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:: Die Skagerrakschlacht ::

Die Skagerrakschlacht

Das britisch- deutsche Flottenwettrüsten

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg hatte es zwischen Deutschland und England ein heftiges Wettrüsten zur See gegeben. Deutschland hatte Kolonien in Übersee erworben und war wirtschaftlich stark vom Außenhandel abhängig. Die deutsche Regierung glaubte, mit einer starken Flotte ihre Interessen in Übersee am besten schützen zu können, außerdem wollte man notfalls auch England zur See die Stirn bieten können, um im Falle eines Krieges ein Eingreifen Englands gegen Deutschland für die Briten risikoreich zu machen. Die Engländer reagierten mit einem verstärkten Ausbau ihrer eigenen Flotte. Seit der Schlacht von Trafalgar 1805 war England die unbestrittene Vormacht zur See und hatte ein riesiges Kolonialreich erworben, das den halben Globus umspannte. Um diese Besitzungen und den Überseehandel zu schützen und nötigenfalls seine Interessen in jedem Winkel der Welt durchsetzen zu können, maß England seiner Flotte das größte Gewicht bei. Es galt für die englische Regierung, den sogenannten „Two-Power-Standard“ einzuhalten: die britische Flotte mußte zahlenmäßig so stark sein wie die beiden nächststärkeren Flotten zusammengenommen. Die deutsche Flotte war in ihrer Stärke darauf berechnet, die Briten in der Norsee zu einer Schlacht herausfordern zu können und allen anderen Seemächten außer England überlegen zu sein.
Das Wettrüsten zur See gestaltete sich spannend, da neue technische Entwicklungen den Kampfwert der Flotten beeinflußten. Die Briten begannen als erste mit dem Bau moderner Großkampfschiffe, weil sie hofften, damit die gegnerischen Flotten entwerten zu können und eine alleinige Übermacht zu erlangen. Doch Deutschland und andere Mächte bauten schon bald ihre eigenen Großkampfschiffe und hielten das Rennen offen. Die Deutschen waren zwar zahlenmäßig schwächer als die Briten, hatten jedoch auch erheblich weniger Küstenlinie zu schützen und mußten nicht ein weltumspannendes Kolonialreich zusammenhalten. Außerdem waren ihre Schiffe qualitativ den britischen überlegen. Man hoffte, im Falle eines Krieges eine britische Blockade Deutschlands zu brechen und durch ein oder zwei gewonnene Schlachten die Royal Navy durch Abnutzung so zu schwächen, daß es möglich würde, sie auf gleicher Augenhöhe anzugreifen. So standen die Dinge, als im August 1914 der Krieg ausbrach.


Planzeichnung von HMS Iron Duke, Flaggschiff der Grand Fleet in der Skagerrakschlacht

Die Lage bei Kriegsbeginn

Die Briten agierten jedoch anders als erwartet. Statt ihre Flotte vor die deutsche Küste zu schicken und eine enge Blockade der deutschen Häfen innerhalb der bequemen Reichweite der Hochseeflotte durchzuführen, beschränkten sie sich darauf, die Zufahrten zur Nordsee abzuschneiden und damit Deutschland zu blockieren. Der britische Kanal wurde mit Minensperren verseucht, und die Grand Fleet der Royal Navy sperrte den Eingang zur Nordsee zwischen Norwegen und Schottland. Damit war die deutsche Flotte in der Nordsee eingeschlossen und konnte nicht auf den Atlantik gelangen, ohne zuerst die Blockade der Briten zu brechen. Zudem mußte sie befürchten, bei einem Angriff auf den Gegner so weit von ihren Basen entfernt von der Heimat abgeschnitten und von überlegenen Kräften vernichtet zu werden. Allerdings hatte diese Taktik der Briten auch Nachteile: die Deutschen konnten ihrerseits die ganze Nordsee beherrschen, solange die Briten sich nicht nahe an die Küste wagten, und den Seeweg in die Ostsee blockieren. Damit war Rußland vom Seehandel und von allem Nachschub durch seine Verbündeten abgeschnitten, der Kriegseintritt der Türken im Herbst 1914 mit der Sperrung der Dardanellen vervollständigte diese Blockade und verwehrte der Entente jede Möglichkeit, den Russen zur Hilfe zu kommen. Nur geringe Mengen Nachschub konnten über die Nordmeerhäfen Murmansk und Archangelsk gebracht werden, die keine Anbindung an das russische Eisenbahnnetz hatten. So blockierten sich die beiden Machtblöcke zur See gegenseitig, jedoch besaß die Entente den Vorteil, daß England und Frankreich freien Zugang zu den Weltmeeren hatten und so Nachschub und Handelseinnahmen erhielten, während die Mittelmächte fast gänzlich vom Welthandel abgeschnitten waren.

Deutsche und Briten lieferten sich in der Nordsee immer wieder Gefechte, wenn Aufklärungsverbände beider Seiten aneinandergerieten, ein Gefecht der Schlachtflotten fand jedoch nicht statt. Die Deutschen beabsichtigten, mit ihrer ganzen Flotte Teile der Royal Navy zu stellen und zu vernichten, um so die Briten immer mehr zu schwächen, bis sie nicht mehr stark genug waren, um ihre Blockade aufrechtzuerhalten. Die Briten dagegen zielten darauf ab, einem Kampf auszuweichen und ihre Überlegenheit zu wahren. Sollte es dennoch zum Kampf kommen, wollten die dem Gegner ihre gesamte Flotte gegenüberstellen. Die Engländer besaßen bei der Planung ihrer Einsätze einen großen Vorteil: sie konnten den deutschen Funkverkehr zum großen Teil mitlesen und so meistens gut abschätzen, wie der Gegner vorgehen würde.
Immer wieder stießen schnelle Kampfverbände der Deutschen aus Schlachtkreuzern und Torpedobooten in die Nordsee vor, um Teile der englischen Flotte herauszulocken und dann mit überlegenen Kräften zur Schlacht zu stellen. Sie führten auch öfters in überfallartigen Unternehmungen Beschießungen von englischen Küstenstädten durch, um den Gegner zu reizen und zum Auslaufen zu bewegen, damit man ihn in U-Boot-Hinterhalte locken konnte. Die Briten warteten jedoch ab und ließen sich nicht zu unüberlegten Aktionen hinreißen – sie wußten, was für sie im Falle einer verlorenen Schlacht auf dem Spiel stand. Ein britischer Politiker dieser Tage bezeichnete den britischen Flottenchef Admiral Jellicoe als „den Mann, der den Krieg an einem Tag verlieren kann“: falls die Royal Navy eine große Schlacht verlöre, wäre der ganze Krieg für England verloren. Eine überlegene deutsche Flotte hätte die Zufahrten zur Insel abschneiden und England aushungern können.


