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| FL18 - Frontline18 .:. Britischer Schlachtkreuzer der "Lion"-Klasse |
 | :: Britischer Schlachtkreuzer der "Lion"-Klasse :: |  |
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Britischer Schlachtkreuzer der "Lion"-Klasse
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Die drei Schiffe dieser Klasse von Schlachtkreuzern (Lion, Princess Royal und Queen Mary) trugen in der Navy den Spitznamen "splendid cats" (vortreffliche Katzen, wohl nach dem Typschiff Lion) und wurden 1909 und 1910 auf Kiel gelegt. Sie waren gleich den zeitgenössischen Schlachtschiffen mit 34,3 cm-Geschützen bewaffnet und noch schneller als ihre Vorgänger der Indefatigable-Klasse. Um die dazu nötigen stärkeren Maschinen aufnehmen zu können, waren sie fast ein Drittel größer als alle bisherigen Schlachtkreuzer. Jedes Schiff kostete rund 2,08 Millionen Pfund. Sie alle kämpften in der Skagerakschlacht mit.
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HMS Lion
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Gleich ihren Vorgängern hatte man die neuen Schiffe einseitig auf hohe Geschwindigkeit und schwere Bewaffnung zu Lasten der Panzerung ausgelegt. Und tatsächlich waren sie schneller als ihre deutschen Gegenstücke, und das Kaliber ihrer Hauptbewaffnung sowie ihre Reichweite waren größer (34,3 cm zu 28 und 30,5 cm). Der Verzicht auf guten Panzerschutz sollte sich allerdings rächen: während der Skagerakschlacht flog die Queen Mary mit der ganzen Besatzung in die Luft, nachdem schwere Granaten der Seydlitz und der Derfflinger ihren schwachen Panzer durchschlagen und das Hauptmagazin zur Explosion gebracht hatten. 1278 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, nur neun konnten gerettet werden.
Die Lion entging zweimal nur mit viel Glück einem ähnlichen Schicksal. Schon während des Gefechts auf der Doggerbank 1915 hatte sie einen Treffer in einen vorderen Turm erhalten, der zu einer heftigen Explosion führte, nur durch Glück fraß sich die Stichflamme nicht zum Hauptmagazin durch. Eine Vielzahl weiterer schwerer Treffer ließ sie mit zehn Grad Backbordschlagseite brennend aus der Gefechtslinie ausscheren. Jedoch zogen die Briten aus diesem Vorfall keine Lehren, der Panzerschutz der Schlachtkreuzer blieb so schwach wie er war. Auch im Skagerak war die Lion in ihren zentralen Geschützturm getroffen worden, und hochgehende Treibladungen hätten mit Sicherheit das Schiff zerstört, wenn nicht rechtzeitig die Munitionskammern geflutet worden wären. Nach zwölf schweren Treffern und Totalausfall ihrer Maschinen war sie manövrierunfähig und mußte von der Indomitable nach Hause geschleppt werden. Im selben Gefecht erhielt die Princess Royal neun Treffer schwerer deutscher Granaten, blieb aber einsatzbereit.
Nach Kriegsende wurden die verbleibenden beiden Schiffe nach dem Vertrag von Washington zur Beschränkung der Seerüstung 1922 außer Dienst gestellt und bald darauf abgewrackt.
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Rißzeichnung der Lion
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| Technische Daten |
Abmessungen
Verdrängung: 29.680 t
Länge über alles: 213,4 m
Breite: 26,9 m
Tiefgang: 8,0 m
Besatzung: 997 Mann
Bewaffnung
34,3 cm L/45: 8 (4x2)
10,2 cm L/50: 16
10,2 cm-Flak: 1 (ab 1917)
7,6 cm Flak: 1 (ab 1917)
53,3 cm Torpedorohre: 2
Panzerung
Deck: 25 mm
Gürtel: 102- 229 mm
Kommandoturm: 254 mm
Türme: 229 mm
Antrieb
Wellen: 4
Turbinen: 4
Typ: Parsons
Leistung
Gesamtleistung: 73.800 wps
Höchstgeschwindigkeit: 27,0 kn
Reichweite: 5610 sm bei 10 Knoten
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