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FL18 - Frontline18 .:. Die Woche vom 19. April bis 25. April 1915

:: Die Woche vom 19. April bis 25. April 1915 ::

Die Woche vom 19. April
bis 25. April 1915

Montag, 19. April 1915:

Westfront:
  • Im Elsaß ziehen sich die deutschen Truppen an einigen Stellen zur Frontverkürzung zurück.
  • Heftige Kämpfe um die Höhe 60 bei St.Eloi.
Kolonien:
  • Die Deutschen evakuieren Keetmanshoop (Deutsch-Südwestafrika).
Diplomatie & Politik:
  • Sir John French, der Kommandeur der BEF, bestreitet in einer Note an alle verbündeten Mächte die Verwendung von Giftgasdurch die britische Armee.
  • Deutschland richtet eine Entschuldigung an die Niederlande für die versehntliche Versenkung des Dampfers Katwyk drei Tage zuvor.

Dienstag, 20. April 1915:

Westfront:
  • Deutsche Artillerie beschießt Reims und Ypern.
  • Die Deutschen erobern Embermenil (Lothringen) zurück.
Ostfront:
  • Die Österreicher werden nahe Gorlice (Galizien) zurückgeschlagen.
Naher Osten:
  • Die türkische Armee zieht einen Belagerungsring um die aufständische Stadt Van (Armenien).
Kolonien:
  • Die deutsche Schutztruppe in Südwest wird nahe Kebus von den Südafrikanern geschlagen.
  • Ein anglo-französisches Expeditionskorps besetzt Mandera (Kamerun).

Mittwoch, 21. April 1915:

Westfront:
  • Fortsetzung der Kämpfe um die Höhe 60.
  • Die Franzosen erobern den sogenannten "Kuhkopf", eine starke deutsche Stellung nahe St. Mihiel.
Ostfront:
  • Die Russen besetzen die strategisch wichtige Höhe 1002 nahe Lubonia (Karpaten).
Südfront:
  • An der österreichisch-italienischen Grenze kommt es zu Schußwechseln zwischen italienischen und österreichisch-ungarischen Grenztruppen.

Donnerstag, 22. April 1915:

Westfront:
  • Die Zweite Schlacht um Ypern beginnt: Bei Sonnenaufgang blasen die Deutschen 168 t Chlorgas in Richtung der französischen Linien südlich von Ypern. Über 5.000 französische und algerische Soldaten kommen um, weitere 2.000 geraten in Gefangenschaft. Da die Deutschen jedoch kaum Reserven haben, kann der entstandene Durchbruch nicht ausgenutzt werden.
  • Weiterer französischer Vormarsch bei St. Mihiel.
Ostfront:
  • Russische Angriffe am Uzsok-Paß scheitern im österreichischen Abwehrfeuer.
Naher Osten:
  • Anglo-französische Landungstruppen besetzen Enos (Thrakien).
Krieg zur See:
  • Erneute Beschießung des Hafens von Smyrna durch Kriegsschiffe der Entente.
Diplomatie & Politik:
  • Die britische Admiralität ordnet die sofortige Einstellung des zivilen Schiffsverkehrs zwischen England und den Niederlanden an.

Freitag, 23. April 1915:

Westfront:
  • Zweite Schlacht um Ypern: Durch eine Gegenoffensive der britischen 2.Armee unter General Smith-Dorrien wird die Front bei St. Julien südlich Ypern wieder stabilisiert.
Naher Osten:
  • Britische Schiffe beschießen türkische Stellungen am Golf von Saros.
Kolonien:
  • Die britische Regierung erklärt die Küste Kameruns für blockiert.
Diplomatie & Politik:
  • In London findet eine Geheimkonferenz der Außenminister Großbritanniens, Frankreichs, Rußlands, Italiens und Serbiens statt. Dabei werden Italien weitgehende Zugeständnisse als Gegenleistung für einen Kriegseintritt auf Seiten der Entente angeboten.

Samstag, 24. April 1915:

Westfront:
  • Zweite Schlacht um Ypern: Die Deutschen besetzen St. Julien. Belgische und französische Truppen erobern Lizerne zurück. Gleichzeitig eröffnet ein weiterer Chlorgasangriff nördöstlich von Ypern einen deutschen Angriff auf die dortigen kanadischen Stellungen.
Ostfront:
  • Die Österreicher besetzen den Ostaij, eine Höhe südöstlich von Kosziowa am Tucholka-Paß.
Kolonien:
  • Heftige Kämpfe zwischen der deutschen Schutztruppe und indischen Soldaten am Kilimanjaro (Ostafrika).
Diplomatie & Politik:
  • Das türkische Parlament beschließt die Auflösung aller armenischen Verbände und Vereine wegen Zusammenarbeit der Volksgruppe mit den Russen. Mehrere hundert Armenier werden in den folgenden Wochen als Landesverräter verurteilt, 235 davon zum Tode.

Sonntag, 25. April 1915:

Westfront:
  • Zweite Schlacht um Ypern: Die Deutschen erobern Lizerne zurück. Ein britischer Rückeroberungsversuch bei St. Julien scheitert.
  • Deutsche Truppen erobern den Hartmannsweilerkopf (Elsaß), werden am gleichen Tag aber wieder von dort vertrieben.
Ostfront:
  • Heftige Kämpfe nahe Styrj (Galizien).
Naher Osten:
  • Beginn der Dardanellenlandung: Gedeckt von 18 Großkampfschiffen und 12 Kreuzern landen 30.000 anglo-französische Soldaten an fünf Stellen auf beide Seiten der Meerenge. Ihnen gegenüber steht die türkische V.Armee unter General von Sanders mit 80.000 Mann.
Krieg zur See:
  • Die russische Schwarzmeerflotte beschießt die Küstenbefestigungen am Bosporus, um die türkische Flotte von der gleichzeitig stattfindenden Landung an den Dardanellen abzulenken.

20. April 2005 - 13:00
( Parabellum )

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