SMS Friedrich der Große, Flottenflaggschiff der Hochseeflotte in der Skagerrakschlacht

Am Vorabend der Schlacht

Der Befehlshaber der Hochseeflotte, Admiral Scheer, plante Ende Mai 1916 einen großangelegten Vorstoß gegen die südnorwegische Küste, um die alliierte Schiffahrt in diesem Gebiet anzugreifen. Die gesamte Flotte sollte an diesem Raid teilnehmen, um etwa in der Gegend befindliche gegnerische Kräfte vernichten zu können. In den frühen Morgenstunden des 31. Mai verließ die deutsche Hochseeflotte ihren Stützpunkt Wilhelmshaven und steuerte nach Norden in die Nordsee hinaus.
Die Engländer erfuhren durch ihre Funkaufklärung von dem deutschen Plan, und Admiral Jellicoe sah eine Chance, den Gegner mit der Macht der ganzen britischen Flotte zu stellen und möglicherweise zu vernichten. Jedoch wußten die Briten nicht, daß ihnen die ganze gegnerische Flotte gegenüberstehen würde. Schon am Abend des 30. Mai verließ die Grand Fleet ihre Stützpunkte und vereinigte sich auf hoher See, um dann ostwärts auf die norwegische Küste zuzulaufen und den Gegner zu suchen. Beide Flotten näherten sich dem Skagerrak, wo sie schließlich zusammentreffen sollten.
Beide Kampfverbände waren in zwei Gruppen geteilt. Dem Gros voraus fuhren die Aufklärungsstreitkräfte, die aus schnellen Schiffen bestanden und den Gegner ausmachen und beschatten sollten, um der Schlachtflotte die Gefechtsberührung zu ermöglichen. Den Kern der Aufklärungsstreitkräfte stellten in beiden Fällen die Schlachtkreuzer dar, schnelle und schwerbewaffnete Schiffe, die aber nur mittelmäßig gepanzert waren. Den Aufklärungsstreitkräften folgte in einigem Abstand die Schlachtflotte, die durchweg aus schweren und relativ langsamen Großkampfschiffen bestand. Dazu kamen Verbände aus Kreuzern und Torpedobooten, die die schwerfälligen Schlachtflotten vor Angriffen leichter feindlicher Kräfte - insbesondere Torpedoangriffen - schützen sollten. Die sechs Geschwader der Grand Fleet marschierten parallel, während die Deutschen die drei Schlachtgeschwader in Kiellinie hintereinander führten. Das Kräfteverhältnis sah folgendermaßen aus:

Deutsche
Aufklärungsstreitkräfte: fünf Schlachtkreuzer, fünf Kleine Kreuzer, dreißig Torpedoboote
Schlachtflotte: sechzehn Schlachtschiffe, sechs ältere Linienschiffe, sechs Kleine Kreuzer, einunddreißig Torpedoboote

Briten
Aufklärungsstreitkräfte: vier schnelle Schlachtschiffe, sechs Schlachtkreuzer, vierzehn Kleine Kreuzer, siebenundzwanzig Zerstörer
Schlachtflotte: vierundzwanzig Schlachtschiffe, drei Schlachtkreuzer, acht Panzerkreuzer, zwölf Kleine Kreuzer, zweiundfünfzig Zerstörer


Admiral Reinhard Scheer

Fleet Admiral John Rusworth Jellicoe

Das Gefecht der Schlachtkreuzer

Gegen Mittag des 31. Mai sichtete der vorausfahrende britische Kreuzer Galatea zwei deutsche Torpedoboote, die einen dänischen Dampfer gestoppt hatten, und sandte eine Warnmeldung an Admiral Beatty, der das Aufklärungsgeschwader führte. Dieser ging auf Südostkurs, um vermutete gegnerische Schlachtkreuzer anzugreifen. Um 15.25 Uhr sichteten sich die beiden gegnerischen Aufklärungsgruppen und hielten aufeinander zu. Gegen 15.48 Uhr waren die beiden Gruppen einander nahe genug, um das Feuer zu eröffnen. Schon bald gab es die ersten Treffer, so fiel etwa einer der Geschütztürme des deutschen Schlachtkreuzers Seydlitz durch Volltreffer aus und explodierte, die Schotts zur Munitionskammer hielten aber dicht. Auch das britische Flaggschiff Lion erhielt einen Treffer in den vorderen Geschützturm, der gleichfalls in die Luft flog. Rechtzeitiges Fluten der Munitionskammern rettete aber das Schiff. Die Indefatigable hatte nicht so viel Glück: von einer Salve der Von der Tann in einen Geschützturm getroffen, explodierte sie mit einem einzigen Schlag und nahm fast die ganze Besatzung mit in die Tiefe. Jetzt waren auch die langsameren Schlachtschiffe der britischen Aufklärungsgruppe auf Schußweite heran und deckten die Deutschen mit schwerem Feuer ein, das allerdings nicht sehr viel Wirkung zeigte. Die deutschen Schiffe konzentrierten ihr Feuer jetzt auf den britischen Schlachtkreuzer Queen Mary. Drei Salven durchschlugen die unzulängliche Panzerung des Schiffes und detonierten in der Munitionskammer, der Schlachtkreuzer verschwand in einer riesigen Feuerwolke und ging mit der gesamten Besatzung unter. Jetzt näherten sich auch britische Zerstörer den deutschen Schiffen, und die von Vizeadmiral Hipper geführten Schlachtkreuzer drehten ab, um dem Feind auszuweichen. In diesem Moment sichteten die Briten die Mastspitzen der deutschen Schlachtflotte, die von Süden herankam. Beatty sah jetzt die Möglichkeit, die Deutschen direkt in die eigene Schlachtflotte hineinzulocken, und drehte seinerseits nach Norden ab, auf die britische Schlachtflotte zu. Inzwischen gerieten Zerstörer und Torpedoboote in einem heftigen Nahkampf aneinander, der einige Verluste forderte, ein Torpedoangriff britischer Zerstörer auf Hippers Schlachtkreuzer erzielte einen Treffer auf der Seydlitz, der jedoch kaum Wirkung zeigte - der ausgeklügelte Unterwasserschutz der deutschen Schiffe hatte seinen Wert bewiesen.


