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Noch bevor die ersten A7V überhaupt fertig gestellt waren,
gab das Kriegsministerium den K-Wagen in Auftrag. Das K steht für "kolossal" und
das war er auch, mit 150 Tonnen Gesamtgewicht. Zuerst sollten diese Monster nur
durch zwei 200 PS starke Maschinen angetrieben werden.
Diese wurden später jedoch durch zwei 650 PS Daimler U-Boot Diesel Motoren ersetzt.
Das gigantische Gewicht des K-Wagens machte es unmöglich, ihn auf normalem Wege
zu transportieren. Deshalb sollte er in mehrere Teile zerlegt und auf vier
Eisenbahnwaggons verteilt in Portionen zu je 30 Tonnen transportiert werden. Es gab
jedoch keinen Fahrzeughersteller in Deutschland, der diese Höllenmaschine hätte bauen können.
So wurde entschieden, dass ein Unternehmen, welches normalerweise
Brückenbauteile herstellte, diesen Panzer fertigen solle. Die
Ketten wiederum sollten von einem Unternehmen produziert werden, das bisher
Großschaufeln hergestellt hatte.
Am 28. Juni 1917 beschloss das Kriegsministerium, daß innerhalb von acht Monaten zehn K-Wagen gebaut werden sollten, und zwar fünf K-Wagen in der Kugellagerfabrik Riebe in Berlin und fünf weitere in der Wagonfrabik Wegmann in Kassel.
Man fand bald heraus, daß der Panzer zu schwer für den Einsatz gewesen wäre.
Durch eine Verkürzung seiner Länge auf dreizehn Meter gelang es, sein Gewicht um immerhin 30 Tonnen zu reduzieren. Trotz der offensichtlichen Unsinnigkeit des gesamten Projektes (wurde als völlig idiotisch beschimpft) wurden auf Wunsch Hindenburgs zwei Prototypen gebaut, welche zu Kriegsende fast fertig gestellt waren.
Die Probeabteilung des Feldwagenamtes kam bereits am 18. Oktober 1917 zu dem Schluß, daß der K-Wagen trotz der Änderungen als Angriffswaffe denkbar ungeeignet sei und höchstens als mobiler Geschützbunker hinter den eigenen Linien zu gebrauchen sei.

K-Wagen Breitseite
Die Bewaffnung sollte aus vier 77 mm-Kanonen sowie sieben MGs bestehen. Anfangs wurde sogar noch erwogen, zwei Flammenwerfer einzubauen, was dann aber verworfen wurde.
Als Besatzung waren 27 Mann vorgesehen (Kommandant, Artillerieoffizier, zwei Fahrer, zwei Maschinisten,
zwölf Kanoniere, acht Maschinengewehrschützen und ein Signalist). Der K-Wagen konnte in sechs Module zerlegt werden welche dann per Bahn transportiert werden sollten. Die Module bestanden aus dem Führerraum für die Fahrer und den Kommandanten, den Kampfraum für die Kannoniere und MG-Schützen, die Motorkammer mit 300 Liter Treibstofftank, den beiden Mechanikern und den Motoren, dem Getrieberaum für die Elektro-magnetische Kuppelung und den beiden Seitenauslegern. Auf dem Dach des Kampfraumes befand sich eine Beobachtungsuppel für den Kommandanten und Artillerieoffizier. Dahinter war ein aufklappbarer Semaphor moniert. Zur Komunikation innerhalb des Wagens wurde eine umgebaute U-Boot Signalanlage eingebaut, die es dem Kommandanten erlaubte, über Lichtsignale den verschiedenen Abteilungen Befehle zu übermitteln. Der K-Wagen besaß auch ein zentrales Feuerleitsystem, das von deutschen Zerstören übernommen wurde und mit dem der Kommandant die Geschütze elektrisch einrichten konnte, aufgrund soviel Marine technik wurde der K-Wagen auch "Landschiff" gennant.
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