Die Woche vom 26. April bis 2. Mai 1915
Montag, 26. April 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Die Deutschen durchbrechen die britischen Linien bei Brodseinde, französische Truppen erobern Het Sas zurück. Ein britischer Versuch St. Julien zurückzuerobern scheitert.
- Britische Bomber greifen Courtrai an.
Naher Osten:
- Gallipoli-Landung: Die Höhe 141 und der 'V Beach' sind gesichert,
- Die Russen rücken in Armenien ohne nennenswerten Widerstand auf Olty vor.
Krieg zur See:
- Der erfolgreiche deutsche Hilfskreuzer Kronprinz Wilhelm wird mit Maschinenschäden in Newport News (New York) interniert.
Kolonien:
- Deutsche Schutztruppen unterliegen in einem Gefecht bei Trekopjes (Deutsch-Südwest) den Unionstruppen.
Dienstag, 27. April 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Ein Angriff der Entente nördlich von Ypern wird durch Giftgaseinsatz von deutscher Seite zurückgeschlagen.
Ostfront:
- Die Deutschen rücken auf Shavli (Baltikum) vor.
Naher Osten:
- Gallipoli-Landung: Die Landungstruppen der Entente haben mittlerweile in allen Landungszonen fußgefaßt.
- Russische Truppen zwingen die Türken bei Kutur (Persien) zum Rückzug.
Krieg zur See:
- Der französische Panzerkreuzer Leon Gambretta sinkt nach torpedotreffer durch das österreichisch-ungarische U-Boot 5 vor Kap Santa Maria di Leuca.
- Das australische Unterseeboot AE 2 schleicht sich erfolgreich durch die Minensperren in den Dardanellen ins Marmarameer und macht dort jagd auf türkische Küstenschiffe.
Diplomatie & Politik:
- Auf Druck von Marineminister Churchill werden 29 gefangene deutsche U-Boot-Besatzungsmitglieder unter Mordanklage gestellt und in Einzelhaft gehalten. Die Intension dahinter ist es, die öffentliche Meinung in Deutschland gegen den U-Boot-Krieg zu richten.
Zivilleben:
- Mit der Eröffnung der Eisenbahnbrücke über den Euphrat bei Jerablus wird ein weiterer Abschnitt der berühmten Bagdadbahn für den Verkehr freigegeben.
Mittwoch, 28. April 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Mehrer deutsche Angriffsversuche scheitern. Die Initiative geht zuhends an die Entente über.
- Deutsche Luftangriffe auf Dünkirchen, Pervyse und Nancy. Als Vergeltung bombardieren die Franzosen noch am gleichen Tage Friedrichshafen.
- Deutsche Truppen nehmen die französischen Stellungen bei Les Mesnils (Champagne) im Sturm.
Ostfront:
- Die neuaufgestellte Heeresgruppe Mackensen unter dem Befehl von GenOberst. August von Mackensen beginnt ihre Offensive Entlang der Flüsse Dunajec and Biala Rivers (Westgalizien). Die aus der deutschen 1. Armee und der österreichisch-ungarischen 4. Armee bestehende Heeresgruppe durchbricht bereits am ersten Tag die russischen Linie und zwingt den Gegner zum Rückzug.
Naher Osten:
- Gallipoli-Landung: Unterstützt von der Artillerie des Dreadnoughts Queen Elizabeth rücken britische Truppen auf Krithia und die strategisch wichtige Anhöhe Achi Baba vor.
- Kleinere Gefechte östlich des Suezkanals zwischen britischen Vorposten und türkischen Kommandotruppen.
Kolonien:
- Die deutsche Schutztruppe in Südwestafrika wird bei Gibeon erneut von Unionstruppen geschlagen.
Diplomatie & Politik:
- Die Südafrikanische Regierung veröffentlicht einen Bericht zur Burenrebellion.
Donnerstag, 29. April 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Heftige Artillerieduelle nördlich der Stadt. Die kanadischen Truppen ziehen sich aus dem Umland von Ypern zurück.
- Deutsche Artillerie beschießt Reims und Dünkirchen.
Ostfront:
- Der Vormarsch der Heeresgruppe Mackensen in Galzien geht weiter, ebenso eine kleinere Offensive der Deutschen im Baltikum.
- Mehrere österreichisch-ungarische Angriffe am Uszok-Paß werden von den Russen abgewiesen.
Naher Osten:
- Die Türken ziehen ihre Kommandotruppen wegen steigender Verluste vom Suez-Kanal ab.
Krieg zur See:
- Das britische U-Boot E 14 untertaucht die Dardanellensperren und dringt ins Marmarameer ein.
Freitag, 30. April 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Ein deutscher Ausfall bei St. Julien wird zurückgeschlagen.
- Deutsche Zeppeline greifen erstmals London an.
Ostfront:
- Der deutsche Vormarsch im russischen Baltikum erreicht Muravievo und Radziviliski.
Krieg zur See:
- Das ins Marmarameer eingedrungene Unterseeboot AE 2 wird durch Trimmprobleme nahe der Insel Marmara zum Auftauchen gezwungen und vom türkischen Torpedoboot Sultan Hissar mit Artillerie versenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie mehrere Küstendampfer beschädigt und ein Kanonenboot versenkt.
Zivilleben:
- Die deutsche Regierung setzt in alle größeren US-Zeitungen eine Warnung an neutrale Reisende, nicht mit britischen oder französischen Schiffen zu fahren.
Samstag, 1. Mai 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Ein deutscher Angriff auf die Höhe 60 wird zurückgeschlagen. Die Briten verlegen ihre Grabenlinien ein Stück nach Westen, um die Front zu begradigen.
Ostfront:
- Die Deutschen besetzen Shavli und rücken weiter auf Libau (Baltikum) vor.
- Die Heeresgruppe Mackensen rückt in Richtung Uszok-Paß vor.
Naher Osten:
- Gallipoli-Landung: Mehrere türkische Gegenangriffe auf die Landungsstrände.
Krieg zur See:
- Ein deutsches U-Boot torpediert versehentlich der US-Öltanker Gulflightnahe den Scilly Isles.
Kolonien:
- Unionstruppen besetzen Kubas (Deutsch-Südwest).
Diplomatie & Politik:
- Die britische Admiralität gibt den Schiffsverkehr zwischen England und Holland wieder frei.
- Die chinesische Regierung fordert von Japan die Rückgabe der besetzten deutschen Kolonie Tsingtao, da durch den Kriegsausbruch der Pachtvertrag als nichtig angesehen wird.
Sonntag, 2. Mai 1915:
Westfront:
- Zweite Schlacht von Ypern: Erneute deutsche Angriffe bei St. Julien zurückgeschlagen.
Ostfront:
- Die Heeresgruppe Mackensen nimmt Gorlitse und Ciezkowica (Galizien) ein und überquert die Biala.
- Die Russen besetzen kurzzeitig den Berg Makovoka (nahe Styrj), werden aber noch am gleichen Tage dort wieder vertrieben.
Naher Osten:
- Gallipoli-Landung: Mehrere türkische und anglo-französische Angriffe. Beide Seiten erleiden schwere Verluste, aber das Hauptziel Gaba Tepe bleibt in türkischer Hand.
Krieg zur See:
- Die russische Schwarzmeerflotte beschießt die türkischen Befestigungen am Bosporus.
Kolonien:
- Unionstruppen besetzen Otjimingwe (Deutsch-Südwest).
Diplomatie & Politik:
- Der türkische Kriegsminister Enver Pascha ordnet die Zwangsumsiedelung britischer und französischer Staatsbürger auf die Halbinsel Gallipoli an.
|
 |