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| FL18 - Frontline18 .:. Russisches Schlachtschiff der "Gangut"-Klasse |
 | :: Russisches Schlachtschiff der "Gangut"-Klasse :: |  |
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Russisches Schlachtschiff der "Gangut"-Klasse
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Im Russisch-Japanischen Krieg 1904-05 büßte Rußland fast seine gesamte Flotte ein, zuerst fielen die Streitkräfte im fernen Osten den Japanern zum Opfer. Die in einer denkwürdigen Aktion aus der Ostsee um den halben Globus herumgeführte Baltische Flotte unter dem tatkräftigen Admiral Rojestwenski teilte ihr Schicksal in der Seeschlacht von Tsushima 1905. Danach stand Rußland praktisch ohne Flotte da, ein Neuaufbau tat also Not. Kurz darauf begann Großbritannien mit der Einführung moderner Großkampfschiffe, die nach den Ideen des italienischen Konstrukteurs Cuniberti gestaltet waren: schnelle, wohlgepanzerte Schiffe mit einheitlichen schweren Geschützen, die nach allen Richtungen feuern konnten, die nach dem ersten derartigen Schiff so genannten “Dreadnoughts”.
Die Russen griffen diese Idee auf, um die neu aufzubauende Flotte mit potenten Schiffen auszustatten. Die neuen Großkampfschiffe erhielten vier Geschütztürme zu drei 30,5 cm-Geschützen und einen vollen Panzerschutz um den ganzen Rumpf. Allerdings war die Panzerung nicht besonders stark, dafür bedeckte sie einen Großteil der Außenhaut, um einen möglichst vollständigen Flächenschutz zu erreichen. Das durch die reduzierte Panzerung ersparte Gewicht ermöglichte eine für Schlachtschiffe relativ hohe Geschwindigkeit, man strebte eine Art Zwischentyp zwischen Schlachtschiff und Schlachtkreuzer an. Insgesamt vier dieser Schiffe wurden für die baltische Flotte in russischen Werften (eine Bedingung der russischen Duma bei der Bewilligung der Mittel) auf Stapel gelegt und erreichten im Laufe des Krieges nach und nach die Truppe: Gangut, Sevastopol, Poltava und Petropavlovsk.
Leider waren die neuen Schiffe der Gangut-Klasse bereits bei ihrer Indienststellung den neueren deutschen Baumustern unterlegen, und rein zahlenmäßig war die Hochseeflotte ohnehin viel stärker. Das wirkte sich aber im Krieg selten aus, da sie die meiste Zeit in der Nordsee stationiert war und der Krieg in der Ostsee von schwachen deutschen Streitkräften geführt wurde. Nur wenige Male nahmen Geschwader der Hochseeflotte an Unternehmungen in der Ostsee teil, so beim Unternehmen “Albion”, der Eroberung der baltischen Inseln Ösel, Dagö und Moon.
Im Ersten Weltkrieg waren die Schiffe nur an relativ wenigen Aktionen gegen die Deutschen beteiligt. Im Bürgerkrieg fielen sie den Sovjets in die Hände, wobei die Petropavlovsk 1919 durch britische Torpedoboote versenkt wurde. Sie konnte aber gehoben und repariert werden. Die Poltava wurde 1922 durch Feuer beschädigt und aus dem aktiven Dienst genommen, sie diente im Zweiten Weltkrieg als Blockschiff in Kronstadt. Die anderen Schiffe bildeten bis nach dem Zweiten Weltkrieg den Kern der sovjetischen Flotte, die in Marat umbenannte Petropavlovsk wurde trotz schwerer Schäden durch einen deutschen Luftangriff bei der Verteidigung Leningrads eingesetzt, ebenso wie die in Oktjabrskaja Revolucija umbenannte Gangut. Die Sevastopol erhielt den neuen Namen Parishkaja Kommuna und nahm im Schwarzen Meer am Krieg teil, vor allen Dingen durch Küstenbeschießungen bei den Belagerungen von Odessa und Sevastopol. Im Jahr 1942 erhielten alle übriggebliebenen Schiffe ihre alten Namen zurück. Sie wurden nach dem Krieg noch weiterbenutzt und in den 50er Jahren allmählich außer Dienst gestellt und verschrottet.