HMS Lion, das Flaggschiff des britischen Aufklärungsgeschwaders

Hipper verfolgt den Gegner

Es war jetzt 16.50 Uhr. Die Deutschen verfolgten mit ihrer gesamten Flotte die zurückweichenden britischen Aufklärungsstreitkräfte. Das Artillerieduell zwischen den Flotten blieb jedoch ohne echtes Ergebnis, trotz einiger Treffer gab es keine Schiffsverluste. Der deutsche Kleine Kreuzer Wiesbaden wurde allerdings von britischen Schlachtkreuzern bewegungsunfähig geschossen. Währenddessen rückte die britische Grand Fleet von Nordwesten heran, um den zahlenmäßig unterlegenen Gegner zur Schlacht zu stellen und von seinen Basen abzuschneiden. Die beiden Schlachtflotten näherten sich einander, konnten sich jedoch gegenseitig durch Rauch und Pulverqualm nicht sehen. Die der Grand Fleet vorausfahrenden britischen Panzerkreuzer gerieten in schweres deutsches Feuer, die Defence flog durch einen Volltreffer in die Luft, und die Warrior wurde so zersiebt, daß sie am nächsten Tage sank. Das den englischen Aufklärungsstreitkräften zugeteilte neue Schlachtschiff Warspite erhielt zahlreiche Treffer, darunter einen in die Ruderanlage, konnte sich aber schwerbeschädigt absetzen und die Heimatbasis erreichen. Aber auch die Deutschen gerieten allmählich unter Beschuß der gegnerischen Schlachtflotte. Die bewegungsunfähige Wiesbaden geriet ins konzentrierte Feuer der Briten und versank mit der ganzen Besatzung.


Die Hochseeflotte in Gefechtslinie

Das Treffen der Schlachtflotten

Gegen 18.20 Uhr kam es zu einem kurzen, aber heftigen Gefecht zwischen den drei der Grand Fleet zugeteilten Schlachtkreuzern Admiral Hoods und Hippers Aufklärungsstreitkräften. Hoods Flaggschiff Invincible flog nach einem Volltreffer mit der gesamten Besatzung in die Luft, während das bereits schwer angeschlagene deutsche Flaggschiff Lützow außer Gefecht gesetzt wurde. Sie versank während der Nacht auf dem Rückmarsch nach Deutschland, es gelang aber, ihre Besatzung zu retten. Die deutschen Schlachtkreuzer drehten nun nach Südosten ab, um aus dem konzentrierten britischen Feuer zu gelangen. Als Admiral Scheer mit der deutschen Schlachtflotte um 18.35 Uhr an dieselbe Stelle gelangte, hob sich endlich der Dunst, und er bemerkte, daß er einer riesigen Übermacht entgegensteuerte. Sofort befahl Scheer seinen Schiffen eine Gefechtskehrtwende, d.h. eine gleichzeitige Drehung seiner Schiffe um 180 Grad, um der sich auftuenden britischen Falle nach Süden zu entkommen. Das äußerst komplizierte Manöver klappte reibungslos, ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand der Flotte. Die Briten registrierten die Wende zu spät und ließen Scheer entschlüpfen. Erst um 18.50 Uhr ließ Jellicoe seine Schlachtflotte nach Süden drehen, um den Feind zu verfolgen. Beide Schlachtflotten beschossen sich heftig und erzielten auch Treffer, jedoch wurde kein Schiff ernsthaft beschädigt, und bald kam man wieder außer Schußweite. Währenddessen hatte Scheer wieder auf Ostkurs gedreht, dem Feind entgegen, um den Gegner anzugreifen und daran zu hindern, zwischen ihn und seine Basis zu gelangen. Die bereits stark mitgenommenen deutschen Schlachtkreuzer setzten sich wieder an die Spitze, gerieten aber in mörderisches britisches Feuer und erlitten viele Treffer. So erhielt die Derfflinger zwei gefährliche Treffer in ihre Geschütztürme, die in einer riesigen Feuersäule explodierten, die Pulverkammerschotts hielten aber trotz der Wucht der Explosion dicht und retteten das Schiff vor der Vernichtung. Trotz einer Vielzahl von Treffern blieben die deutschen Schlachtkreuzer einsatzbereit und konnten sich nach Südwesten absetzen. Auch die deutsche Schlachtflotte drehte nach einem erneuten ergebnislosen Gefecht mit der Grand Fleet nach Westen ab und entfernte sich vom Gegner, während deutsche Torpedoboote einen Angriff gegen Jellicoes Schlachtschiffe fuhren. Diese wichen den Torpedos nach Osten aus und verloren dadurch die Sicht auf den Gegner, die Marlborough erhielt einen Torpedotreffer, der sie außer Gefecht setzte. Die britischen Schlachtkreuzer hielten gegen 19.45 Uhr Fühlung mit dem Feind, und Beatty schlug Jellicoe vor, die gegnerische Schlachtflotte mit einer Drehung nach Südwest von ihrer Basis abzuschneiden. Jedoch zog allmählich die Nacht herauf, und Jellicoe wollte es nicht auf ein unberechenbares Nachtgefecht ankommen lassen und blieb außer Reichweite des Gegners.


Ein deutsches Schlachtschiff feuert eine Breitseite ab

Die Nachtkämpfe

Währenddessen drehte Scheer gegen 21.00 Uhr wieder auf Südkurs und wäre dabei beinahe mitten in die feindliche Schlachtflotte hineingelaufen, jedoch verzögerte sich aufgrund der Unordnung in der deutschen Flotte die Ausführung des Befehls, und die Flotten berührten sich nicht. Jellicoe blieb ebenfalls auf Südkurs, um den Gegner nicht entkommen zu lassen und bei Tagesanbruch die Schlacht zu erneuern. Nach Möglichkeit wollte er Scheer den Rückweg nach Deutschland verlegen und ihn mit seiner überlegenen Flotte vernichten. Der Schlachtflotte voraus fuhr ein Aufklärungsschleier aus Kreuzern und Zerstörern, die eine überraschende Begegnung mit der feindlichen Schlachtflotte während der Nachtstunden verhindern und gesichtete Gegner melden sollten. Und tatsächlich gerieten Scheers Schiffe mit diesen Wächtern in ein wildes Nahgefecht in der Finsternis, die Deutschen verloren drei Kleine Kreuzer und das Linienschiff Pommern, die Engländer fünf Zerstörer und den Panzerkreuzer Black Prince. Jellicoe nahm aber an, daß es sich bei den gesichteten Schiffen nur um versprengte deutsche Einheiten handelte, und unternahm nichts. So konnte Scheer in der Dunkelheit den Verfolgern entwischen, und die Briten drehten gegen 02.30 Uhr nach Norden ab, als sie dies bemerkten. Sie hatten keine Chance mehr, den sich zurückziehenden Gegner einzuholen, und mußten befürchten, auf Minensperren oder in Hinterhalte deutscher U-Boote zu geraten. Die Skagerrakschlacht war zu Ende.


