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FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 1. März bis 7. März 1915

:: Die Woche vom 1. März bis 7. März 1915 ::

Die Woche vom 1. März
bis 7. März 1915

Montag, 1. März 1915:

Westfront:
  • Nach den Geländegewinnen der letzten Tage errichten die Franzosen in Erwartung eines deutschen Gegegnangriffes neue Grabenstellungen zwischen Perthes und Beausejour (Champagne).
Ostfront:
  • Die deutsche Offensive im Nordosten bricht am Njemen endgültig zusammen. Gen. Hindenburg befielt einen allgemeinen Rückzug nach Ostpreußen.
  • Heftige Gefechte zwischen Grodno und Osovyets (Polen).
  • Mehrere österreichisch-ungarische Angriffe in den Karparthen werden zurückgeschlagen.
Diplomatie & Politik:
  • Premierminister Asquith kündigt an, daß die Royal Navy ab sofort alle Schiffe (auch neutrale), die einen feindlichen Zielhafen ansteuern, aufbringen wird.

Dienstag, 2. März 1915:

Westfront:
  • Deutsche Angriffe auf die französischen Stellungen bei Perthes werden abgewehrt.
Ostfront:
  • Am Njemen gehen die Russen zur Gegenoffensive über. Offiziellen Angaben zufolge machen sie dabei in den ersten Tagen über 10.000 Gefangene.
  • Weitere heftige Kämpfe nahe Grodno und Osovyets.
  • Russische Artillerie nimmt Czernowitz (Galizien) unter Feuer.
  • Ein österreichischer Angriff auf den Lupkow-Paß (Karparthen) scheitert an der starken russischen Gegenwehr.
Krieg zur See:
  • Die Beschießung der Dardanellenforts wird wieder aufgenommen.

Mittwoch, 3. März 1915:

Westfront:
  • Ein französischer Angriff auf Mesnil (Champagne) wird von preußischen Gardeeinheiten unter hohen Verlusten für die Angreifer zurückgeschlagen.
  • Deutsche Artillerie beschießt wieder Reims.
Ostfront:
  • Die Russen erobern Stanislau und Krasna (Galizien).
  • Versuche der k.u.k.-Truppen, in den Karparthen wieder in die Offensive zu gehen, scheitern an effektiver russischer Gegenwehr.
Naher Osten:
  • Mit starken Kräften greifen die Türken strategisch wichtigen Hafenstadt Ahwaz am Persischen Golf an. Die Briten müssen sich zurückziehen, können aber ein türkisches Nachrücken verhindern.
Zivilleben:
  • Uraufführung des amerikanischen Monumentalfilms "Birth of a Nation". Der Film besticht durch seine technische Perfektion und die Leistungen der Schauspieler, wird aber gleichzeitig in den Nordstaaten und im Ausland wegen des zur Schau gestellten Rassismus und der unverholenen Glorifizierung des Klu-Klux-Klan stark kritisiert.

Donnerstag, 4. März 1915:

Ostfront:
  • Weiterhin heftige aber ergebnislose österreichische Angriffe in den Karparthen.
Diplomatie & Politik:
  • Die britische Admiralität gibt bekannt, daß sie gefangenen deutschen U-Boot-Fahrern keine "ehrenhafte Behandlung" zugestehen kann. Was das genau für diese bedeutet, wird jedoch offengelassen.
  • Die französische Regierung beschliesst die Entsendung von Truppen für die Gallipoli-Landung.
  • Moskau erhebt Anspruch auf die türkische Hauptstadt Konstantinopel im Falle eines Erfolges der Dardanellenoperation.

Freitag, 5. März 1915:

Westfront:
  • Heftige französische Angriffe auf die deutschen Stellungen am Hartmannsweilerkopf (Elsaß).
Ostfront:
  • Die Deutschen sammeln zwischen Thorn und Mlava starke Kräfte für eine neue Offensive.
  • Die Russen überschreiten die Bistritza (östliche Karparthen) und bedrohen damit die Flanke der österreichischen Armee.
Krieg zur See:
  • Das deutsche Marineluftschiff L 8 strandet nach Beschädigung durch französische Luftabwehr bei Ostende und wird von der Besatzung zerstört.
  • Die anglo-französische Flotte setzt die Beschießung der inneren Dardanellenbefestigungen fort. Dabei erzielt der Dreadnought Queen Elizabeth einen Volltreffer auf das "Fort L", das mit einem gewaltigen Schlag explodiert.
  • Ein britischer Flottenverband unter VAdm. Peirse (Linienschiffe Swiftsure & Triumph, Panzerkreuzer Euryalus) beginnt mit der Beschießung von Smyrna (Anatolien), dem zweitgrößten Hafen der Türkei.
Diplomatie & Politik:
  • Der griechische Premierminister Eleutherios Venizelos bietet den Alliierten in Geheimverhandlungen militärische Unterstützung für die Landung auf der Halbinsel Gallipoli an.

Samstag, 6. März 1915:

Ostfront:
  • Nach weiteren fehlgeschlagenen Angriffen auf die russischen Stellungen in den Karparthen zieht sich die österreichische Armee in die Bukowina zurück.
Krieg zur See:
  • Die Beschießung der Dardanellenforts wird weiter fortgesetzt.
Diplomatie & Politik:
  • König Konstantin von Griechenland entläßt Premierminister Venizelos wegen Gefährdung der griechischen Neutralität. Sein Nachfolger wird Ditrios Gounaris.

Sonntag, 7. März 1915:

Westfront:
  • Ostende wird von britischen Fliegern bombardiert.
Ostfront:
  • In den Wäldern um Augustovo (Polen) kommt es zu Gefechten zwischen den zurückweichenden Deutschen und russischen Kosaken.
  • Heftige Kämpfe um Osovyets (Polen).
  • Österreichische Angriffe auf Baligrod (Karparthen) werden von den Russen zurückgewiesen.
Krieg zur See:
  • Weiterführung der Dardanellenbeschießung. Mittlerweile sind alle Außenforts zum Schweigen gebracht. Dennoch liegt die Flotte unter Adm. Carden weit hinter dem Zeitplan, da die als Minensucher agierenden Trawler und ihre Besatzungen aus freiwilligen Fischern sich mit dem Räumen der türkischen Minenfelder nicht vorankommen.
  • Die Küstenbatterien
Diplomatie & Politik:
  • Die griechische Regierung verlangt von Großbritannien eine Erklärung wegen der völkerrechtswidrigen Besetzung der Insel Lemnos.

08. März 2005 - 11:44
( Parabellum )

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