Die Woche vom 15. Februar bis 21. Februar 1915
Montag, 15. Februar 1915:
Westfront:
- Die Briten erobern ihre tags zuvor verlorenen Gräben bei St. Eloi zurück.
Ostfront:
- Die Deutschen besetzen Plotsk (Polen).
Balkanfront:
- Als Reaktion auf serbische Grenzverletzungen, marschieren albanische Truppen in Serbien ein.
Dienstag, 16. Februar 1915:
Westfront:
- Heftige Infanteriegefechte in der Champagne und den Argonnen.
- Französische Gegenangriffe bei Norroy werden von den Deutschen zurückgeschlagen.
- Französische und Britische Flugzeuge bombardieren Oostende, Zeebrügge und andere besetzte belgische Häfen.
Ostfront:
- Heftige Vorpostengefechte an der Grenze Ostpreußens. Die Russen werden langsam auf den Njemen zurückgedrängt.
- Deutsche Angriffe bei Kosziowa (Polen) werden von den Russen zurückgeschlagen.
- Die Österreicher erobern Kolomea in der Bukowina zurück.
Balkanfront:
- Die albanischen Truppen werden wieder über die serbisch-albanische Grenze zurückgedrängt.
Diplomatie & Politik:
- Die USA protestieren in London erfolglos gegen die Beschlagnahmung der SS Wilhelmina.
Zivilleben:
- In Stuttgard stirbt der berühmte Textilfabrikant Wilhelm Bleyle (*7.4.1850), dessen Matrosenanzüge von fast jedem deutschen Jungen getragen werden.
Mittwoch, 17. Februar 1915:
Westfront:
- Geringe französische Geländegewinne bei Roclincourt (nördl. Arras), bei Perthes und nahe Verdun.
- Bei Blavandshuk (Dänemark) müssen die deutschen Marineluftschiffe L 3 und L 4 in schlechtem Wetter notlanden. Beide werden als Totalverlust abgeschrieben.
Ostfront:
- Die Russen gehen aus einer Reihe schwerer Gefechte entlang der Linie Plotsk-Ratsionj (Polen) als Verlierer hervor.
- Schlacht von Nadworna: Zwischen Nadworna und Kolomea prallen die russischen und österreichischen Armeen in der Bukowina aufeinander.
- Die Österreicher erobern Czernowitz (Bukowina) zurück.
Donnerstag, 18. Februar 1915:
Westfront:
- Heftige Gefechte bei Arras, in der Champagne, nahe Verdun und im Elsaß.
- Die Franzosen erobern die Funkstation von Xon und die Stadt Norroy zurück.
Ostfront:
- Die Deutschen erobern Tauroggen (Litauen).
- Die Österreicher erzwingen nahe Tarnow (Polen) einen Übergang über den Dunajec.
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Krieg zur See:
- Die deutsche U-Boot-Blockade tritt wie angekündigt in Kraft: Ab sofort kann jedes nicht eindeutig als neutral erkennbare Schiff in englischen Gewässer ohne Vorwarnung versenkt werden.
Zivilleben:
- Die 1916 geplanten Olympischen Spiele in Berlin werden von der deutschen Turnerschaft kriegsbedingt abgesagt.
Freitag, 19. Februar 1915:
Westfront:
- Bei Les Eparges (nahe Verdun) gelingen den Franzosen kleine Geländegewinne.
- Heftige Gefechte in den Vogesen: Die Deutschen besetzen den Reichsackerkopf und erobern Metzeral und Sondernach zurück.
Ostfront:
- Die Russen gehen an der Grenze zu Ostpreußen in die Gegenoffensive.
- Stanislau (Galizien) wird von österreichischen Truppen eingenommen.
- Ein Ausbruchsversuch aus Premzysl (Galizien) wird von den russischen Belagerern zurückgewiesen.
- Die österreichische Offensive über den Dunajec (Polen) bleibt bereits nach geringen Geländegewinnen stecken.
- Ende der Schlacht von Nadworna. Die Russen ziehen sich weiter aus der Bukowina zurück.
Krieg zur See:
- Der unter norwegischer Flagge fahrende englische Frachter Belridge wird im Ärmelkanal von einem deutschen U-Boot ohne Vorwarnung angegriffen und beschädigt.
- Eine starke Flotte unter VAdm. Carden (Dreadnought HMS Queen Elizabeth, drei Schlachtkreuzer, 12 britische und 4 französische Linienschiffe, sowie der Seeflugzeugträger HMS Ark Royal) erscheint vor den Dardanellen. Auf große Distanz eröffnen sie das Feuer auf die Befestigungen bei Kap Helles und Kum Kale. Da die türkische Küstenartillerie das Feuer nicht erwiedert wir die Aktion als erfolg gewertet. Tatsächlich jedoch hatten die Türken aufgrund geringer Munitionsreserve den Befhel nicht zu feuern.
Zivilleben:
- Zum 50. Geburtstag des schwedischen Asienforschers Sven Hedin erscheint sein umstrittenes Buch "Ein Volk in Waffen".
Samstag, 20. Februar 1915:
Westfront:
- Die Deutschen machen geringfügige Geländegewinne bei Ypern.
- Die Franzosen erobern die Wälder nördlich Perthes und machen Geländegewinne bei Les Eparges.
- Deutsche Truppen rücken auf Sulzern (Elsaß) vor, um die Stadt zurückzuerobern.
Ostfront:
- Deutsche Angriffe bei Kosziowa (Polen) werden zurückgeschlagen.
Naher Osten:
- Die in Ägypten stationierten australischen und neuseeländischen Truppen werden davon unterrichtet, daß sie an einer Landung auf der Halbinsel Gallipoli Operation teilnehmen sollen. Ursprünglich sollten sie in Frankreich zum Einsatz kommen.
Krieg zur See:
- Die Beschießung der Dardanellenforts wird fortgesetzt.
Diplomatie & Politik:
- Muavin ed-Douleh wird Nachfolger von Ala es-Sultaneh im Amt des persischen Premierministers.
Sonntag, 21. Februar 1915:
Westfront:
- Deutsche Flugzeuge Bombardieren Colchester und andere Orte in Essex. Die angerichteten Schäden sind jedoch minimal.
- Nördlich Perthes rücken die Franzosen weiter vor.
- Die Deutschen erobern Hochrod und Stossweiler im Elsaß zurück.
Ostfront:
- Erfolgreiche russische Gegenangriffe bei Lomja und Pltsk (Polen).
- Die Russen rücken in Galizien auf die Lupkow- und Wyzskow-Pässe vor und verhindern einen österreichischen Gegenangriff nahe Stanislau.
Naher Osten:
- In Armenien werden die Türken über den Fluß Ichkalen zurückgedrängt.
Zivilleben:
- Eröffung der Weltausstellung in San Francisco. 45 Nationen nehmen daran teil, darunter die kriegführenden Mächte England, Frankreich, Deutschland, Österreich-Ungarn und die Türkei.
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