Das Vordeck des deutschen Schlachtkreuzers SMS Seydlitz nach dem Einlaufen in Wilhelmshaven

Fazit

An der Schlacht nahmen 254 Schiffe mit zusammen 1 600 000 t teil. Damit war sie die größte Seeschlacht, die je geschlagen wurde. Die Briten verloren drei Schlachtkreuzer, drei Panzerkreuzer und acht Zerstörer mit insgesamt 111 980 t, beschädigt wurden vier Schlachtschiffe, drei Schlachtkreuzer, drei Kleine Kreuzer und zehn Zerstörer, 6784 Seeleute waren gefallen. Auf deutscher Seite gingen ein Schlachtkreuzer, ein Linienschiff, vier Kleine Kreuzer und fünf Torpedoboote mit insgesamt 62 233 t verloren, beschädigt wurden zwölf Schlachtschiffe, fünf Schlachtkreuzer, fünf Kleine Kreuzer und fünf Torpedoboote, 3039 deutsche Seeleute blieben auf dem Schlachtfeld. Damit hatten die Briten deutlich höhere Verluste erlitten. Zwar beanspruchten beide Seiten in dieser Schlacht den Sieg für sich, die Wahrnehmung des Ereignisses fiel aber recht unterschiedlich aus. In Deutschland wurden die zurückkehrenden Matrosen frenetisch gefeiert, die Schlacht wurde als großer Sieg angesehen. Es war gelungen, sich der Vernichtung durch einen übermächtigen Gegner zu entziehen und ihm dabei empfindliche Verluste beizubringen. Währenddessen herrschte auf britischer Seite eher Katerstimmung. Man hatte den Feind entwischen lassen und es versäumt, ein neues Trafalgar herbeizuführen, daß England die unbestrittene Herrschaft zur See eingebracht hätte. Stattdessen hatte man hohe Verluste erlitten und festgestellt, daß die eigenen Schiffe - ganz besonders die Schlachtkreuzer - denen der Deutschen in vieler Hinsicht unterlegen waren. Drei britische Schlachtkreuzer waren mitsamt der ganzen Besatzung vernichtet worden, und es war offensichtlich, daß sie falsch konstruiert waren: die zu schwache Panzerung war für die verheerende Wirkung der Treffer verantwortlich, und nachfolgende Konstruktionen legten deutlich mehr Wert auf besseren Panzerschutz. Trotz schwerster Treffer war die Mehrzahl der deutschen Schlachtkreuzer einsatzfähig geblieben, nur einer ging während der Schlacht verloren, und seine Besatzung konnte geborgen werden. An der britischen Misere war aber auch die miserabele Qualität der Panzersprenggranaten schuld. Durch falsch eingestellte Zünder detonierten die Geschosse häufig bereits beim Aufprall auf das Ziel, anstatt erst die Panzerung zu durchschlagen und dann zu explodieren. Dadurch erlitten die deutschen Schiffe teils erhebliche Schäden an den Aufbauten, während die inneren Systeme intakt blieben. Ihre höhere Qualität zeiget sich auch daran, daß kaum ein überlebendes Schiff die Antriebskraft verlor, fast alle schafften es trotz teils schwerster Schäden aus eigener Kraft zurück nach Deutschland. Die deutschen Granaten dagegen funktionierten zuverlässig und richteten an Bord der getroffenen britischen Schiffe schwere innere Schäden an.
Insgesamt aber änderte die Schlacht an der Gesamtlage wenig: die Briten waren nicht entscheidend geschwächt und konnten die Deutschen weiterhin in der Nordsee eingeschlossen halten. Nach dieser Schlacht, die ihr beinahe die Vernichtung beschert hätte, wagte die Hochseeflotte keine großen Vorstöße mehr. Die Moral der Matrosen sank in der Langeweile der Häfen immer tiefer, und dies war mit verantwortlich für das Ausbrechen der Meutereien am Ende des Krieges, die zu den revolutionären Unruhen führten, welche das Kaiserreich endgültig zu Fall brachten. Die Deutschen suchten ihr Heil nun verstärkt im U-Bootkrieg gegen England, was letztendlich den Kriegseintritt der USA und damit die Niederlage Deutschlands heraufführte.
Auch blieb Deutschland weiterhin vom Welthandel abgeschnitten, was zu einer immer größeren Verknappung von lebenswichtigen Rohstoffen und Lebensmitteln führte. Dieser Mangel wurde spätestens im "Steckrübenwinter" 1917 ersichtlich und verstärkte die allgemeine Kriegsmüdigkeit, die sich dann in den revolutionären Unruhen im Herbst 1918 Luft verschaffte. Zwar gelang es den Mittelmächten, mit ihrer eigenen Blockade Rußland vom Nachschub abzuschneiden und die dadurch geschwächten Armeen des Zaren zu besiegen. Aber dieser Erfolg kam zu spät und beseitigte nicht die Blockade der eigenen Häfen, und mit dem Kriegseintritt der USA waren die Mittelmächte nicht mehr in der Lage, den Krieg militärisch zu gewinnen. Die Sieger internierten die deutsche Hochseeflotte im britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow. Um einer Auslieferung der Flotte an die Siegermnächte zuvorzukommen, versenkten sich die internierten Schiffe dort selbst. Das war das Ende der kaiserlichen Flotte, die England herausgefordert hatte und dabei unbesiegt geblieben war.


