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| FL18 - Frontline18 .:. Russisches Panzerfahrzeug "Jeffery-Poplavko" |
 | :: Russisches Panzerfahrzeug "Jeffery-Poplavko" :: |  |
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Jeffery-Poplavko
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Dieses Fahrzeug ist unter dem Namen „Jeffery-Poplavko“ oder „Poplavko-Jeffery“
oder kurz „Jeffery“ bekannt. Einer der erfolgreichsten und interessantesten LKWs des
großen Krieges war der „Jeffery Quad 4017“. Seit dem Jahr 1913 von der
Firma „Thomas Jeffery Co“ produziert war er eines der ersten Allgeländefahrzeuge
mit Vierradantrieb. Desweiteren wurde mit allen vier Rädern gelenkt, außerdem
besaß jedes Rad eine Bremse. Aufgrund seiner guten Geländeeigenschaften
wurde er nicht nur in großen Stückzahlen von der US-Armee angeschafft, sondern
auch von anderen Ländern wie: Großbritannien, Frankreich, Kanada, Russland, Argentinien,
Spanien. Es gab auch Sondervarianten wie: fahrbare Werkstätte, Ambulanz oder
auch Munitionstransporter. Bis 1918 wurden 11.490 Stück (nach anderen Quellen 21.490)
gebaut. Auch in den USA wurden gepanzerte Fahrzeuge auf Basis dieses Chassis
gebaut (vgl. USA). |
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 Mit Besatzung
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Zu Beginn des Großen Krieges kaufte Russland einige dieser
Fahrzeuge. Ein paar von ihnen wurden November 1915 der 26.
Panzerfahrzeugdivision unter Hauptmann Viktor Poplavko zugeteilt, welche auch ein
paar Austins und Garfords besaßen. Nach Anweisungen von Hauptmann Poplavko
wurden sie zu halbgepanzerten Instandhaltungsfahrzeugen umgebaut, um
Nachschub (Benzin, Munition) zu transportieren und beschädigte Fahrzeuge zu retten.
Der Motorraum sowie die Fahrerkabine wurden gepanzert. Nachdem alle
Fahrzeugnamen der Einheit mit einem „Ch“ begannen wurden die neuen Fahrzeuge „Charodyey”(der
Zauberer) genannt. Als man herausfand dass die Fähigkeiten dieser Fahrzeuge im
Gelände wesentlich besser waren als der anderen gepanzerten Fahrzeuge, wurden sie
zu Bergungsfahrzeugen umgebaut. Nachdem die Tests dazu äußerst zufriedenstellend verliefen,
schlug Poplavko dem Oberkommando vor, Jeffery-LKWs zu Panzerfahrzeugen
mit verbesserter Geländegängigkeit umzubauen. Eigentlich wollte Poplavko sie zu
gepanzerten Truppentransportern umbauen, welche zehn Mann mit Waffen (Säbeln,
Mauser-Pistolen sowie Handgranaten) transportieren sollten. Nachdem das
Oberkommando die Charodyey August 1916 in St.Petersburg testete, beschloss das Komitee
für Panzerfahrzeuge, dreißig solcher Fahrzeuge auf Chassis des Jeffery von der Firma
Izorsk bauen zu lassen. Im Unterschied zu Poplavkos Idee wurden sie nicht
als Truppentransporter gebaut - das niedrigere Profil machte es leichter,
Hindernisse zu durchdringen, wie Stacheldraht etc. Alle dreißig Fahrzeuge wurden
Ende September 1916 fertig gestellt. Eigentlich wurden weitere neunzig Stück im Januar 1917
bestellt, doch aufgrund der Revolution wurde lediglich eines fertig gestellt.
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 Bei den Tests
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Als die
Jefferys in Dienst gestellt wurden, formten sie eine neue Einheit: den
Spezial-Zweck Panzerfahrzeug Zug. Er bestand aus: den dreißig Jeffery, vier LKW, vier
Autos, vier Tankwagen, einem Werkstättenfahrzeug und neun Motorrädern. Er wurde Oktober
1916 and die Süd-Westfront verlegt, wo sie durch die Linien der Mittelmächte
brechen sollten. Die neuen Fahrzeuge wurden bis Frühling 1917 geheim gehalten.
Der Zug zeichnete sich besonders während des Durchbruchs der Mittelmächte nach Tarnopol
(dem heutigen Ternopil in der Ukraine) bei der Deckung des Rückzugs der 17. Armee aus und
war dann damit beschäftigt, den deutschen Vormarsch zu verzögern sowie Verwundete
abzutransportieren und zurückgelassenes Militärgerät einzusammeln. Zwei Fahrzeuge
wurden durch Artilleriefeuer zerstört, drei weitere beschädigt und dann von der
Besatzung vernichtet, damit sie dem Feind nicht in die Hände fielen. Dennoch
konnten die Mittelmächte fünf Fahrzeuge erbeuten (Bild rechts unten). Durch die
Fronterfahrung wurde erneut die großartige Geländegängigkeit dieser Fahrzeuge
unter Beweis gestellt. Besonders bei der Deckung des Rückzugs der 17. Armee, als
die Straßen so matschig wurden daß normale Fahrzeuge kaum noch vorankamen. Sie
zeigte aber auch Mängel auf: zuallererst die Anbringung der MGs, zwei MGs
hatten einen horizontalen Feuerbereich von gerade 15° nach jeder Seite, desweiteren
war der Motorraum nicht von dem der Besatzung getrennt, was zwar die
Instandhaltung einfacher gestaltete, aber dazu führte, daß es schnell sehr heiß
wurde. Aber sogar die Instandhaltung war schwieriger als bei anderen Fahrzeugen.
Die meisten Panzer verblieben bei der Roten Armee, wo sie am 1920 durch neuere
Modelle der Marken Fiat und Austin ersetzt wurden. Die fünf von den
Mittelmächten erbeuteten Fahrzeuge wurden von ihnen eingesetzt, zwei von ihnen
sogar bei den Straßenkämpfen in Berlin während der Revolution. Mindestens zwei
waren bei der polnischen Armee nach dem Krieg im Einsatz.
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Bei den Polen eingestzter Jeffery "Wnuk"
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- Name: Jeffery-Poplavko
- Herkunft: Russland
- Besatzung: 4 (Kommandant, Fahrer, 2 MG-Schützen)
- Gewicht: 8 Tonnen
- Geschwindigkeit: 35 km/h
- Panzerung: durchgehend 7 mm
- Bewaffnung: 2 MGs Typ Maxim m.05
- Motor: Buda 32 PS
- Abmessungen: L: 4,52 m B: 2 m H: 2,14 m
- Besonderheiten: Vierradantrieb
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Quellen |
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