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Im großen Krieg setzte Russland zwar hauptsächlich
Fahrzeuge ein, welche als Basis ein Chassis ausländischer Fertigung besaßen, doch
es wurden auch Fahrzeuge mit heimischem Fahrgestell gebaut.
Dazu zählt der Russo Balt (auch Russobalt oder Russo-Baltique). Sie kamen aus
der Firma „Russo-Baltiskig Zavod – RBVZ“ (dt. Russisch-Baltisches Autowerk), im
Westen schlicht unter dem Namen Russo-Balt bekannt. Die Panzerwagen wurden auf
dem Chassis der „M“-Serie gebaut. Um die Produktion zu beschleunigen wurde auf
einen Turm verzichtet. Stattdessen wurden die drei MGs in den Seiten eingebaut.
Diese Fahrzeuge waren Oktober 1914 einsatzbereit und am 19. jenes Monats wurden
sie zur 1. Automobil-Maschinengewehr-Kompanie an die Nordwest-Front geschickt.
Es soll sogar Versuche geben haben, eine 37 mm-Kanone in die Front einzubauen,
doch es ist unwahrscheinlich, daß dies je passierte. Da zu dieser Zeit die
Fabrik Russo-Balt der einzige Autohersteller Russlands war, konnten sie nicht mit
der Produktion den Anforderungen nachkommen.. |