Der Schlachtkreuzer SMS Hindenburg auf Grund in Scapa Flow 1919

01. April 2004 - 12:20
( Jagdpanther )

Deutsche Foren >> Kommentare > Die Skagerakschlacht
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 Autor Thema: Die Skagerakschlacht
heni2000
10.04.2004 um 14:21 QuoteProfileSend PM

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heni2000
Das Foto "Die Hochseeflotte in Gefechtslinie" finde ich heftig
__________________



 
Jagdpanther
10.04.2004 um 16:51 QuoteProfileSend PM


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He's watching YOU...
Stell dir da mal die bald doppelt so starke Grand Fleet vor... als die Deutschen ihrer ansichtig wurden, fuhren sie auf "einen Horizont voller Schiffe" zu, die alle auf sie feuerten.
__________________
Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
heni2000
12.04.2004 um 14:16 QuoteProfileSend PM

Clan: Schweizer
Postings: 198

heni2000
genau wie im film "das boot" in der meerenge von gibraltar
__________________



 
Parabellum
26.04.2004 um 19:04 QuoteProfileSend PM


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Zu dem schönen Bild der Seydlitz sollte man noch ergänzen, daß dieses Schiff wohl das beste Beispiel für "Deutsche Wertarbeit" (und auch eine gute Potion Glück) im Ersten Weltkrieg darstellte:

Bei der Schlacht auf der Doggerbank (24.01.1915) erhielt sie einen Volltreffer direkt neben Turm D der die 280mm dicke Barbettenpanzerung durchschlug, dort gelagerte Munition hochgehen ließ und schließlich den Kartuschenaufzug von Turm E entzündete, so daß beide Türme ausbrannten (185 Tote!). Dadurch und durch einen weiteren Treffer Steuerbord mittschiffs kurz darauf lief das Achterschiff so voll Wasser, daß ihr Tiefgang dort um 1,8m zunahm. Trotzdem: Sie überlebte!

Bei einem Beschießungseinsatz gegen Lowestoft und Great Yarmouth (24.04.1916) erhielt sie im Anmarsch einen schweren Minentreffer. 1400t Wasser liefen ins Schiff und sie schleppte sich alleine und mit Schlagseite wieder heim. Trotzdem: Sie überlebte!

Dann die Skagerrak-Schlacht:
Schwere Treffer setzten erst die Steuerbord-E-Schaltstelle außer Gefecht und verursachten dann einen Brand in Turm E (der aber dank zusätzlicher Brandschutztüren nach der Katastrophe an der Doggerbank lokalisiert blieb). Als wäre das nicht genug folgte etwa eine Stunde später ein Torpedotreffer ins Vorschiff, der die vordersten drei Abteilungen vollaufen ließ und mehrere Treffer mittschiffs zerstörten bei jedem der beiden Mitteltürme jeweils das rechte Geschütz. Die Seydlitz zog sich daraufhin - gedeckt von den anderen Großen Kreuzern - aus dem Gefecht zurück.
Aber auch in der folgenden Nachtschlacht folgten weitere Treffer, die die Granatkammer von Turm A vollaufen ließen, Turm D schwer beschädigten und die Brückenaufbauten zerstörten. Kurz nach Mitternacht erreichte sie dann endlich Hornsriff - mit 7 kn rückwärts fahrend (weil die vorderen Schotten zu brechen drohten) und mit ausgefallener Kompaßanlage nur nach den Sternen manövrierend. Lediglich der vordere Torpedoraum hielt das Vorschiff noch über Wasser. Als dann der Wind auch noch auf Stärke 8 auffrischte, hielt man das Schiff schon für verloren, doch da tauchten endlich der Kleine Kreuzer Pillau und zwei Pumpendampfer als Hilfe auf und schleppten sie gen Wilhelmshaven - wobei die Seydlitz wegen ihres hohen Tiefganges durch die Wassereinbrüche noch zweimal auf Grund lief. Wie sie dann am Ziel aussah, sieht man am obigen Bild. Trotzdem: Sie überlebte!

Wozu braucht man Abenteuerromane, wenn das Leben solche Geschichten schreibt...!
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Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoléon Bonaparte)
 
Jagdpanther
26.04.2004 um 19:20 QuoteProfileSend PM


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He's watching YOU...
Die Lützow mußte noch einiges mehr einstecken, war aber auch etwas größer und moderner. Trotzdem sah es so aus, als würde sie es nach Hause schaffen, jedoch konnte man irgendwann der vielen Wassereinbrüche nicht mehr Herr werden und mußte das Schiff versenken. Allerdings konnte die Besatzung komplett gerettet werden. Sämtliche anderen deutschen Schlachtkreuzer erhielten teilweise erhebliche Treffer, erlitten jedoch keine lebensbedrohenden Schäden und schafften es aus eigener Kraft zurück zur Basis. Eindeutig ein Beweis für die sorgfältige Arbeit der Konstrukteure - und die Fehlerhaftigkeit der britischen Granaten. Hätten diese korrekt arbeitende Zünder gehabt, wären die Verluste wohl um einiges höher gewesen.
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Im Krieg verrohen die Sitten. Warum soll man eine Tür aufschließen, wenn man auch mit dem Sturmgeschütz dagegenfahren kann?


 
Parabellum
27.04.2004 um 09:58 QuoteProfileSend PM


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Jagdpanther hat folgendes geschrieben:
Eindeutig ein Beweis für die sorgfältige Arbeit der Konstrukteure - und die Fehlerhaftigkeit der britischen Granaten. Hätten diese korrekt arbeitende Zünder gehabt, wären die Verluste wohl um einiges höher gewesen.

Das genaue Gegenteil kann man von den britischen Battlecruisers behaupten: Deren Panzerdecks waren teilweise so mickrig (~38mm bei Invincible, bei Lion sogar nur ~25mm), daß die deutschen Granaten sie wie Papier durchschlugen. Vor dem Skagerrak kostete das gleich drei dieser Schiffe das Leben: Invincible, Indefatigable und Queen Mary.
Bei allen drei gesunkenen Schiffen durchschlugen Granaten das Deck so nah an der Barbette, daß sie die Munitionkammern in Brand setzten. Da die Briten Seidenkartuschen verwendeten (statt der unhandlicheren aber hitzebeständigen Metallkartuschen der Deutschen), war die Konsequenz jeweils eine gigantische Explosion, die das Schiff buchstäblich entzwei riß.
Alle drei Schiffe zusammen verzeichneten an diesem Tag 3321 Tote und nur 18 Überlebende...

Beinahe wäre auch die Lion noch als vierter Verlust hinzugekommen, hätte sich nicht der Turmkommandant von Turm C - Major Harvey (RM) - geopfert, um die Munitionskammern zu fluten. So brannte nur der Turm aus (er erhielt posthum das VC).


Die Reste der Invincible wenige Minuten nach der Explosion - buchstäblich zerrissen!


