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| FL18 - Frontline18 .:. Deutscher Schlachtkreuzer der "Moltke"-Klasse |
 | :: Deutscher Schlachtkreuzer der "Moltke"-Klasse :: |  |
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Deutscher Schlachtkreuzer der "Moltke"-Klasse
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Die beiden Schlachtkreuzer der Moltke-Klasse, das Typschiff Moltke und die leicht modifizierte Goeben, waren bereits die zweite Klasse von Schlachtkreuzern, die die Hochseeflotte in Dienst stellte. Sie waren die Nachfolger der älteren Von der Tann, dem ersten deutschen Schlachtkreuzer. Die Moltke-Klasse war größer, schneller, besser geschützt und stärker bewaffnet als ihr Vorläufer - statt acht Geschützen besaß sie zehn, aufgestellt in fünf Doppeltürmen. Jedes Schiff kostete etwa 42 Millionen Goldmark. Wie die Von der Tann erhielt sie 28 cm-Geschütze, während die britischen Schlachtkreuzer von Anfang an 30,5 cm-Geschütze besaßen. Allerdings waren die deutschen Schlachtkreuzer deutlich besser geschützt und gepanzert als ihre Gegenstücke und konnten auch ein Gefecht mit schwer bewaffneten Gegnern durchstehen, während die britischen Entsprechungen eher zur Vernichtung leichtbewaffneter Einheiten gebaut wurden und bei Treffern schwerer Geschütze nur ungenügend geschützt waren. Das zeigte sich in der Skagerakschlacht, als deutsche und britische Schlachtkreuzer im Gefecht der Aufklärungsgruppen gegeneinander kämpften: obwohl die deutschen Schiffe von den schweren Geschützen viele Treffer erhielten, wurde nur eines tödlich getroffen (SMS Lützow) und sank erst nach dem Gefecht auf dem Rückmarsch; die Besatzung konnte abgeborgen werden. Die Briten dagegen verloren drei ihrer Schlachtkreuzer (HMS Queen Mary, Indefatigable und Invincible) während der Kämpfe, die durch ihre unzureichende Panzerung und fehlende Magazinschotts bei Treffern in die Geschütztürme explodierten - die Flammen hochgehender Ladungen in den getroffenen Türmen schlugen in die Munitionskammern, und die folgende Explosion vernichtete das Schiff samt der ganzen Besatzung. Um ein Haar hätte ein solcher Treffer auch das Schicksal der Lion besiegelt. Zwar erhielten auch deutsche Schlachtkreuzer ähnliche Treffer, jedoch waren ihre Geschütztürme durch feuerfeste Schotten von den Munitionskammern abgetrennt und ganz allgemein besser gepanzert, so daß sie der Vernichtung entgingen. Dieses System war nach dem Gefecht auf der Doggerbank 1915 eingeführt worden, als die Seydlitz einen Treffer in ihre achteren Geschütztürme erhalten hatte und sicher zerstört worden wäre, wenn nicht die Munitionskammern rechtzeitig geflutet worden wären. Die Admiralität ließ daraufhin die zusätzliche Sicherung einbauen, die sich sehr gut bewährte.
Beide Schiffe dieser Klasse wurden während des ganzen Krieges vielfach eingesetzt. Die Moltke nahm als Teil der Aufklärungskräfte an mehreren Gefechten in der Nordsee teil, so am Gefecht auf der Doggerbank und an der Skagerakschlacht. Sie überstand den Krieg und wurde in Scapa Flow interniert, wo sie sich am 21. Juni 1919 mit dem Rest der Hochseeflotte selbst versenkte. Ihr Wrack wurde 1927 gehoben und 1929 verschrottet.
Die Goeben war Teil des deutschen Mittelmeergeschwaders und entkam zu Kriegsbeginn in die Türkei, wurde mitsamt Kommandant und Besatzung an die türkische Flotte überstellt und nahm entscheidenden Einfluß auf den Kriegsverlauf gegen Rußland im Schwarzen Meer. Nach dem Krieg blieb das Schiff noch lange Jahre in türkischen Diensten und wurde erst 1974 verschrottet, nachdem Verhandlungen gescheitert waren, es als Museumsschiff nach Deutschland zu bringen.
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Foto der Moltke in voller Fahrt
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Rißzeichnung der Moltke
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| Technische Daten |
Abmessungen
Verdrängung: 25400 t
Länge über alles: 186,6 m
Länge (Wasserlinie): 186,0 m
Breite: 29,4 m
Tiefgang: 8,77 m
Besatzung: 1053
Bewaffnung
28 cm L/50: 10 (5 x 2)
15 cm L/45: 12 (10 seit 1915)
8,8 cm: 12
50 cm Torpedorohre: 4
Panzerung
Deck: 50 mm
Gürtel: 270 mm
Kommandoturm: 350 mm
Türme: 230 mm
Antrieb
Wellen: 4
Turbinen: 2
Typ: Parson
Leistung
Gesamtleistung: 85661 PS
Höchstgeschwindigkeit: 28 kn
Reichweite: 4120 sm bei 14 kn
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Die Daten stammen von der Seite www.german-navy.de.
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| Autor |
Thema: Deutscher Schlachtkreuzer der "Moltke"-Klasse |
 | Jagdtiger |
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Clan: Kein Clan
Postings: 21
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HVUV, BRVDERCHEN, HVHV!
