßen bis zum oberen Suczavatal (Bukowina) vor.
Diplomatie & Politik:
- Das britische Außenministerium verteidigt die Benutzung neutraler Flaggen durch britische Schiffe als Mittel um den Feind zu täuschen.
- Großbritannien, Frankreich und Rußland beschließen die Kriegskosten in einem gemeinsamen Etat zu finanzieren.
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