Die Queen Mary im Moment der Explosion. Die Rauchwolke ist knapp 600m hoch!


Turm C der Lion nach der Skagerrak-Schlacht.


Übrigens: Wer sich die Geschichte der Schlacht in der Dänemark-Straße (24.5.41) ansieht, wird mit Erschrecken feststellen, daß auch der letzte britische Schlachtkreuzer HMS Hood noch diesen Konstruktionsfehler hatte und unter exakt den gleichen Umständen unterging (1338 Tote, 3 Überlebende)!
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Jagdpanther
27.04.2004 um 10:30 QuoteProfileSend PM


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He's watching YOU...
Exakt, habe ich auch schon an anderer Stelle geschrieben. Die britischen Schlachtkreuzer wurden nach dem Prinzip entworfen, daß Geschwindigkeit die beste Verteidigung sei, also wurde an Panzerung gespart und stattdessen auf starke Maschinen und höhere Schlagkraft gesetzt. Auch waren sie ursprünglich dazu ausgelegt, Kreuzer und Panzerkreuzer zu jagen; man rechnete anscheinend nicht damit, daß sie es einmal mit anderen Schlachtkreuzern würden aufnehmen müssen. Entsprechend war die Panzerung nur dafür ausgelegt, den Waffen von Panzerkreuzern und Kleinen Kreuzern (Kaliber bis 21 cm) standzuhalten, an schwere Geschütze vom Schlachtkreuzerkaliber (28 bzw. 30,5 cm) hatte niemand gedacht. Die deutschen Schlachtkreuzer dagegen wurden speziell auf hohe Standfestigkeit ausgelegt, dafür nahm man eine etwas geringere Geschwindigkeit und leichtere Bewaffnung in Kauf: die britischen Schlachtkreuzer waren in der Regel ein bis zwei Knoten schneller und trugen stärkere Geschütze. Der Grundsatz des "speed is the best protection " (O-Ton Admiral Lord Fisher) sollte sich allerdings als verhängnisvoll erweisen: es stellte sich heraus, daß die Deutschen mit ihren besser ausgebildeten Besatzungen und technisch fortgeschritteneren Feuerleitsystemen und optischen Geräten keine Schwierigkeiten hatten, auch ein schnelles Schiff zu treffen, mit dem bekannten Ausgang.
Das Schicksal der Hood ist ebenfalls symptomatisch. Sie war zum Zeitpunkt ihres letzten Gefechtes eigentlich bereits veraltet, und die Panzerung war für eine Auseinandersetzung mit einem schwer bewaffneten Gegner widerum zu schwach. Das galt besonders für die Deckspanzerung: mit den immer größer werdenden Kampfentfernungen seit Ende des Ersten Weltkrieges durch ständig steigende Geschützreichweiten wurde der Einfallswinkel anfliegender Granaten immer steiler, so daß sie immer stärkere Panzerdecks durchschlagen konnten. Bei der Hood hatte man auf eine entsprechende Verstärkung verzichtet, um Geld und Gewicht zu sparen. Die 38 cm-Granaten der Bismarck durchschlugen die zu schwache Deckspanzerung und trafen wohl eines der Munitionslager, mit dem bekannten Ergebnis. So wurde auch die Hood Opfer der typuischen Schwäche der britischen Schlachtkreuzer, weil sie nicht mehr zeitgemäßen Normen entsprach. Dabei war sie genau darauf ausgelegt worden, die Fehler vorhergehender Schlachtkreuzergenerationen zu vermeiden. Der technische Fortschritt hatte dies jedoch durchkreuzt.

[Editiert von Jagdpanther am 27.Apr.2004 um 10:34]
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Parabellum
27.04.2004 um 19:25 QuoteProfileSend PM


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Jagdpanther hat folgendes geschrieben:
Auch waren sie ursprünglich dazu ausgelegt, Kreuzer und Panzerkreuzer zu jagen; man rechnete anscheinend nicht damit, daß sie es einmal mit anderen Schlachtkreuzern würden aufnehmen müssen. Entsprechend war die Panzerung nur dafür ausgelegt, den Waffen von Panzerkreuzern und Kleinen Kreuzern (Kaliber bis 21 cm) standzuhalten, an schwere Geschütze vom Schlachtkreuzerkaliber (28 bzw. 30,5 cm) hatte niemand gedacht.

Ich denke Du liegst da falsch. Falls Du Roberts: Battlecruisers besitzt, dann lies dort mal S.25ff ("Years of economy 1905-08"). Da wird ausgesagt, daß die Battlecruisers nach Fisher's Willen die eigentlichen Hauptkampfschiffe der Royal Navy werden sollten. Die Dreadnought ließ er nur bauen, weil ihm die Admiralität dazwischenpfuschte (Zitat eines Admiralitätsberichtes): "At the present moment naval experiance is not suffieciently ripe to abolish totally the building of battleships so long as other countries do not do so".

Fishers wahre Ideen sahen da ganz anders aus: "...the armoured cruiser of the first class is a battleship in disguise. It has been asked that the difference between a battleship and an armoured cruiser may be defined. It might as well be asked to define when a kitten becomes a cat." (aus Brown: Warrior to Dreadnought S.191; ein extrem empfehlenswertes Buch!)

Dies war auch der Grund, warum die erste Bauwelle der Dreadnought-Ära aus drei Schlachtkreuzern und nur einem Schlachtschiff bestand.
Zitat:
es stellte sich heraus, daß die Deutschen mit ihren besser ausgebildeten Besatzungen und technisch fortgeschritteneren Feuerleitsystemen und optischen Geräten keine Schwierigkeiten hatten, auch ein schnelles Schiff zu treffen, mit dem bekannten Ausgang.