Ja, mal wieder gut gelungen, der Bericht, ohne unnötigen Ballast mit allem Wesentlichen dabei. Weiter so.
Als besonders funky empfinde ich die Anordnung der beiden seitlichen grossen Geschütztürme. Sieht abgefahren aus. Offensichtlich hatte man sich zur Zeit des Baus noch nicht zu der klassischen zwei vorn - zwei hinten - Anordnung bei Geschütztürmen durchgerungen.
Bis 1974 hat der Zossen gehalten ? Klassischer Fall von "deutscher Wertarbeit", if I`m any judge! ;-)
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 | Sentenza |
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Clan: 0
Postings: 1344
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hm, also ich würd sagen, dass der vorteil der beiden mittschiffs befindlichen türme darin besteht, dass man sowohl über den bug als auch nach achtern feuern kann, was nicht möglich wäre, wenn ein weiterer turm vorne angebracht wäre...
als vorteil des 4-turm konzepts kann ich mir vorstellen, dass man die magazine zusammenfassen und somit an panzerung sparen kann
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See the most beautiful jetfighter aircraft in action.
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 | Kaiserjäger |
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Clan: Kommando Sniper Feuersturm
Postings: 370
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Da hat er recht.
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Jedesmal wenn ich einen Engländer abgeschossen habe ist mein Jagdsinn für eine Viertelstunde besänftigt.
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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In späteren Jahren ging man zu einer Aufstellung der Geschütztürme in der Mittschiffslinie über, wo sie größere Abschnitte bestreichen konnten. Zudem erzwang das immer größere Kaliber der Geschütze aus Gewichtsgründen eine zahlenmäßige Reduzierung, so daß sich die Aufstellung von Doppel- oder Dreifachtürmen auf Vor- und Achterdeck durchsetzte. Die mittschiffs eingesparten Geschütztürme ermöglichten auch weitaus größere und stärkere Maschinen, welche den Übergang zum schnellen Großkampfschiff zuließen und den Schlachtkreuzer mit dem Schlachtschiff vereinigten.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | SMS Württemberg |
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Clan: xTNT
Postings: 10
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Hy,
ich denke, dass man ganz einfach keine fünf von diesen riesen Türmen in der Mittschiffslinie anbringen konnte, weshalb man auf die Seiten auswich. Selbst bei einer Breitseite konnte der verbliebene Turm auf der gegenüberliegenden Seite ein anderes Ziel unter Feuer nehmen.
[Editiert von SMS Württemberg am 31.May.2004 um 11:25]
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Das deutsche Volk, es lebe in Ewigkeit, in guten wie in schlechten Zeiten.
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 | Parabellum |
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Clan: Team Frontline18
Postings: 5411
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| SMS Württemberg hat folgendes geschrieben: | | ich denke, dass man ganz einfach keine fünf von diesen riesen Türmen in der Mittschiffslinie anbringen konnte, weshalb man auf die Seiten auswich. |
Teilweise: Der Gedanke hat ursprünglich tatsächlich eine Rolle gespielt, da in der Mittschiffslinie ja auch die Kessel- und Maschinenräume liegen. Jeder Turm mittschiffs auf Deck bedeutete dann auch ein Magazin darunter, das man irgendwie zwischen die Antriebsräume einschieben mußte. Dadurch wäre das Schiff dann immer länger geworden (siehe HMS Agincourt mit 7 Türmen!!!).
Auf den deutschen Schlachtkreuzern war dieses Problem aber nicht so akut, wie auf den wesentlich kompakteren britischen Schiffen der Invincible- und Indefatigable-Klasse.
Zwei damals wesentlich wichtigere Argumente waren die Aspekte des "chase fire" und die Feuerleereserve:
"Chase fire" bezeichnet die Fähigkeit eines Schiffes, in einem Verfolgungsgefecht einen möglichst großen Teil seiner Artillerie auch voraus (als Verfolger) bzw. achteraus (als Verfolgter) nutzen zu können. Bei Seitendeckstürmen erhoffte man sich, daß sie notfalls - unter Inkaufnahme von massiven Schäden an den Aufbauten - die Endtürme in dieser Hinsicht verstärken könnten.
Überhöhende Türme (wie Turm D auf der Moltke) kamen dafür nicht in Frage, weil ihr Gasdruck verheerende Wirkung auf die Besatzung des darunterligenden Turmes hatte, solange man keine wirklich gasdichten Geschütztürme bauen konnte (erstmals auf HMS Hood 1921)!
"Feuerleereserve" bezeichnet die Möglichkeit, durch eine 180°-Wende zusätzliche Geschütze ins Gefecht einzubringen, falls die Artillerie der Feuerluvseite durch Schäden außer Gefecht gesetzt wurde. Diese Praxis aus der Zeit der Segellinienschiffe und Breitseiten-Panzerschiffe (in denen immer beide Breitseiten separat bewaffnet waren) erwies sich aber aufgrund des hohen Gewichtsaufwandes für die zusätzlichen Türme zunehmend als untragbar.
| Zitat: | | Selbst bei einer Breitseite konnte der verbliebene Turm auf der gegenüberliegenden Seite ein anderes Ziel unter Feuer nehmen. |
Theoretisch sicher denkbar, praktisch mangels Feuerleitkapazität nur auf kürzeste Distanzen (z.B. in der Nachtschlacht vor dem Skagerrak) machbar.
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
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