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FL18 - Frontline18 .:. Österreich-Ungarns Fahrzeuge - Im Großen Krieg

:: Österreich-Ungarns Fahrzeuge - Im Großen Krieg ::

Österreich-Ungarns Fahrzeuge - Im Großen Krieg


Der Romfell

Der Romfell:

Die Frage nach gepanzerten Automobilen tauchte erstmals im Oktober 1914 auf. Oberleutnant Haba schlug der Automobiltruppe eine Konstruktion nach seinen Ideen vor. Das Kriegsministerium (KM) vertrat hierbei jedoch die Meinung, dass der galizische Boden für solche Fahrzeuge ungeeignet sei. Das EOK (Etappen-Oberkommando) schlug daraufhin vor, einen LKW zu einem Panzerauto umzubauen. Nach langer Planungsphase wurde auf Initiative der ungarischen Reichshälfte hin ein solches Fahrzeug gebaut. Ein Mercedes-PKW wurde nach den Plänen von Hauptmann Romanic und Oberleutnant Fellner in den so genannten "Romfell" (Zusammensetzung beider Namen) umgebaut. Der "Romfell" war ein sehr modern aussehendes Fahrzeug mit einem 95 PS Motor, Vierradantrieb und Vollgummireifen. Das MG vom Typ Schwarzlose wurde in einem voll drehbaren Turm untergebracht und konnte zur Not auch gegen Flieger einsetzt werden. Die Panzerung war 6 mm stark und wog drei Tonnen. 1917/18 wurde vermutlich ein zweiter "Romfell" gebaut; über diesen ist jedoch nur sehr wenig bekannt.

 


Der Junovic

Der Junovic:

1915/16 wurden nach Plänen des Hauptmanns Junovic mehrere Lastwagen zu Panzerwagen umgebaut. Der Panzeraufbau (vorne 7 mm und an den Seiten 5 mm stark) wurde zuerst auf drei Fiat 40 PS LKWs aufmontiert. 1917 wurden nochmals zwei LKWs umgebaut; einer vom Typ Büssing 36 PS und ein Saurer 34 PS. Über weitere Umbauten ist nichts bekannt. Bewaffnet waren sie mit zwei M 7/12 MGs vom Typ Schwarzlose. Die Gesamtbesatzung sollte aus fünf Mann bestehen. Das Foto zeigt einen Junovic, welcher in Bukowina, Galizien sowie in Rumänien eingesetzt wurde.

 


Der Austin mit Schriftzug

Der K.u.K. Panzerzug:

Die wenigen improvisierten Fahrzeuge wurden mit der Zeit durch Beutefahrzeuge ergänzt. So wurde in Obergalizien ein Austin neuer Art erbeutet. Ende 1917 fielen den K.uK. Truppen im Zuge der 12. Isonzoschlacht mehrere italienische Panzerwagen in die Hände, unter anderem ein beinahe intakter Lancia IZ und ein Bianci. Sämtliche dieser Fahrzeuge wurden auf M7/12 Schwarzlose-MGs umgerüstet. Der einzige Panzerzug Österreich-Ungarns wurde in Oberitalien geformt. Er umfasste zwei Junovic-Panzerwagen, den ersten Romfell und den Austin. Der Lancia war ursprünglich ebenfalls diesem Panzerzug zugeteilt, wurde dann aber nach Wien verlegt. Die restlichen Fahrzeuge wurden fallweise der Truppe zugeteilt.

 

(Anm. Alle Bilder aus “Stahl und Eisen im Feuer“ vgl. Quellen)


Quellen:
  • R.Hauptner – P.Jung: “Stahl und Eisen im Feuer“ Wien 2003 Verlagsbuchhandlung Stöhr.
  • http://www.landships.freeservers.com/
 


09. April 2006 - 19:18
( Kaiserjäger Goldi )

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