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Gemälde der Gangut
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Rißzeichnung der Gangut
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| Technische Daten |
Abmessungen
Verdrängung: 26.590 t
Länge Wasserlinie: 180,0 m
Länge über alles: 184.9 m
Breite: 26,9 m
Tiefgang max.: 8,3 m
Besatzung: 1286
Panzerung
Panzerdeck: 38 mm
Gürtelpanzer: 255 mm
Hauptartillerie: 203 mm
Mittelartillerie: 203 mm
Antrieb
Wellen: 4
Turbinen: 4
Typ: Parsons
Leistung: 42.000 PS
Geschwindigkeit: 23 kn
Fahrstrecke: 940 sm - 23 kn
Brennstoffvorrat: 2080 t (Steinkohle)
Bewaffnung
Hauptartillerie: 12 x 305 mm (4 x 3)
Mittelartillerie: 16 x 120 mm (16 x 1)
45,7 cm-Torpedorohre: 4
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| Die Daten stammen von der Webseite “Giganten zur See”.
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| Autor |
Thema: Russisches Schlachtschiff der "Gangut"-Klasse |
 | Hokuto No Ken |
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Clan: Kein Clan
Postings: 476
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wofür ist dieses "gerüst" um das schiff gut? (mein die ruderähnlichen stäbe, die aus dem rumpf des schiffes kommen) zur stabilisierung???
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Das sind Spieren für Torpedonetze. Sie wurden ausgebracht, wenn das Schiff stillag, um es vor U-Bootangriffen zu schützen. Alle größeren Schiffe hatten damals so etwas, es war aber nicht immer effektiv.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | Brain |
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Clan: Kein Clan
Postings: 35
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Interessante Info
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Es gab sogar Torpedos, die mit einer "Netzschere" ausgestattet waren, was immer man sich darunter vorzustellen hat (ich werde mal suchen), um die Torpedonetze unwirksam zu machen. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden noch Torpedonetze benutzt, allerdings eher in fest installierter Form im Hafen, als das jedes Schiff seine eigenen Netze mitführte. So war etwa die "Tirpitz" auf ihrem norwegischen Liegeplatz in einem Netzkasten eingeschlossen, um von U-Booten oder Flugzeugen abgeschossene Torpedos aufzuhalten. U-Boote besaßen gewöhnlich auch ein von der Brückenkante zur Bugspitze reichendes Kabel, den sogenannten Netzabweiser, der wohl dazu diente, das Boot von Torpedo- oder U-Bootnetzen freizuhalten, wenn es durch sie hindurchfuhr.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?
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 | schaedel |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 550
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schlachtschiff ich stand mal vorm u boot :>>>
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 | Kaiserjäger |
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Clan: Kommando Sniper Feuersturm
Postings: 370
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Was ist das für ein Gestell seitlich vom Schiff, sagt aber nicht das die noch rudern müssen.
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Jedesmal wenn ich einen Engländer abgeschossen habe ist mein Jagdsinn für eine Viertelstunde besänftigt.
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 | julius |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 757
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Das ist besagte Aufhängung für die Torpedonetze, wie sie Jagdpanther oben schan mal beschrieben hat.
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 | Sentenza |
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Clan: 0
Postings: 1344
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danke wieder mal für den bericht...
vor allem das farbbild vermittelt einen guten eindruck von dem schiff...
kann man davon ausgehen, das schiff irgendwann mal in BF1918 wiederzufinden bzw. plant ihr auch andere marinen (K.u.K. wäre u. a. interessant...)?
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See the most beautiful jetfighter aircraft in action.
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Im Augenblick sieht die Planung vor, deutsche und britische Schiffe einzubringen - die "Gangut" könnte aber gut mit von der Partie sein, z.B. für Unternehmungen in der Ostsee oder im Schwarzen Meer. Die in den Artikeln vorgestellten Schiffe sind Möglichkeiten für die Auswahl, ob aber tatsächlich genau diese Typen eingebaut werden, steht noch dahin. So diskutieren wir im Augenblick, ob wir die gezeigte "Moltke"-Klasse als deutschen Schlachtkreuzer verwenden wollen oder doch lieber die etwas modernere "Derfflinger"-Klasse. Auch bei den anderen Schiffsklassen ist die Entscheidung noch keineswegs gefallen.
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 | Kaiserjäger |
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Clan: Kommando Sniper Feuersturm
Postings: 370
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Ihr werdet das schon regeln.
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Jedesmal wenn ich einen Engländer abgeschossen habe ist mein Jagdsinn für eine Viertelstunde besänftigt.
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 | arconric |
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Clan: Kein Clan
Postings: 1
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Wer sich für die Geschichte der Schlacht von Tsushima interessiert sollte folgenden
Roman mal lesen : Tsushima von Frank Thiess , erschienen 1957 bei Bertelsmann.
Hoch interessant, sehr detailliert mit jeder menge Informationen zu den beteilligten Schiffen...
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 | Jagdpanther |
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Clan: Team Battlefield 1918
Postings: 3348
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Kenn ich, gutes Buch!
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