Das ist definitiv falsch: Nach Breyer: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905-1970 S.83 waren die Feuerleiteinrichtungen der Kaiserlichen Marine deutlich schlechter als die der Royal Navy. Die Deutschen besaßen beispielsweise weder ein Zentralrichtsystem für die Türme, noch Plottingtische.
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Jagdpanther
27.04.2004 um 19:39 QuoteProfileSend PM


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He's watching YOU...
Von der Absicht, Schlachtkreuzer als Hauptkampfschiffe einzuführen, habe ich allerdings noch nie gehört... das kann so nicht stimmen, denke ich. Warum bauten die Briten denn dann immer noch erheblich mehr Schlachtschiffe als Schlachtkreuzer? Von letzteren gab es glaube ich neun oder zehn, Schlachtschiffe mindestens doppelt so viel. Der Witz beim Schlachtkreuzer war nach meinen Informationen, daß er Schlachtschiffen ausweichen und Panzerkreuzer und Kleine Kreuzer ohne Schwierigkeiten zerstören konnte. Nach der englischen Doktrin sollte der Schlachtkreuzer den Panzerkreuzer ersetzen, wie dieser aber nicht in der Schlachtlinie eingesetzt werden, weil seine schwache Panzerung ein Durchkämpfen schwerer Gefechte gegen stark bewaffnete Gegner nicht zuließ. Seine Hauptaufgabe war die Vernichtung gegnerischer Kreuzer und bewaffnete Aufklärung für die Schlachtflotte - jedenfalls gehen davon alle mir zugänglichen Quellen aus.

Was die Feuerleitung angeht: die Deutschen besaßen noch vor den Briten Feuerleitsysteme und auch die besseren optischen Geräte, über die Qualität der Feuerleitung kann ich allerdings nichts sagen - möglicherweise haten die Briten fortschrittlichere Verfahren. Tatsache ist jedenfalls, daß die Deutschen in der Regel besser trafen als die Briten, vielleicht wegen des besseren Ausbildungsstandes der Besatzungen. Und die Amerikaner waren, als sie nach Kriegseintritt der Grand Fleet einen Besuch abstatteten, über die Qualität der englischen Feuerleitsysteme ziemlich entsetzt.

[Editiert von Jagdpanther am 27.Apr.2004 um 19:43]
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Parabellum
27.04.2004 um 20:20 QuoteProfileSend PM


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Jagdpanther hat folgendes geschrieben:
Von der Absicht, Schlachtkreuzer als Hauptkampfschiffe einzuführen, habe ich allerdings noch nie gehört... das kann so nicht stimmen, denke ich. Warum bauten die Briten denn dann immer noch erheblich mehr Schlachtschiffe als Schlachtkreuzer? Von letzteren gab es glaube ich neun oder zehn, Schlachtschiffe mindestens doppelt so viel.

Das war aber genau der Kern von Fishers Ideen! Glücklicherweise hat er es aber nie geschafft, seine Kritiger vollends zu überzeugen und solange baute man eben weiter Dreadnoughts.
Was im zeifelsfalle rausgekommen wäre deutet wohl am besten HMS Furios an: 18"-Geschütze, über 30kn schnell, aber eine Panzerung wie ein leichter Kreuzer...

Zitat:
Der Witz beim Schlachtkreuzer war nach meinen Informationen, daß er Schlachtschiffen ausweichen und Panzerkreuzer und Kleine Kreuzer ohne Schwierigkeiten zerstören konnte.

Jup, genau damit erklärte Fisher ja auch, warum seine Schlachtkreuzer angeblich mit so wenig Panzerung auskämen.

Überhaupt ist dieses "schneller als jeder Stärkere und stärker als jeder Schnellere" ja ohnehin ein alter Dauerbrenner der Seekriegsgeschichte, von den französischen Zweidecker-Fregatten bis zu den Panzerschiffen der 30er Jahre.

Zitat:
Nach der englischen Doktrin sollte der Schlachtkreuzer den Panzerkreuzer ersetzen, wie dieser aber nicht in der Schlachtlinie eingesetzt werden, weil seine schwache Panzerung ein Durchkämpfen schwerer Gefechte gegen stark bewaffnete Gegner nicht zuließ. Seine Hauptaufgabe war die Vernichtung gegnerischer Kreuzer und bewaffnete Aufklärung für die Schlachtflotte - jedenfalls gehen davon alle mir zugänglichen Quellen aus.

So sollte es auch sein, aber Fisher hatte im Bezug auf schnelle, schwerbewaffnete Schiffe einen kleinen "Knacks" - das bestätigen sogar die meisten britischen Historiker (siehe auch sämtliche Zerstörer seiner Zeit als First Sea Lord - vor allem die Swift oder die "Large Light Cruisers").

Zitat:
die Deutschen besaßen noch vor den Briten Feuerleitsysteme und auch die besseren optischen Geräte, über die Qualität der Feuerleitung kann ich allerdings nichts sagen - möglicherweise haten die Briten fortschrittlichere Verfahren. Tatsache ist jedenfalls, daß die Deutschen in der Regel besser trafen als die Briten, vielleicht wegen des besseren Ausbildungsstandes der Besatzungen. Und die Amerikaner waren, als sie nach Kriegseintritt der Grand Fleet einen Besuch abstatteten, über die Qualität der englischen Feuerleitsysteme ziemlich entsetzt.

Das mit den Amis habe ich auch gelesen, wobei ich detaillierte Daten der Feuerleitgeräte leider fast nur von den Briten habe. Bei der Kaiserlichen Marine beschränkt sich meine Kenntnis leider auf den oben zitierten Artikel und einige Randkommentare in Hildebrand/Röhr/Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe.
Das Thema "Feuerleitung vor dem Zweiten Weltkrieg" ist ohnehin recht undankbar, was Quellen angeht.
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Jagdpanther
27.04.2004 um 23:15 QuoteProfileSend PM


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Die "Large Light Cruisers" sind ja ohnehin ein Irrweg der Seekriegsentwicklung gewesen... was wollte man mit diesen Teilen eigentlich erreichen? Ich habe gehört, sie seien als Spezialkonstruktionen für eine englische Ostseeunternehmung geplant gewesen - mit ganz gewaltigen Geschützen ausgestattet und sehr schnell, aber eben nur mit einer Panzerung wie ein Kleiner Kreuzer. Ungeheuerlich, daß für solchen Mist tatsächlich dringend benötigte Gelder vergeudet wurden! Immerhin fanden diese Schiffe später ihre wahre Bestimmung als Flugzeugträger und vorher als Flugzeugmutterschiffe - Versuchsschiffe für die später so erfolgreiche Marineluftwaffe. So war es die Furious (glaube ich jedenfalls ), die den Luftangriff auf die zeppelinbasis in Tondern durchführte... weißt du Genaueres über diese schillernde Schiffsgattung?
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Parabellum
30.04.2004 um 10:20 QuoteProfileSend PM


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Jagdpanther hat folgendes geschrieben:
So war es die Furious (glaube ich jedenfalls ), die den Luftangriff auf die zeppelinbasis in Tondern durchführte... weißt du Genaueres über diese schillernde Schiffsgattung?

Jup, das war die Furious. Interessanterweise traute sich von den sechs Piloten, die den Angriff durchgeführt hatten, keiner auf dem kurzen Landedeck der Furious zu landen. Drei ließen sich lieber im neutralen Dänemark internieren, die anderen drei setzten ihre Sopwith Camels neben der Furious ins Wasser und ließen sich von ihren Begleitzerstörern aufsammeln...

Was die 'Large Light Cruisers' angeht, da schreibe ich Dir bei Gelegenheit noch einen Artikel zusammen.
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Jagdpanther
19.05.2004 um 15:00 QuoteProfileSend PM


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Dann schreib auch gleich was über Lord Fisher's Wahn von den schnellen, ultraschwer bewaffneten und praktisch schutzlosen Schiffen, die er so liebte und die viele britische Seeleute das Leben kosteten... erst in diesem Zusammenhang werden Schiffe wie die Large Light Cruisers (auch als Fishers Follies bezeichnet) erklärbar.
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Sentenza
19.05.2004 um 15:13 QuoteProfileSend PM

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a propos Furious:
hatte die nicht in der ursprünglichen konzeption 2 geschütztürme mit je 1 einzigen geschütz?
mit kanonen auf spatzen schießen, schön und gut....aber mit 2 kanonen und diese sind auf die ganze schiffslänge verteilt?

das wäre ma wie spatzen aus kanonen auf die stecknadel im heuhaufen zu schießen ...


ah..hier isse:




45.7 cm noch dazu....
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Parabellum
19.05.2004 um 15:46 QuoteProfileSend PM


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Einzelgeschütztürme waren in der Vor-Weltkriegs-Epoche nicht mal selten, vor allem bei Panzerkreuzern.

Das größere Problem mit diesen Riesengeschützen war, daß ihr Rückschlag so stark war, daß sie die Schiffsstruktur bei Vollsalven (=beide Türme gleichzeitig) gefährdet hätten. Außerdem waren sie wegen ihrer niedrigen Feuergeschwindigkeit extrem schwer zu zielen.

Als die Furious Ende 1917 dann vollständig zum Flugzeugträger umgebaut wurde, montierte man die 18in-Geschütze auf Monitore der Lord Clive-Klasse. Dort waren sie dann mit nur 10° Seitenrichtwinkel nach Steuerbord fixiert und dienten als Langstreckengeschütze zum Küstenbeschuß.
Der Monitor General Wolfe hat mit seinem 18in am 28.9.18 eine Brücke in 36km Entfernung erfolgreich beschossen: Der weitreichenste Artilleriebeschuß, den je ein Schiff der Royal Navy ausgeführt hat!





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Leibdragoner
19.05.2004 um 21:05 QuoteProfileSend PM

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löl die Schiffchen rocken mit den Riesenkanonen
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CORTEX
21.05.2004 um 16:38 QuoteProfileSend PM

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Parabellum
21.05.2004 um 17:55 QuoteProfileSend PM


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Ähnlich skurril: USS Vesuvius, bewaffnet mit den größten "Luftgewehren" der Geschichte:



Dieses yachtähnliche Schiff von ~1888 war mit drei starr im Rumpf montierten "pneumatic guns" bewaffnet - vom Prinzip her Luftgewehre, aber im Kaliber 38,1cm! Gezielt wurde dabei durch Regulierung des Luftdruckes und die Seitenlage des Schiffes.
Wie man sich vorstellen kann war sie zu exotisch, um als Erfolg zu gelten, aber im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 waren ihre Küstenbombardements gefürchtet: Man hörte oder sah am Zielort keinen Abschuß, sondern nur die Explosionen der Nitroglycerin-gefüllten Granaten!
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Sentenza
21.05.2004 um 18:38 QuoteProfileSend PM

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hut ab, Jagdpanther und Parabellum!
man merkt sofort, ihr wißt, wovon ihr da schreibt..
danke für den überaus informativen beitrag über die USS Vesuvius.
hat bei mir sponantes kopfschütteln ausgelöst .
was man hier alles so dazulernt....sagenhaft!

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oSo
21.05.2004 um 18:54 QuoteProfileSend PM

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http://landships.freeservers.com/ah_ww1mortars.htm

Scrollt da ein wenig runter, druckluftwaffen sind gar nicht soooo selten. Mörser gabs einige die so funktionierten.
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Parabellum
21.05.2004 um 21:32 QuoteProfileSend PM


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@oSo:
Interessant, die kannte ich noch nicht!

Wundert mich aber eigentlich nicht, daß die Österreicher auf solche Ideen kamen. Die hatten schon immer ein Faible für Druckluftwaffen - man braucht nur mal ins HGM in Wien zu gehen, dann weiß man, was ich meine. In den Napoleonischen Kriegen gab es in der österreichischen Armee sogar ein druckluftbetriebenes Scharfschützengewehr!
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Kaiserjäger Goldi
09.06.2005 um 09:40 QuoteProfileSend PM


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Viribus Unitis
und Ludwig II wurde von einem
druckluftgewehr erschossen


schöner artikel aber die posts nach dem artikel
sind ein artikel für sich *s*
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Sentenza
31.05.2006 um 12:47 QuoteProfileSend PM

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Tja und heute ist es auf den Tag genau 90 Jahre her...

Bin eigentlich zufällig über diese Tatsache gestolpert, da das Thema in der Wikipedia der "Artikel des Tages ist":

http://de.wikipedia.org/wiki/Skagerrakschlacht

Kann ich als Ergänzung empfehlen, die Skizzen der Schlachtlinien sind sehr interessant.
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nA
31.05.2006 um 16:02 QuoteProfileSend PM

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der hat sich doch eh selber erschossen

Aber echt guter Artikel. Bei landships gibts doch den Artikel über die österreichischen Druckluftmörser, die. glaub ich hauptsächlich in den Alpen zum Einsatz kamen um wenig Lärm zu veranstalten!?
 
Sentenza
31.05.2006 um 16:43 QuoteProfileSend PM

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Afroman hat folgendes geschrieben:
..Bei landships gibts doch den Artikel über die österreichischen Druckluftmörser, die. glaub ich hauptsächlich in den Alpen zum Einsatz kamen um wenig Lärm zu veranstalten!?


Rischtisch...im Lawinengebiet rumzuknallen war noch nie eine gute Idee. Zudem war der Abschuss schwieriger zu orten. Hießen übrigens korrekt Luftminenwerfer.
Immer wieder eine super Site, die Landships...

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